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Offizielle Einweihung des neuen Kreisgesundheitsamtes in Lauterbach - Landrat Marx: Jetzt muss auch der zweite Bauabschnitt kommen

10.09.2003 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

In den Gebäuden der ehemaligen Döll-Hallen

ist das neue Gesundheitsamt entstanden

Landrat Marx: Alles im Zeitplan, alles im Kostenrahmen –

„Jetzt muss der zweite Bauabschnitt kommen“

VOGELSBERGKREIS ( ). Nach 13-monatiger Bauzeit ist in den Gebäuden der ehemaligen Firma Döll in der Lauterbacher Gartenstraße 31 das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises neu gebaut worden. „Alles ist optimal im Zeitplan verlaufen, und wir sind 100-prozentig im angesetzten Kostenrahmen geblieben“, unterstrich Landrat Rudolf Marx am Mittwoch Vormittag in einer Pressekonferenz, an der auch die Mitglieder des Kreisausschusses, Kreistagsvorsitzender Ulrich Künz, der Ältestenrat des Kreistages, der planende Architekt Michael Frielinghaus vom Architekturbüro Prof. Bremmer-Lorenz-Frielinghaus, Friedberg und die im Planungsprozess eingebundenen Amtsleitungen teilnahmen.

Der erste Bauabschnitt des Projekts „Umbau und Erweiterung der Kreisverwaltung in Lauterbach“ ist mit 3,7 Millionen € veranschlagt und wird den Kostenrahmen nicht überschreiten, betonte Landrat Marx. Durch die Nutzung der vorhandenen Hallenkonstruktion - das Gebäude wurde in Stahlbeton-Skelettbauweise errichtet - konnte „äußerst kostengünstig aber dennoch hochwertig und nach modernsten Maßstäben energiesparend gebaut worden“, hob Marx hervor und bedankte sich in diesem Zusammenhang für die „hochprofessionelle Arbeit des Planungsbüros und meines Hochbauamts“. Der in Eigenregie erfolgte Umzug der beiden Gesundheitsämter (Lauterbach, Bahnhofstraße, und Alsfeld, Färbergasse) sei sehr gut organisiert gewesen. Landrat Marx dankte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr „verlässliches Zupacken“ für das Gelingen des Projekts.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Gesundheitsamtes – 24 Bedienstete sind hier beschäftigt -, das nun komplett mit all seinen Dienstleistungen (siehe gesonderten Bericht) am Standort Goldhelg 31 seinen Standort hat, sei ein erster wesentlicher Schritt erfolgt „auf dem Weg zu mehr Effizienz und Kostenbewusstsein“, so Marx. Es sei stets gewährleistet, dass ein Arzt verfügbar ist. Die Arbeitsabläufe ließen sich nun besser strukturieren, der Einsatz der überwiegenden Teilzeitmitarbeiterinnen könne effektiver organisiert werden, was sicherstelle, dass das Gesundheitsamt auch stets nachmittags (außer freitags) Untersuchungen anbieten könne.

„Die Koalition aus CDU, FDP und FWG hat den Mut aufgebracht, das sehr lange vorgesehene wirtschaftlich sinnvolle Projekt in die Tat umzusetzen.“ Immerhin sei das Gelände vor 16 Jahren vom Kreis gekauft worden – für genau den Zweck, der jetzt endlich realisiert werde. Dem ersten Bauabschnitt müsse jetzt zwingend der zweite Bauabschnitt folgen, damit die gewünschten ökonomischen Effekte auch wirklich eintreten, betonte Landrat Marx. Dazu zähle auch, die kreiseigenen Objekte in der Bahnhofstraße – sinnvollerweise und marktgerecht „am Stück“ – zu veräußern.

Es sind 43 neue Räume entstanden, einschließlich der Verkehrs- und Warteflächen auf einer Gesamtfläche von 1227 Quadratmetern. 34 Räume sind fürs Gesundheitsamt vorgesehen (905 Quadratmeter). Der neue Baukörper schließt sich direkt an das Gebäude des Jugendamtes (Ecke Gartenstraße/Gabelsberger Straße) an. In einem Teil des jetzt eingeweihten Neubaus – neun Räume – arbeiten bereits die Fachleute des Kreisbauamts, das zuvor in der Färbergasse in Alsfeld untergebracht war. Dort zieht demnächst die Verwaltung der Volkshochschule ein.

Es sei wichtig, die Verwaltung zu konzentrieren, denn den Bürgerinnen und Bürgern sei die Aufsplitterung in die sehr vielen Standorte meistens nicht bekannt. Die Ämter werden in aller Regel am Standort Goldhelg vermutet. Befindet sich das gesuchte Amt nicht im Hauptgebäude, führe das zu zusätzlichen Wegen, einem erhöhten Zeitaufwand und Ärger. Auch für die Verwaltung führten längere Wege zu längeren Bearbeitungszeiten und Erschwernissen im Ablauf, erläuterte der Landrat. „Vor allem aber wirtschaftlich ist eine Zusammenlegung geboten und sinnvoll“, so Rudolf Marx. Denn die Gebäude in der Bahnhofstraße 51, in denen bis vor Kurzem das Gesundheitsamt, und in der Bahnhofstraße 49 die Landesverwaltung untergebracht ist, erwiesen sich als „extrem sanierungs- und unterhaltungsbedürftig“. „Jetzt nicht den zweiten notwendigen Schritt zu tun, wäre Verschwendung von Steuergeldern“, betonte der Vogelsberger Landrat. Der planende Architekt Michael Frielinghaus wörtlich: „Jetzt muss der Körper seinen zweiten Arm erhalten.“

Mit der Errichtung des Um- und Erweiterungsbaus auf dem Gelände der ehemaligen Döll-Hallen bestehe die einmalige Gelegenheit, die Verwaltung des Standortes Lauterbach auf einem arrondierten Areal zu konzentrieren. Mit dem ersten Bauabschnitt sei der erste Schritt zu einer Verbesserung des Bürgerservices, aber auch zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit im Verwaltungshandeln vollzogen. Ziel sei es, möglichst alle Ämter der Kreisverwaltung und der Allgemeinen Landesverwaltung am Standort Goldhelg/Gartenstraße zu konzentrieren. Hierzu wird auch der beabsichtigte Ankauf des Telekom-Gebäudes noch eine Rolle spielen. Dort sollen Verkehrsbehörde und Kreisbildstelle untergebracht werden (jetzt Rimloser Straße).

Im 3,8 Millionen Euro teuren 2. Bauabschnitt – vorgesehen für die Jahre 2004 und 2005 – soll ein Verbindungstrakt zwischen dem 1. Bauabschnitt und dem bestehenden Landratsamt (Goldhelg 20) geschaffen werden. Dabei entsteht auch ein neuer zentraler Eingangsbereich mit Bürger-Service-Zentrum, über das alle Ämter erschlossen werden. Beherbergen wird der 2. BA die Allgemeine Landesverwaltung und das Kreisbauamt. Mit Realisierung der kompletten Konzeption (der 2. Bauabschnitt beinhaltet auch die Schaffung von neuen Pkw-Parkplätzen rund ums Landratsamt) würde sich die Zahl der Standorte (Kreis- und staatliche Verwaltung) von derzeit 8 auf 3 reduzieren. Außer dem Bereich Goldhelg/Gartenstraße gäbe es dann in Lauterbach nur noch das Staatliche Veterinäramt, das sich im ehemaligen Arbeitsamt in der Vogelsbergstraße befindet, und die staatlichen Abteilungen LFN und Katasteramt in der Adolf-Spieß-Straße.

 

 

Zur Vorgeschichte:

 

 

1987: Der Kreis kauft die Döll-Hallen

1990: Architektenwettbewerb mit Kostenschätzungen von bis zu 40 Millionen DM

1996: Bemühungen um eine Mitfinanzierung der EU scheitern

1997: Landrat Lipphardt und Erster Kreisbeigeordneter Marx bringen eine

Machbarkeitsstudie auf den Weg

1998/1999: Im Haushalt werden die ersten 5 Millionen DM eingestellt

1999: Europaweites Vergabeverfahren für die Architektenleistungen -

Büro Prof. Bremmer-Lorenz-Frielinghaus erhält den Zuschlag

1999: Weiterbearbeitung der Entwurfsplanung

2000: Teilweiser Abriss der Döll-Hallen als vorbereitende Arbeiten

2001: Bauantrag wird genehmigt

2002: Juni Baubeginn für 1. Bauabschnitt

2003: August – Das neue Gesundheitsamt nimmt seine Arbeit auf

 

 

Kosten:

1. Bauabschnitt 3,7 Millionen Euro

2. Bauabschnitt 3,8 Millionen Euro

 

 

 

Technische Daten:

 

 

 

 

Erster Bauabschnitt „Umbau und Erweiterung der Kreisverwaltung in Lauterbach“

 

 

Bauzeit: 13 Monate

Baubeginn: Juni 2002

Raumprogramm: 1227 Quadratmeter

Räume: 43

Räume Gesundheitsamt: 34

Fläche Gesundheitsamt: 905 Quadratmeter

Kosten: 3,7 Millionen Euro

Niedrigbauweise: max. Heizenergiebedarf von 5 Kubikmeter Gas pro Quadratmeter/Jahr

 

 

 

 

 

Zweiter Bauabschnitt

Raumprogramm: 1332 Quadratmeter

Räume: 65

Kosten: 3,8 Millionen Euro