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Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
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Telemedizin unterstützt Rettungswesen im Vogelsbergkreis

16.01.2020

Im Beisein von Rainer Ruppert, Betriebsleiter des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen, probiert Landrat Manfred Görig das telemedizinische Gerät gleich einmal aus. (Foto: Sabine Galle-Schäfer)

Liebe Leserinnen und Leser,

der Vogelsberg ist in der rettungsdienstlichen Versorgung seiner Bevölkerung schon jetzt ganz weit vorn. Ich freue mich, dass wir mit der sogenannten „Telemedizin“ das Rettungswesen bei uns im Kreis noch weiter optimieren können. Der große Vorteil hierbei: Es ist nicht zwingend erforderlich, dass ein Notarzt beim Patienten vor Ort ist – ausgestattet mit Handy und Laptop kann er auch aus der Ferne so agieren, als stünde er direkt neben dem Patienten im Rettungswagen. Dies wird durch die Weiterentwicklung des bisherigen EKG-Gerätes ermöglicht, das Überwachungsfunktionen, wie beispielsweise Herz- und Atemfrequenz, dem zuständigen Notarzt in Echtzeit übermittelt. Die neue Technik unterstützt also unser Rettungsdienstpersonal und auch unsere Notärzte in ihrer täglichen verantwortungsvollen Tätigkeit und bietet damit den Patienten ein höheres Maß an Sicherheit.

Durch eine Kooperationsvereinbarung mit unseren Nachbarkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen haben wir das Projekt  „Telemedizin im Rettungsdienst Mittelhessen“ gestartet. Dieses Projekt wird vom hessischen Sozialministerium finanziert und ist auf drei Jahre angelegt. Damit gehen wir einmal mehr neue Wege und wenn das Projekt erfolgreich verläuft, könnte es auf ganz Hessen ausgedehnt werden. Denn, anders als bei einem anderen Projekt, das aktuell in zwei Landkreisen in Hessen getestet wird, muss der Notarzt bei uns nicht rund um die Uhr in der Leitstelle sein, sondern wird nur im Bedarfsfall angefragt. Ein wichtiger Punkt ist, dass nicht unbedingt notwendige Notarzteinsätze reduziert werden sollen, damit die Notärzte für die tatsächlichen Notfälle zur Verfügung stehen.

Bislang wurden zwei Rettungswagen im Vogelsbergkreis mit telemedizinischen Überwachungsgeräten ausgestattet. Weitere werden folgen. Ich sehe für das Gemeinschaftsprojekt Mittelhessen gute Chancen, nach Ablauf der Testphase auf ganz Hessen übertragen zu werden, da es auch finanziell attraktiv ist.

Wir haben in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um den Rettungsdienst zu verbessern und in diesem Bemühen werden wir auch künftig nicht nachlassen. Mithilfe der „Telemedizin“ können wir das hervorragende Rettungswesen bei uns im Vogelsbergkreis nun sinnvoll ergänzen.