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Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
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Gesundheitsamt als Dienstleister

18.01.1999 Von: Pressestelle Landratsamt Lauterbach

Von Schluckimpfung

bis Schulzahnarzt

VOGELSBERGKREIS ( ). „Ob Schluckimpfung, Beratungen der Sprachheilbeauftragten oder die Tätigkeit des Schulzahnarztes - immer versteht sich das Kreisgesundheitsamt als Dienstleister für die Vogelsberger Bürgerschaft.“ Dies erklärt Landrat Hans-Ulrich Lipphardt im Jahresbericht des Gesundheitsamtes.

Über 1500 amtsärztliche Untersuchungen wurden 1998 durchgeführt. 230 meldepflichtige Erkrankungen wurden der Behörde angezeigt, überwiegend wegen Salmonellen und Tuberkulose. Das Gesundheitsamt führte die erforderlichen Ermittlungen und Umgebungsuntersuchungen durch. Impfsprechstunden, Tbc-Sprechtage, Mütterberatung, HIV-Beratung und HIV-Teste standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Die Aids-Beratungsstelle Fulda führt seit September im Gesundheitsamt Lauterbach jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr eine Sprechstunde durch.

Der seit Mai 1998 beauftragte Schulzahnarzt hat bereits fast 1000 Schülerinnen und Schüler untersucht. Eine sehr aufschlussreiche Veranstaltung war die Schilddrüsenaktion in Schlitz und Alsfeld, die bei 241 untersuchten Kindern in 67 Fällen krankhafte Veränderungen der Schilddrüse zu Tage brachte.

Ein weiteres umfangreiches Aufgabenfeld des Gesundheitsamtes ist die Gesundheitsaufsicht. Hygienebestimmungen beim Trinkwasser, in der Schule und im Kindergarten, in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen werden auf ihre Einhaltung überprüft.

 

Informationen zur Vorbeugung

vor Infektionen in der Pflege

Fachveranstaltung in der Vogelsbergklinik -

Gesundheitsamt versteht sich als Dienstleister

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Kreisgesundheitsamt informierte im vergangenen Jahr Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen und in mobilen Diensten in einer Vortragsveranstaltung zum Thema „Infektionsschutz und Hygienemanagement bei multiresistenten Staphylokokken“. Der Hintergrund: Immer mehr Keime werden widerstandsfähig und lassen sich nicht immer mit Antibiotika behandeln. Die Fachveranstaltung fand in den Räumen der Vogelsbergklinik in Grebenhain-Hochwaldhausen statt, die dankenswerterweise ihren Tagungsraum zur Verfügung gestellt hat, teilt Landrat Hans-Ulrich Lipphardt im Jahresbericht des Gesundheitsamtes mit.

Fachreferenten waren eine Diplom-Fachkrankenschwester für Hygiene am Eichhof-Krankenhaus sowie ein niedergelassener Arzt für Hygiene und Umweltmedizin in Marburg. Die Veranstaltung wurde zum Teil durch das Förderprogramm zur Verbesserung der Situation Pflegebedürftiger des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finanziert.

Die rege Teilnahme weist nach Auffassung des Landrats auf die Bedeutung des Fragenkomplexes hin. 69 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fast sämtlicher Alten- und Pflegeheime des Vogelsbergkreises und der ambulanten Pflegedienste des Vogelsbergkreises als auch Mitarbeiter der Nachbargesundheitsämter und des Amtes für Versorgung und Soziales in Fulda hatten den Weg nach Hochwaldhausen gefunden.

Das Thema Infektionsschutz und Hygienemanagement hat nach Auffassung des Kreisgesundheitsamtes einen hohen Stellenwert, da es durch den „oft unkritischen Einsatz von Antibiotika“ im humanmedizinischen aber auch im veterinärmedizinischen Bereich seit etwa zehn Jahren zu einem vermehrten Auftreten von Krankheitserregern kommt, die nur noch sehr eingeschränkt beziehungsweise gar nicht mehr mit Antibiotika therapiert werden können. Dies bedeutet, dass in Zukunft Infektionskrankheiten, welche durch Bakterien verursacht werden, nicht mehr durch Antibiotika angegangen werden können und nur noch chirurgisch behandelt werden können. Dies sei sowohl in Krankenhäusern als auch im Bereich der Pflege äußerst relevant.

Im Vordergrund der Problembewältigung stehen ein hoher Kenntnisstand über die Gefahren und entsprechende Vorbeugung. Christina Staubach, Hygiene-Fachkrankenschwester am Eichhof-Krankenhaus in Lauterbach zeigte organisatorische und pflegetechnische Maßnahmen auf, um einer Weiterverbreitung dieser gefährlichen Keime vorzubeugen. Hierzu gehört vor allen Dingen eine adäquate Händehygiene.

Im Zusammenhang mit der Veranstaltung macht das Gesundheitsamt darauf aufmerksam, dass es sich nicht nur als Überwachungsbehörde für die Pflegediensteinrichtungen verstehe, sondern immer auch als beratender Dienstleister, um Problemen schon im Vorfeld begegnen zu können.