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Kreiskasse geht neue Wege - Auktion im Internet

08.07.2003 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Erst die Pfändung,

dann die Auktion im Internet

Kreiskasse des Vogelsbergkreises geht neue

Wege bei der Vollstreckung offener Forderungen

VOGELSBERGKREIS ( ). Im Jahr 2002 hat die Kreiskasse im Lauterbacher Landratsamt 5.300 Vollstreckungsfälle abgewickelt und dabei rund 900.000 Euro eingezogen. Bei der „Vollstreckung“ geht es um das Eintreiben offener Forderungen des Kreises und der Städte und Gemeinden (außer der Kreisstadt Lauterbach – die hat eine eigene Vollstreckungsbehörde). Um an das ausstehende Geld zu kommen, geht die Kreiskasse seit Kurzem neue Wege: Die gepfändeten Artikel – ob Autos, Computer, Kleidung, Wertsachen und vieles mehr – können im Internet ersteigert werden. Darauf macht Landrat Rudolf Marx aufmerksam.

Die Internet-Adresse lautet:

 

http://www.zoll-auktion.de

 

 

 

Wer sich fürs Vogelsberger Angebot interessiert, sollte schnell nachschauen, ob etwas Interessantes dabei ist – die Auktion der „VB-Artikel“ läuft nur noch bis nächsten Montag, 14. Juli.

Durch die Veröffentlichung im Internet führt der Vogelsbergkreis eine permanente öffentliche Versteigerung durch. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen sich registrieren lassen, unbeschränkt geschäftsfähig sein und die Bedingungen der Versteigerung anerkennen. „Für unsere Versteigerungen haben wir dadurch ein viel breiteres Publikum und geringere Kosten, weil wir beispielsweise keinen eigenen Versteigerungstermin benötigen“, erläutert Reinhold Braun, Leiter der Kreiskasse im Landratsamt.

Über die genannte Internetadresse haben die Nutzerinnen und Nutzer Zugriff auf viele Hundert Artikel aus ganz Deutschland, denn eine große Zahl von Behörden nutzt das Medium für die Verwertung der gepfändeten Gegenstände. Wer bei den Angeboten nachschaut, erkennt durch das Kürzel „VB-KK-LAT“, was die Vogelsberger Kreiskasse unter den Hammer bringt.

Um ausstehende Forderungen einzutreiben, reicht oft die sogenannte „Pfändungsvorankündigung“, so Reinhold Braun. Erst wenn das nicht reicht, nehmen Vollziehungsbeamte ihre Tätigkeit auf, zunächst um Geld einzuziehen oder um die Sachpfändung zu veranlassen. So werden häufig Pkw gepfändet und mit der sogenannten „Parkkralle“ am Wegfahren gehindert (siehe Foto). Aber auch sonstige pfändbare Gegenstände werden gesichert, wie dies in den Vorschriften der Zivilprozessordnung geregelt ist.