Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Jahresbericht 2003 Kreisstraßen - Auftragsvergabe des Kreises sichert Arbeitsplätze in Schotten

19.01.2004 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

„Sicherung von Arbeitsplätzen durch

Auftragsvergabe nach Schotten“

Jahresbericht des Sachgebiets Kreisstraßen im

Landratsamt – Fast 750.000 Euro investiert

VOGELSBERGKREIS ( ). Mit insgesamt 1,2 Millionen Euro für die Bauunterhaltung der Kreisstraßen leistet der Vogelsbergkreis, so Landrat Rudolf Marx und Kreisbeigeordneter Heinz Geißel übereinstimmend, einen erheblichen Beitrag zur Stabilität der Arbeitsplätze beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Schotten und den Straßenmeistereien in Lauterbach, Homberg und Grebenhain.

Im Jahresbericht 2003 des Sachgebiets Kreisstraßen – es gehört zum Amt für Finanzen – erläutert Dezernent Heinz Geißel, dass der Vogelsbergkreis für die technische Betreuung der Kreisstraßen einen Vertrag mit einer Laufzeit vom 1.10.2000 bis 31.12.2007 mit dem Land Hessen abgeschlossen hat. Der erste Vertrag nach Änderungen im Straßengesetz mit neuer Zuständigkeit für die Landkreise wurde bereits 1997 vereinbart.

In regelmäßigen Abständen werden die Strecken durch die Straßenmeistereien kontrolliert und die Schäden an Fahrbahnen und Brücken repariert. Schneeräumen und Streuen sind die wichtigsten Aufgaben in der kalten Jahreszeit. Weitere Aufgabe ist die Pflege der Gehölzflächen. Insgesamt erhält die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung für die übernommenen Aufgaben jährlich einen Betrag von 3.727 Euro pro Kilometer Straße. Darüber hinaus hat der Vogelsbergkreis 300.000 Euro für den sogenannten Direktaufwand verausgabt. Hierunter fallen Ausgaben für Material, Straßenmarkierungen und Ausbesserungsarbeiten durch private Anbieter.

Auch mit einem zweiten Vertrag werden Arbeitsplätze in der Region gesichert, so Kreisbeigeordneter Geißel: Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Schotten ist aufgrund eines Beschlusses des Kreisausschusses vom Juni 2003 auch weiter für die Planung und die Bauausführung an Kreisstraßen zuständig. Die Fortschreibung erschien unter Abwägung aller Faktoren am wirtschaftlichsten. Hinzu kommt, dass durch die Entscheidung des Kreisausschusses die Arbeitsplätze im Schottener Amt mittelfristig gesichert werden – die neue Vereinbarung läuft bis 31.12.2007. Bereits ab 1998 gab es einen entsprechenden ersten Vertrag. Reiner Weil, Leiter des Amtes in Schotten freute sich deshalb sehr mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Entscheidung des Kreises. Er betonte, dass dem Amt durch das jährliche Investitionsvolumen des Kreises von etwa einer Million Euro zwei Ingenieurs-Stellen zu Verfügung gestellt werden.

Mit der Entscheidung des Kreisausschusses ist das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Schotten damit für folgende Aufgaben zuständig: Erstellung der Planungsunterlagen für die durchzuführenden Maßnahmen, Durchführung der Planfeststellung, Grunderwerbs- und Enteignungsverfahren, Vergabewesen, Bauüberwachung und Abnahme der durchgeführten Straßenbauprojekte. Die Kostensätze der Straßenbauverwaltung sind nach Projektart und Projektumfang gestaffelt. Im Haushaltsjahr 2003 hat der Vogelsbergkreis dafür rd, 33.000 € aufgewendet.

 

Vogelsbergkreis – Flächenkreis – großes Straßennetz:

Der Vogelsbergkreis verfügt über ein Kreisstraßennetz von etwa. 320 Kilometern. Zusätzlich durchqueren den Vogelsberg 525 Kilometer Landes- und 150 Kilometer Bundesstraßen. Neubau- und Ausbaumaßnahmen werden im Aufgabenbereich "Kreisstraßen" beim Amt für Finanzen bei der Kreisverwaltung betreut. Das Sachgebiet gehört zum Dezernat von Herrn Kreisbeigeordneten Heinz Geißel, der daneben auch noch für den Bereich der Bauaufsicht beim Vogelsbergkreis zuständig ist. Die Rolle der Kreisverwaltung begrenzt sich auf die Verwaltungsarbeit. Die technischen Aufgaben (Planung, Ausschreibung, Auftragsvergabe, Bauüberwachung usw.) werden überwiegend vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Schotten und den Straßenmeistereien Homberg, Grebenhain und Lauterbach wahrgenommen.

743.000 Euro in die Kreisstraßen investiert

Im Jahr 2003 sind im Bereich Kreisstraßen Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 628.000 € fertiggestellt worden. In Salz ist die Salzbachbrücke für 220.000 Euro erneuert worden, in Groß-Eichen die Gilgbachbrücke in einer Größenordnung von 260.000 Euro. In Schotten und Eulersdorf sind Einmüngsbereiche bzw. Ortsdurchfahrten erneuert worden, für 72.000 bzw. 76.000 Euro. Bei Homberg-Maulbach ist die Kreisstraße 56 erneuert worden, und zwar vom Bund, weil dort erhebliche Schäden durch den Ausbau der Bundesautobahn 5 entstanden waren. Die Gesamtkosten betrugen knapp 185.000 Euro. Der Vogelsbergkreis hatte hierbei einen Anteil von 65.000 Euro wegen der erfolgten Wertverbesserung zu tragen. Daneben wurden etwa 115.000 Euro für die Restabwicklung von Altmaßnahmen sowie für Kleinmaßnahmen aufgewendet.

In Planung für 2004:

Für das Jahr 2004 ist der Ausbau der Kreisstraße 125 im Feldataler Ortsteil Groß-Felda geplant. Auch hier übernimmt die Gemeinde die dem Kreis entstehenden Planungskosten. Daneben soll mit der Instandsetzung der Schwarzabrücke im Grebenhainer Ortsteil Nösberts/Weidmoos begonnen werden.

Zuschüsse ja – aber der Kreis muss erheblich vorfinanzieren

Der Vogelsbergkreis erhält für Investitionsmaßnahmen an Kreisstraßen z. Zt. 75% Zuwendung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Leider hat sich schon im Jahr 2002 gezeigt, dass die Mittel nicht mehr, wie bisher üblich, nach dem Baufortschritt ausgezahlt werden. Der Vogelsbergkreis muss daher zunehmend diese Finanzierungslücken vorfinanzieren. Fraglich ist aus heutiger Sicht, ob es für die Maßnahme Schwarzabrücke in Grebenhainer Ortsteil Nösberts/Weidmoos im Jahr 2004 überhaupt eine Fördermöglichkeit gibt. Durch Großmaßnahmen im Ballungsgebiet – teilweise auch Maßnahmen zur Verkehrsinfrastruktur zur Fußballweltmeisterschaft 2006 - werden die GVFG-Mittel weitgehend abgeschöpft.

Die Kreisverwaltung bemüht sich weiter, alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Landrat Rudolf Marx und Kreisbeigeordneter Heinz Geißel betonen in diesem Zusammenhang, dass der Vogelsbergkreis mit seinen Investitionen im Bereich Kreisstraßen ein bedeutender Auftraggeber für die heimische Tiefbauwirtschaft ist und bei Fortbestehen der Förderprogramme von Bund und Land auch bleiben wird.