Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Arbeit statt Sozialhilfe erfolgreich

15.01.1999 Von: Presstelle Landratsamt Lauterbach

Vogelsbergkreis: Hilfe

zur Arbeit erfolgreich

156 Menschen in Beschäftigungsverhältnissen

gefördert - Job-Coaching-Stelle sehr hilfreich

VOGELSBERGKREIS ( ). „Eine gute Möglichkeit einer Hilfe zur Selbsthilfe stellt die Hilfe zur Arbeit dar. Es ist besser, Geld für Arbeit als für Arbeitslosigkeit auszugeben.“ Darauf macht Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx im Jahresbericht des Sozialamtes aufmerksam. 1998 wurden für Einzelmaßnahmen und verschiedene Projekte im Rahmen der „Hilfe zur Arbeit“ (HzA) insgesamt Mittel in Höhe von 2,8 Millionen Mark (1,43 Millionen Euro) von Seiten des Vogelsbergkreises bereitgestellt. Mit diesen Haushaltsmitteln sind insgesamt 156 Sozialhilfeempfänger in Beschäftigungs- bzw. Ausbildungsverhältnissen gefördert worden. Um die Vermittlungen auf dem Ersten Arbeitsmarkt zu intensivieren, hat der Kreis in 1998 eine Jobcoaching-Stelle eingerichtet (wir berichteten).

Das Projekt „Berufliche Integration von Sozialhilfeempfängern I (BISo)“ beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V., das mit europäischen Geldern kofinanziert wurde, endete im Mai 1998. Im Rahmen dieses Projektes wurden zehn arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene entsprechend ihrer Eignung und Neigungen in Klein- und Mittelbetrieben der Regionbeschäftigt. Für das Projekt wendete der Kreis in 1998 Mittel in Höhe von 220.000 Mark auf. In einem weiteren Projekt (BISo II) mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft werden neun alleinerziehende Sozialhilfeempfängerinnen in Klein- und Mittelbetrieben der Region beschäftigt und qualifiziert. Das Bildungswerk stellt über den gesamten Zeitraum die sozialpädagogische Betreuung sicher und fördert stabilisierende Hilfen für die Maßnahmeteilnehmerinnen. Der Kreis stellt für dieses Projekt insgesamt Mittel in Höhe von ca. 350.000 Mark zur Verfügung.

„Produktions- und dienstleistungsorientierte Qualifizierung I“ bei der Beschäftigungsgesellschaft „Neue Arbeit Vogelsberg“ (vormals AliA). So heißt ein weiteres Projekt, in dem vier Teilnehmer/innen im Bereich Recycling-Zentrum, vier im Bereich Garten- und Landschaftsbau und weitere zwei Teilnehmerinnen im Bereich Schul-Kiosk/Cafeteria in der Ohmtal-Schule in Homberg qualifiziert werden. „Chancen auf spätere Beschäftigung und Ausbildung werden deutlich verbessert“, betont Marx. Die voraussichtlichen Ausgaben belaufen sich im Jahre 1998 auf etwa.710.000 Mark. Für das Projekt werden Zuschüsse des Landes Hessen gewährt.

„Produktions- und dienstleistungsorientierte Arbeit und Qualifizierung“ bei der Beschäftigungsgesellschaft „Neue Arbeit Vogelsberg“: In diesem Projekt werden seit Mitte 1998 sieben Teilnehmer in den Bereichen Verwaltung, Recycling, Möbellager und Garten- und Landschaftsbau qualifiziert und beschäftigt. Für das Projekt, das ebefalls über Eurpa-Mittel kofinanziert wird, wandte der Kreis 1998 Mittel in Höhe von etwa 280.000 Mark auf.

 

„Ausbildung statt Sozialhilfe“: Über das 1998 neugeschaffene Landesprogramm soll Jugendlichen mit besonderen Benachteiligungen und Problemen, die auch nicht über Lohnkostenzuschüsse auf dem betrieblichen Ausbildungsstellenmarkt vermittelbar sind, eine Möglichkeit der außerbetrieblichen Ausbildung geboten werden. Seit September 1998 werden sieben junge Frauen im Rahmen dieses Programmes beim „Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung an der Max-Eyth-Schule“ in den Berufen Modeschneiderin und Bürokauffrau ausgebildet. Das Land Hessen fördert mit einem Festbetrag von 15.000 Mark pro Ausbildungsplatz und Jahr. Der Kreis stellt für die Maßnahme Mittel in Höhe von insgesamt 220.000 Mark zur Verfügung.

Die Förderung des Sozialamtes von Arbeitsverhältnissen bei Städten, Gemeinden und anderen gemeinnützigen Trägern wurde auch 1998 weitergeführt. 45 Maßnahmen wurden durchgeführt, 17 Maßnahmen haben 1998 begonnen.

In gemeinsamer Förderung mit dem Arbeitsamt wurden 1998 zehn Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt, der sozialen Dienste oder der Jugendhilfe durchgeführt, wobei fünf Maßnahmen 1998 begannen. Das Arbeitamt fördert dabei mit einem Festbetrag, den das Sozialamt im Rahmen von betreuten Arbeitsverhältnissen bis zu einer Höhe von 90 % des Arbeitgeberbruttolohnes aufstockt.

Vogelsberger Beschäftigungsinitiative im Bereich der privaten Wirtschaft (VOBI): 1998 wurde die Vermittlung von HilfeempfängerInnen auf dem Ersten Arbeitsmarkt durch die Jobcoaching-Stelle verstärkt. Dabei sollen in erster Linie schwervermittelbare Hilfeempfänger/innen über Lohnkostenzuschüsse auf zusätzliche Arbeitsplätze in Klein- und Mittelbetrieben der Region vermittelt werden. Der Kreis fördert die Maßnahme über sechs Monate, wenn das Arbeitsverhältnis für mindestens 12 Monate begründet wird. 1998 wurden 45 HilfeempfängerInnen in solchen Maßnahmen gefördert. 12 dieser Maßnahmen sind derzeit schon beendet. Dabei kam es in 10 Fällen zu einer Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Die voraussichtlichen Ausgaben in 1998 belaufen sich auf ca. 460.000 Mark.

Das Ausbildungsförderprogramm wurde ebenfalls weitergeführt und durch die Jobcoaching-Stelle unterstützt. Bei diesem Programm sollen junge SozialhilfeempfängerInnen in Ausbildungsstellen im Bereich der privaten Wirtschaft vermittelt werden. Das Sozialamt fördert die Maßnahme mit einem Festbetrag von monatlich 500 Mark über die gesamte Zeit der Ausbildung. Zur Zeit befinden sich elf TeilnehmerInnen in geförderten Ausbildungsverhältnissen. Dabei haben acht im vergangenen Jahr begonnen. Die Ausgaben für das Programm belaufen sich in 1998 voraussichtlich auf 30.000 Mark.