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Jahresbericht Kreisbauamt

31.12.1998 Von: Pressestelle

Baukonjunktur im Kreis

1998 weiter gefestigt

Jahresbericht des Bauamtes - 15 Prozent

mehr Bauvoranfragen - Über 1.600 Bauanträge

VOGELSBERGKREIS ( ). Im Jahr 1998 hat sich die Baukonjunktur im Vogelsbergkreis weiter gefestigt. Dies gilt sowohl für den gewerblichen Sektor als auch für den Wohnungsbau. Darauf weist Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx im Jahresbericht des Kreisbauamtes hin. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Bauanträge um mehr als 100 auf 1617 erhöht, wobei sich Wohnungsbau und gewerblicher Sektor in etwa die Waage halten.

Im vergangenen Jahr waren 215 Bauvoranfragen zu prüfen und zu entscheiden. Dies bedeutet gegenüber 1997 eine Steigerung um etwa 15 Prozent. Das Instrument der Bauvoranfrage dient ausschließlich den Interessen der Bauherren. Der auf der Grundlage der Voranfrage ergangene positive Vorbescheid garantiert dem Antragsteller einen Vertrauensschutz und bindet die Bauaufsichtsbehörde mindestens zwei Jahre.

Auf der Grundlage der Bauvoranfrage kann der Bauinteressent klären lassen, ob das Grundstück überhaupt bebaubar ist und wenn ja, wie es bebaut werden kann. Dies sind wichtige Gesichtspunkte, deren rechtzeitige Klärung im Nachhinein viel Zeit, Ärger und Geld spart. Schnelle und unbürokratische Abläufe liegen letztendlich auch im Interesse der Bauaufsichtsbehörde. Aus diesem Grunde empfiehlt sie immer wieder, solche Bauvoranfragen zu stellen, wenn mit dem Bauvorhaben tatsächliche oder rechtliche Unklarheiten verbunden sind. Solche Unklarheiten können sich aus den Bereichen des Bauplanungs-, Bauordnungs-, Naturschutz-, Wasser-, Immissionsschutz-, Denkmalschutz- und des öffentlichen Nachbarschaftsrechts ergeben.

Bei Bauanträgen sei immer wieder festzustellen, so Baudezernent Rudolf Marx, dass Mängel vorhanden seien, Bauvorlagen fehlen oder unklare Darstellungen erfolgen. Zwangsläufig erfordere dies wiederum zeitaufwendigen Schriftverkehr, der letztlich zu Lasten der Bauherren geht.

Die Bauaufsichtsbehörde sehe sich als Dienstleister und sei daher sehr an Bürgernähe interessiert. Sprechstunden seien daher auch außerhalb der üblichen Sprechtage nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Hierzu steht auch der Baudezernent jederzeit zur Verfügung.

Zu weiteren Aufgabenbereichen des Kreisbauamtes gehörten auch 1998 wieder Beteiligungen an Genehmigungsverfahren unterschiedlicher Behörden, Baukontrollen, der Denkmalschutz und Grundstücksteilungen. Hier war 1998 über 285 Anträge zu entscheiden.