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Hilfen für alte und behinderte Menschen

18.01.1999 Von: Presstelle Landratsamt Lauterbach

Kreis hilft 350 Bürgerinnen

und Bürgern in Altenheimen

Sozialamt wendet 6,7 Millionen Mark auf -

15 Alten- und Pflegeheime im Kreis

VOGELSBERGKREIS ( ). 15 Heimträger im Vogelsbergkreis bieten stationäre Betreuung für pflegebedürftige Personen an, teilt Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx im Jahresbericht des Sozialamtes mit. Es stehen zur Zeit 1.037 Heimplätze zur Verfügung. Eine Reduzierung der Plätze von 1.094 (1997) auf 1.037 (1998) ist auf die Umwandlung von Mehrbettzimmern in Zwei- bzw. Einbettzimmer durch die Heimträger zurückzuführen. Zehn Alten- und Pflegeheime im Vogelsbergkreis halten 37 Kurzzeitpflegeplätze bereit.

Zum Stichtag 30. Oktober 1998 waren in Einrichtungen der Altenpflege 351 Personen untergebracht, bei denen das Kreissozialamt beim Bezahlen der Heimkosten hilft. Rund 6,7 Millionen Mark hat der Kreis hierfür aufgewandt. Durch die Einführung der Pflegeversicherung hat sich der Aufwand des Kreises für den Bereich Pflege in den vergangenen Jahren mehr als halbiert.

 

 

 

Kreis hilft behinderten

Bürgerinnen und Bürgern

Sozialamt wendet 2,5 Millionen Mark auf

VOGELSBERGKREIS ( ). Über 2,5 Millionen Mark (1,28 Millionen Euro) gibt der Vogelsbergkreis aus, um die Integration behinderter Mitbürgerinnen und Mitbürger zu fördern. Leistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe für Behinderte nehmen einen immer größeren Raum im Leistungsspektrum des Kreissozialamtes ein. Dies betont Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx im Jahresbericht. So werden im Rahmen der Frühförderung Kosten für heilpädagogische Maßnahmen für Kinder im Vorschulalter übernommen. Hier investiert der Kreis inklusive der speziellen Frühförderung für hör- und sehgeschädigte Kinder für insgesamt 118 Kinder 470.000 Mark. Für Schwerstbehindertenbeförderung sowie Hilfen für eine angemessene Schulbildung im Rahmen der Eingliederungshilfe werden 150.000 Mark aufgewandt.

Der Vogelsbergkreis half in 74 Fällen, schwerbehinderten Kindern in einem Kindergarten einen Platz zu sichern und gab hierfür mit Unterstützung des Landeswohlfahrtsverbandes über zwei Millionen Mark aus.

Der „offenen Hilfe“ bei der Behindertenintegration ist Vorrang einzuräumen. Diesem Grundsatz folgend unterstützt der Kreis das „Betreute Wohnen“. Die entsprechenden Wohngemeinschaften sind ein Angebot an bestimmte Behindertengruppen. Auch besteht im Vogelsbergkreis eine Tagesstätte für psychisch Kranke. Hier werden seelisch behinderte Menschen, die nicht krankenhausbehandlungsdürftig sind und für eine berufliche Eingliederung noch nicht wieder geeignet sind, betreut. Die Tagesstätte bietet regelmäßige und verbindliche Angebote zur sozialen Eingliederung. Sie soll eine Betreuung und Förderung anbieten, die den Besuchern eine ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechende soziale Eingliederung und Teilhabe am Alltagsleben ermöglicht. Im Jahr 1998 wurden 24 Personen mit einem Aufwand von 600.000 Mark betreut. Die Kosten trägt der Landeswohlfahrtsverband Hessen.

 

Sozialdezernent Marx macht darauf aufmerksam, dass auch Hilfen zur Entlastung von pflegenden Angehörigen gewährt werden. Für den sogenannten Familienentlastenden Dienst, der vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt wird, hat der Kreis 1998 rund 33.000 Mark beigesteuert.