Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Mädchen lernten, mutiger zu sein. Selbstbehauptungsseminar an der MPS Angersbach

03.07.2003 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Mädchen konnten lernen, sich

selbst besser zu behaupten

Gleichstellungsbeauftragte Emmermann zu

Besuch in der Mittelpunktschule Angersbach

VOGELSBERGKREIS ( ). Bedrohung, Hänseln, Belästigung, Mobbing, tätliche Angriffe, Missbrauch – immer wieder werden gerade Mädchen zu Opfern von Übergriffen. „Was kann ich mir gefallen lassen? Wie kann ich lernen, selbstbewusster aufzutreten und mich besser zu behaupten?“ Dies waren wichtige Fragen, die 16 Schülerinnen der Förderstufe und der Hauptschule in Angersbach veranlasst hatten, kürzlich im Rahmen einer Projektwoche an einem Seminar zur Selbstverteidigung und Selbstbehauptung teilzunehmen.

Das Angebot wurde von der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises, Sylke Emmermann, finanziell gefördert. Sie informierte sich kürzlich bei den Schülerinnen, bei der verantwortlichen Lehrerin Sylvia Trott und bei Diplom-Pädagogin Judith Volk, die das Seminar geleitet hatte.

Die Bilanz ist positiv: Die Mädchen haben viel gelernt – und auch viel Spaß dabei. Sie wissen nun, wie wichtig es ist, sich deutlich mit starker Stimme zu äußern, Blickkontakt zu halten, die Bedeutung der Körpersprache zu kennen, Grenzen zu setzen, mutiger zu sein. Auch die Abwehr körperlicher Angriffe wurde geübt. Ziel war es zu vermitteln – so Judith Volk, den Mädchen aus den Jahrgangsstufen 6 bis 9 ein besseres Gespür für nicht hinnehmbare Situationen zu geben, sich selbst und die eigenen Kräfte, die eigene Stärke zu entdecken. Dabei stehe die Abwehr von Mobbing und das Einüben der Bewahrung der sexuellen Autonomie im Vordergrund: „Nein heißt Nein!“.

Für Sylke Emmermann ist es bedeutsam, dass die Mädchen nun ein deutlich höheres Sicherheitsgefühl haben, was dazu beitragen könne, dass bestimmte Situationen der Unterlegenheit gar nicht erst entstehen. Sie dankte Sylvia Trott für die Bereitschaft, ein solches Angebot als Projekt anzubieten, die sich ihrerseits für die Unterstützung durch die Gleichstellungsbeauftragte bedankte.