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Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
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Landrat Marx berichtet im Kreistag - Themen: Fachklasse MES bleibt erhalten - Dank an die Medien für Unterstützung bei Lehrstellenkampagne

17.07.2003 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Sitzung des Kreistages des Vogelsbergkreises am 16. Juli 2003 in Kirtorf

TOP 1 - Bericht aus der Arbeit des Kreisausschusses

Landrat Rudolf Marx berichtet

Themen:

 

· Erhalt der Fachklasse in Alsfeld ein gutes Signal für den Vogelsbergkreis

· Getreideverbrennung wird geprüft

· Integration, Innovation, Synergien durch Verlagerung und Zusammenführung:

Gesundheitsamt, Kreisbauamt, Bildstelle, VHS

· Dank des Landrats an die Medien für die Unterstützung der Ausbildungsplatz-kampagne

· ASV Schotten weiter für Planung und Bau von Kreisstraßen zuständig

· Drei Vogelsberger Schulen haben neue Namen

 

 

 

Die Landesregierung konnte von guten Argumenten überzeugt werden: Fachklasse Karosseriebau bleibt in Alsfeld – Bereich Damenschneiderin um den Bereich Fulda erweitert

 

Meine Damen und Herren,

starke leistungsfähige Berufsschulzentren sind ein wichtiger Standortfaktor für unseren Kreis, für unsere Wirtschaft. Es ist daher eine außerordentlich gute Nachricht, dass sich die Lan-desregierung den guten Argumenten betroffener Ausbildungsbetriebe, des Kreises und der Stadt Alsfeld nicht verschlossen hat und die beabsichtigte Verlagerung der Fachklasse Ka-rosserie- und Fahrzeugbau nunmehr nicht vollzieht.

 

Der Kreistag hatte am 19. Mai diesen Jahres den Kreisausschuss aufgefordert, beim Kul-tusministerium vorstellig zu werden. Ich hatte mich bereits am 24. April und nochmals am 4. Juni an die Landesregierung gewandt. Die „Neufassung der Verordnung über die Bildung von schulträgerübergreifenden Schulbezirken für Fachklassen an Berufsschulen“ sieht nun nach unserer Intervention vor, dass die Max-Eyth-Schule die zuständige Berufsschule für die Fachstufe (2. bis 4. Ausbildungsjahr) bis zum Auslaufen dieses Ausbildungsberufs (2006) bleibt. Die fahrzeugtechnischen Berufe sollen dann neu geordnet werden. Das Kultusministe-rium hat mir in einem Schreiben bereits signalisiert, dass für die Entscheidung über künftig festzulegende Fachklassenstandorte die regionale Entwicklung der Auszubildenden-Zahlen eine wichtige Rolle spielen wird.

 

Der Kreisausschuss hatte in seiner Eingabe dem Kultusministerium ebenfalls vorgeschlagen, eine Zuordnung der Auszubildenden im Berufsbild Damenschneiderin aus dem Landkreis Fulda ebenfalls an die Max-Eyth-Schule vorzunehmen, um den Berufsschulstandort Alsfeld zu stärken. Dieser Vorschlag wird vom Kultusministerium umgesetzt. Unserem Wunsch, dass auch die Industrieelektroniker ihre Fachstufenausbildung an der Alsfelder Berufsschule absolvieren können, wurde leider nicht entsprochen. Auch im Bereich Elektroberufe steht eine Neuordnung an. Das Kultusministerium will zunächst die Auszubildendenzahlen bewer-ten.

 

 

 

 

Getreideverbrennung: Kreis fragt in Wiesbaden nach Möglichkeiten von Ausnahmeregelungen nach dem BImSchG

 

Mit Kreistagsbeschluss wurde der Kreisausschuss des Vogelsbergkreises aufgefordert, den Betrieb von Pilot–Kleinfeuerungsanlagen für die Verbrennung von minderwertigem Getreide zuzulassen.

 

Dem ist die zuständige Fachabteilung (Bauaufsicht – Abteilung Immissionsschutz) durch eine Anfrage im Juni 2003 beim Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz nachgekommen. Hiernach ist zu klären, welche konkreten Anforderungen an diese Pilot-Kleinfeuerungsanlagen zur Getreideverbrennung zu stellen sind bzw. welche Nachweise zum Immissions- und Betriebsverhalten beispielsweise durch primäre und / oder sekundäre technische Maßnahmen einer Anlage erbracht werden müssen, damit nach Bun-des-Immissionsschutzgesetz eine Ausnahme gemäß § 20 der 1. BImSchV zugelassen wer-den kann.

 

Hierbei wurde auch Bezug auf das Förderprogramm des Bundes genommen, neuartige technische Entwicklungen im Bereich der Kleinfeuerungsanlagen beim Betrieb von festen Bioenergieträgern zu unterstützen, um zur Lösung der technischen Probleme bei der Opti-mierung der Verbrennung, Betriebssicherheit und des Emissionsverhaltens beizutragen.

 

Die Stellungnahme des Ministeriums steht noch aus.

 

Integration, Innovation, Synergien: Gesundheitsamt, Kreisbauamt, Bildstelle, VHS

 

Die kommenden Wochen und Monate sind für die Verwaltung von umfangreichen logisti-schen Arbeiten geprägt. Dabei geht es um Integration, Innovation und die Entfaltung von Synergien:

 

Gesundheitsamt – neuer Standort: Lauterbach, Gartenstraße

In den kommenden beiden Wochen werden die bisherigen beiden Standorte der Kreisge-sundheitsämter in Lauterbach (Bahnhofstraße) und Alsfeld (Färbergasse) am neu errichteten Standort Gartenstraße 31 in Lauterbach zusammengeführt. Der Umzug findet in der Zeit vom 21. Juli bis 1. August statt. Modalitäten zu einem Notdienst für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Zeitraum werden noch bekannt gegeben. Im Herbst ist ein Tag der offenen Tür vorgesehen, der die neuen Räumlichkeiten vorstellen soll.

 

Kreisbauamt:

Der Standort Alsfeld des Kreisbauamtes wird im Laufe des Monats August aufgelöst. Die Arbeitsplätze der dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ebenfalls im neu errichte-ten Erweiterungsbau Gartenstraße Lauterbach untergebracht.

 

Kreisbildstelle wird Medienzentrum

Die beiden Kreisbildstellen Lauterbach und Alsfeld werden zum 1. August 2003 am Standort Lauterbach, Rimloser Straße, zum neuen Medienzentrum zusammengeführt. Der Umzug von Alsfeld nach Lauterbach wird in der kommenden Woche abgeschlossen sein. Übermor-gen unterschreiben die Vertreter des Vogelsbergkreises, des Landkreises Gießen, der Stadt Gießen und der Landesregierung den Kooperationsvertrag zur Gründung des regionalen Medienzentrums MAUS (Medien, Ausbildung, Universität, Schule) mit den Standorten Gie-ßen und Lauterbach. Dieses neue Medienzentrum wird Technologie- und Wissenstransfer für die gesamte Region organisieren und für die Nutzer erhebliche Vorteile bringen.

 

VHS: Seit 1. Juli statt e.V. jetzt Amt 43 der Kreisverwaltung (Amt Volkshochschule)

Seit dem 1. Juli 2003 ist die Volkshochschule ein Amt der Kreisverwaltung. Neuer Amtsleiter ist Herr Hans-Günther Oer. Seine Stellvertreterin ist Frau Monika Schenker. Die Hauptver-waltung dieses Amtes wird ab 1. Oktober 2003 seinen Sitz in Alsfeld in der Färbergasse 1 haben. Der Umzug ist für den September vorgesehen.

 

Dank an die Medien für die Unterstützung der Ausbildungsplatz-Kampagne

Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bei den Ausbildungsplätzen macht uns allen große Sorge. Daher begrüße ich den erfolgreich durchgeführten Tag des Ausbildungsplatzes am 24. Juni. Ich bin hoch erfreut über den Schulterschluss von Arbeitsverwaltung, Handwer-kerschaft, IHK, Vogelsberg Consult, Initiativen der Politik, nicht zuletzt der Landesregierung, in dem Bemühen, alle Ressourcen zu nutzen, um möglichst allen jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. Erhebliche Anstrengungen leisten in diesem Zusammenhang auch unsere beiden Berufsschulzentren in Alsfeld und Lauterbach. Eines ist jedoch klar: Sie kön-nen die Lücke nicht einfach schließen. Die Schulen stehen bereits mit ihren Kapazitäten mit dem Rücken an der Wand.

 

Es ist gut, dass es im Vogelsbergkreis dieses bemerkenswert hohe Maß an Kommunikation und Koordination, an Information, Vernetzung und Unterstützung gibt, das dazu beiträgt, dass die Zahlen bei uns besser aussehen als im hessischen Durchschnitt. Aber das reicht noch nicht.

Ich weiß um die hohe Qualität der Ausbildung in unseren heimischen Unternehmen. Ich weiß aber auch, manchmal wäre noch der eine oder andere Ausbildungsplatz möglich. Ich möchte von dieser Stelle nochmals alle verantwortlichen Unternehmen ermutigen, ihren Interessen dadurch zu dienen, den Fachkräftenachwuchs von morgen im eigenen Haus sicherzustellen. Nicht zuletzt möchte ich allen heimischen Zeitungen von Herzen danken, die sehr ausführ-lich, umfangreich und ermunternd viele offene Ausbildungsstellen publiziert haben, was si-cher zur Chancenverbesserung für viele junge Menschen beiträgt. Vielen Dank dafür!

 

ASV Schotten ist weiter für Planung und Bau von Kreisstraßen zuständig

 

Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Schotten ist auch weiter für die Planung- und die Bauausführung der Vogelsberger Kreisstraßen zuständig. Der Kreisausschuss hat die Fortschreibung des Vertrages mit der Hessischen Straßenbauverwaltung beschlossen. Die Fortschreibung ist wirtschaftlich und sichert in Schotten Arbeitsplätze. Die neue Vereinbarung läuft bis 31. 12. 2007.

Mit der Entscheidung des Kreisausschusses übernimmt das Amt für Straßen- und Verkehrs-wesen in Schotten folgende Aufgaben: Erstellung der Planungsunterlagen für die durchzu-führenden Maßnahmen, Durchführung der Planfeststellung, Grunderwerbs- und Enteig-nungsverfahren, Vergabewesen, Bauüberwachung und Abnahme der durchgeführten Stra-ßenbauprojekte.

 

Drei Vogelsberger Schulen haben neue Namen

Der Kreisausschuss hat in seinen jüngsten Sitzungen drei Schulen im Kreis einen neuen Namen verliehen. Dies geschieht auf Antrag der Schulgremien. Die Kriterien der Namensge-bung sind sehr unterschiedlich: Landschaftsprägung, Persönlichkeiten aus Geschichte, Kul-tur und Wissenschaft stehen Pate, aber auch die Bedeutung von Partnerschaften spielen eine Rolle. So heißt die Schule für Lernhilfe in Lauterbach am Eichberg jetzt „Reinickendorf-Schule“, die Haupt- und Realschule Alsfeld führt den Namen „Geschwister-Scholl-Schule“, die Grundschule Engelrod ist jetzt als „Lautertalschule“ erkennbar.

 

Verstärkte Kontrollen der Badeseen

Aufgrund des schönen Wetters werden von Seiten des Gesundheitsamtes die Badeseen im Vogelsbergkreis vermehrt kontrolliert.