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Jahresbericht Kreisstraßen

23.12.1998 Von: Pressestelle

Vogelsbergkreis Auftraggeber

für Straßenbauamt in Schotten

ASV übernimmt Bau- und Planungsaufgaben

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Schotten ist in Bau- und Planungsfragen Auftragnehmer des Vogelsbergkreises. Darauf macht Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx im Jahresbericht der Finanzabteilung aufmerksam.

Nachdem der Vogelsbergkreis im Frühjahr 1997 der „Vereinbarung zur Übertragung von Verwaltungs-. Betriebs- und Unterhaltungsaufgaben an Kreisstraßen auf das Land Hessen“ zugestimmt hatte, wurde im Frühjahr 1998 die Übertragung der Planungs- und Bauaufgaben in den Kreisgremien diskutiert. Notwendig wurde eine Entscheidung aufgrund einer Änderung des Hessischen Straßengesetzes aus dem Jahr 1996.

Im Rahmen des Haushaltsbegleitgesetzes hatte das Land die bisher kostenfreie Betreuung der Kreisstraßen aufgehoben und dahingehend neu geordnet, dass die Landkreise die notwendigen Leistungen selbst ausführen müssen, Private Dritte beauftragen oder durch die hessische Straßenverwaltung, nunmehr aber kostenpflichtig, ausführen lassen können. Der Vogelsbergkreis hat sich nach intensiven Beratungen und nach Prüfungen von Angeboten durch das Land Hessen, verschiedener Privatfirmen, der Ingenieurkammer Hessen sowie des Verbandes beratender Ingenieure für das Landesangebot entschieden. Das Angebot des Landes erschien insgesamt am wirtschaftlichsten.

Hinzu komme dass mit der weiteren Vereinbarung zugunsten der Landesstraßenverwaltung die neu geschaffenen Arbeitsplätze beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Schotten mittelfristig gesichert werden. Bekanntlich hatte das Land die Absicht, das Amt in Schotten aufzulösen. Nachdem der Vogelsbergkreis sich so erfolgreich und nachdrücklich für die Erhaltung des Amtes eingesetzt hatte, wurde die Zuständigkeit des Schottener Amtes noch auf den Landkreis Gießen ausgedehnt. Die vertragliche Bindung wurde bis zum Jahre 2002 geschlossen. Bis dahin will - so Marx - der Kreis die Gelegenheit nutzen, bestimmte Projekte an private Anbieter zu vergeben, um Erfahrungen mit einer privatrechtlichen Aufgabenwahrnehmung sammeln zu können.

Das Amt für Straßen und Verkehrswesen in Schotten übernimmt damit im wesentlichen folgende Aufgaben für den Vogelsbergkreis: Erstellung der Planungsunterlagen für die durchzuführenden Maßnahmen, Durchführung der Planfeststellung, Grunderwerbs- und Enteignungsverfahren, Vergabewesen, Bauüberwachung und Abnahme der durchgeführten Maßnahmen. Die Kostensätze sind nach Projektart und Umfang gestaffelt. Im Berichtsjahr wurden rund 100.000 DM aufgewendet.

 

 

 

 

4,6 Millionen Mark

für die Kreisstraßen

Umfangreiche Baumaßnahmen im

Schlitzerland und in Mücke

VOGELSBERGKREIS ( ). Im Jahr 1998 hat der Vogelsbergkreis für die bauliche Unterhaltung und den Neubau rund 2,3 Mio. DM aufgewendet. Daneben hat der Kreis weitere 2,3 Mio. für die technische Betreuung der Kreisstraßen durch die Straßenmeistereien an das Land gezahlt. Bund und Land haben den Kreis mit speziellen Programmen bei den Neubaumaßnahmen finanziell unterstützt, teilt Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx im Jahresbericht des Amtes für Finanzen mit.

 

Ende 1998 haben Landrat Lipphardt und Erster Kreisbeigeordneter Marx zusammen mit Vertretern der Stadt Schlitz, des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Schotten sowie den beteiligten Baufirmen die Kreisstraße 79 zwischen Schlitz/Ober-Wegfurth und Schlitz/Unter-Schwarz wieder offiziell dem Verkehr übergeben. Neben dem eigentlichen Straßenneubau mit Radweg wurden die Fuldabrücke und die Flutbrücke neu errichtet. Die Maßnahme war notwendig, weil die Stabilität der früheren Stahlkonstruktion nicht mehr gewährleistet war. Darüber hinaus konnte die Hochwassersituation durch größere Durchlässe verbessert werden. Der Vogelsbergkreis hat über drei Millionen Mark für die Gesamtmaßnahme aufgewendet.

1998 wurde mit den Arbeiten für den Ausbau der Kreisstraße 140 in Mücke-Ilsdorf begonnen. Durch die Maßnahme soll neben der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse ein Hochwasserschutz für die Anwohner von Ilsdorf erreicht werden. Neben dem Neubau der Flutbrücke wurden in 1998 auch die Straßenbauarbeiten einschließlich der Hochwasser-schutzmaßnahmen vergeben. 1999 soll mit der Vergabe der Erneuerung der Ilsbachbrücke die Maßnahme weitgehend abgeschlossen werden. Die Gesamtinvestition hat eine Größenordnung von 1,75 Millionen Mark liegen.

Der Kreis hat sich an den kreuzungsbedingten Kosten im Zuge des Neubaus der Landesstraße 3072, Ortsumgehung Mücke-Atzenhain und des Umbaus des Knotens an der B 275 in Grebenhain mit etwa 200.000 Mark beteiligt. Bei den Kreisstraßen 100 bei Grebenhain-Crainfeld und K 111 bei Lauterbach-Frischborn die Bahnübergänge zurück gebaut.

Ungewißheit besteht beim Kreis über den Förderumfang für den kommunalen Straßenbau durch das Land Hessen und den Bund. Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx machte deutlich, daß gerade in den nächsten Jahren ein erheblicher Bedarf für den Ausbau von Kreisstraßen bestehe. Dabei handele es sich überwiegend um die Sanierung und den Neubau von Brückenbauwerken. Beispielhaft nannte der Kreiskämmerer den Neubau der Lüderbrücke auf der Kreisstraße 100 bei Grebenhain-Crainfeld und der Neubau der Gilgbachbrücke auf der K 139 bei Mücke/Groß-Eichen. Landrat Lipphardt und Erster Kreisbeigeordneter Marx fordern deshalb die Beibehaltung der bisherigen Förderqoten. Der Vogelsbergkreis sei ein bedeutender Auftraggeber für die heimische Tiefbauwirtschaft.