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Landrat Marx begrüßt gemeinsames Projekt der Vogelsberg Consult und der Agentur für Arbeit zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze

05.02.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: „Steine aus dem Weg räumen

für mehr Ausbildungsplätze“

„Vogelsberg baut vor“ - Vogelsberg Consult und Arbeitsamt Lauterbach kooperieren – Ziel: 30 zusätzliche Lehrstellen

VOGELSBERGKREIS ( ). Wer erwägt wieder oder neu einen Ausbildungsplatz zu schaffen? Ab sofort bietet die Vogelsberg Consult (VBC) gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Lauterbach eine kostenfreie Dienstleistung für heimische Unternehmen an. Landrat Rudolf Marx wendet sich mit folgenden Fragen an alle interessierten Betriebe: Welche Hemmnisse gibt es bei der Schaffung eines zusätzlichen Ausbildungsplatzes? Fehlt Beratung? Fehlt der passende Bewerber? Wie wichtig ist die Sicherung des Fachkräftenachwuchses auch im Hinblick auf verschärfte Kriterien bei der Kreditvergabe? Wie „rechnet“ sich Ausbildung und wie wird dadurch die betriebliche Produktivität gesteigert? Sind finanzielle Hilfen erforderlich ?

Antworten auf diese Fragen gibt die Vogelsberg Consult mit dem Projekt „Vogelsberg baut vor“.

Die Ziele: nachhaltig zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen helfen, Ausbildungshemmnisse beseitigen, passgenaue Vermittlung ermöglichen, Abbruchquote senken. Die Mittel: intensive und kostenfreie Beratung der Unternehmen und der Bewerber durch die Vogelsberg Consult vor dem Hintergrund sehr genauer Kenntnisse der örtlichen Unternehmen. Das Projekt wird gemeinschaftlich von VBC und der Agentur für Arbeit, Lauterbach, getragen. Das frühere Arbeitsamt übernimmt einen wesentlichen Teil der Kosten.

Klaus Merget, Berufsberater der Agentur für Arbeit in Lauterbach und Harald Finke, zuständig für Arbeitsmarktpolitik in der VBC, geben das Ziel vor: Zum Ausbildungsbeginn Herbst 2004 sollen 30 neue Ausbildungsplätze entstanden sein. VBC spricht insbesondere junge Unternehmen, die noch nicht ausbilden, an. Ferner wird sich Diplom-Volkswirt Finke auch bei Unternehmen melden, die seit längerem nicht als Ausbildungsbetriebe in Erscheinung getreten sind. Merget und Finke veranschlagen das Potenzial anzusprechender Unternehmen auf rund 150. Berufsberater Merget, der schon vielfach mit den Fachleuten der Wirtschaftsförder-GmbH zusammen gearbeitet hat – zum Beispiel bei der Ausbildungsmesse „Marktplatz Ausbildung“ – hält VBC „für genau den richtigen Partner“.

„Die Zusammenarbeit von Arbeitsverwaltung und Vogelsberg Consult ist ideal. Das Know-How in der Region zu verzahnen wird den heimischen Unternehmen dabei helfen, im wohlverstandenen Eigeninteresse zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen.“ Dies sagte Landrat Rudolf Marx, als er sich kürzlich in den Räumen der Vogelsberg Consult (VBC) in Lauterbach über den Stand des Projekts „Vogelsberg baut vor“ informierte. Schon in der Vergangenheit, so Landrat Marx, habe Vogelsberg Consult mit ihrer fundierten Beratung und Hilfestellung im Rahmen der Wirtschaftsförderung in den vergangenen vier Jahren über 80 zusätzliche Ausbildungsplätze in der freien Wirtschaft mit auf den Weg bringen helfen.

Berufsausbildung sei Investition, und zwar in dreifacher Hinsicht: Produktives Personal für die Unternehmen, marktfähige Qualifikation für die jungen Menschen und wettbewerbs- und wachstumsfähige regionale Wirtschaft im Standort-Wettbewerb, sagte Landrat Marx. Gleichzeitig müsse der Blick auch auf eine klare Berufsorientierung und die teilweise mangelnde Motivation der Bewerber gerichtet werden. „Vogelsberg baut vor“ gehöre zu den Geschäftsfeldern von VBC, in denen Mittel aus dem Zuschuss des Kreises direkt zum Wohle der Wirtschaft und der jungen Menschen eingesetzt würden, betonte der Landrat.

„Angebot und Nachfrage in der Ausbildung müssen passgenau gemacht werden“, unterstreicht VBC-Geschäftsführer Thomas Schaumberg. Die Unternehmen suchten zu Recht die geeigneten Bewerber, denn nur das mache betriebswirtschaftlich Sinn. Das Besondere am Dienstleistungspaket ist: VBC berät die Firmen in rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Hinsicht, hilft Ausbildungshemm-nisse aus dem Weg zu räumen, schaut genau hin, ob die Bewerber passen könnten, berät auch diese und schafft auf diese Weise einen Einstieg in die Ausbildung. „Es geht um so harte Fakten wie Sicherung des Fachkräftenachwuchses, Nachfolgesicherung, Erfüllung von Rating-Kriterien“, sagt Schaumberg. Die Vogelsberg Consult verfahre als Auftragnehmer der Arbeitsverwaltung nach dem gleichen Prinzip „wie auch sonst in der Wirtschaftsförderung: vom Unternehmen her denken, die direkte Ansprache und die konkreten Lösungen suchen.“ Interessierte Unternehmer wenden sich an: Vogelsberg Consult, Telefon 06641 / 9646-0, E-Mail: info@vogelsberg-consult.de.

„Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen“, sagte Klaus Merget vor dem Hintergrund von rund 300 unversorgten Bewerbern im vergangenen Jahr. Zwar zähle der Vogelsbergkreis zu den drei Landkreisen in Hessen mit der höchsten Ausbildungsplatzdichte, jedoch sei ein Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen im Vorjahresvergleich um rund zehn Prozent zu verzeichnen gewesen.

Nach Auffassung von Thomas Schaumberg ist das Projekt „klar wachstumsorientiert, denn betriebswirtschaftlich produktive Unternehmen haben ein vitales ökonomisches Motiv für die Sicherung ihres Fachkräftenachwuchses.“ Der Anteil der Ausbildungsbetriebe gemessen an der Gesamtzahl der Unternehmen sei schon jetzt deutlich über dem hessischen Durchschnitt. Bei Erfolg des Projekts könne der Kreis seinen Platz im Spitzenfeld (nur Fulda und Waldeck-Frankenberg haben eine höhere Ausbildungsplatzdichte) ausbauen.

 

 

Initiative zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze im Vogelsbergkreis – unser Bild zeigt (von links) Klaus Merget, Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit (Lauterbach), Landrat Rudolf Marx, VBC-Geschäftsführer Thomas Schaumberg und Projektmanager Arbeitsmarktpolitik, Harald Finke.

Bild: Vogelsbergkreis