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Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
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Große Laster raus aus kleinen Dörfern

11.03.2020

Für ein Jahr soll das Lkw-Fahrverbot auf der Bundesstraße B 254 aufgehoben werden, fordern Landrat Manfred Görig und die beiden Bürgermeister Timo Georg und Lars Wicke (von links). Foto: Sabine Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis

Landrat Görig fordert: Lkw-Fahrverbot auf B 254 Alsfeld-Fulda aufheben

Liebe Leserin, lieber Leser!

Seit Jahren kämpfen wir an der Seite der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Schwalmtal und Grebenau und deren Bürgermeister gegen das Lkw-Fahrverbot auf der B 254. Denn dieses hat zur Folge, dass sich riesige Lastwagen mit Anhänger ihren Weg durch die engen Kreuzungsbereiche sowie die schmalen, kurvenreichen Ortsdurchfahrten von Rainrod oder Schwarz/Udenhausen bahnen. Immer wieder kommt es dabei zu brenzligen Situationen. Der Vogelsbergkreis unternimmt nun einen letzten Versuch, um den Schwerlastverkehr umzulenken. Im Rahmen eines Treffens mit den beiden Bürgermeistern Timo Georg (Schwalmtal) und Lars Wicke (Grebenau), der Rainröder Ortsvorsteherin Tanja Georg, Ulrich Hansel, dem Regionalen Bevollmächtigten von Hessen Mobil, der Polizei und der Verkehrsbehörde des Vogelsbergkreises sind wir zu dem Schluss gekommen, dem hessischen Verkehrsministerium einen Verkehrsversuch vorzuschlagen: Für ein Jahr soll das Streckenverbot für den Mautausweichverkehr auf der B 254 zwischen Alsfeld und Fulda aufgehoben werden. Unsere Verkehrsbehörde könnte Zählungen durchführen und nach Auswertung der Daten muss das Ministerium dann endgültig entscheiden, ob Lastwagen die B 254 weiterhin befahren dürfen. Dies haben wir in einem Schreiben an Jens Deutschendorfer, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, gefordert. Auf dieses Schreiben haben wir allerdings noch keine Antwort erhalten.

Für mich ist ganz klar: Nach Ausweitung der Maut auf Bundesstraßen zum 1. Juli 2018 ist ein Streckenverbot auf der B 254 - ursprünglich gedacht, um den Mautausweichverkehr einzuschränken – nicht mehr nötig. Schließlich gibt es für die Lkw-Fahrer keinen Grund mehr, die Autobahn zu verlassen, da auch auf der Bundesstraße Maut erhoben wird.

Die Landesregierung hielt bis zuletzt am Verbot fest und sagt, dass sich dadurch in den vergangenen Jahren ein Lärmschutzniveau gefestigt habe, das sich durch eine Aufhebung verschlechtern würde. Natürlich unterstütze ich als Landrat die Aussage der Landesregierung, dass Verkehr leiser werden muss, in zahlreichen Ortsdurchfahrten habe ich daher schon Tempo 30 für Lkw in der Nachtzeit angeordnet. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass die Sperrung der B 254 erhebliche Auswirkungen auf untergeordnete Landes- und Kreisstraßen und die jeweils betroffenen Kommunen hat.


Ihr

Manfred Görig

Landrat