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Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
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Ausbildungsberufe in der Region halten

14.11.2018 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir als Region attraktiv für junge Menschen bleiben wollen, dann fängt das damit an, dass wir die Ausbildungsmöglichkeiten erhalten müssen. Eine weitere Verlagerung von Berufsfachklassen in die Ballungsräume gefährdet die Existenz unserer beiden Berufsschulen in Alsfeld und Lauterbach. In den letzten zehn Jahren wurden schon neun Ausbildungsberufe an Schulen außerhalb des Kreises abgegeben, neue kamen nicht hinzu.

Das liegt unter anderem daran, dass eine Mindestschülerzahl von 15 je Fachklasse festgesetzt wurde. Das bedeutet: Auszubildende zum Anlagenmechaniker, Maler, Lackierer, Bäcker und Bäckereifachverkäufer müssen inzwischen Berufsschulen in Fulda besuchen. Wir haben das letztlich mitgetragen, auch wenn es für Ausbildungsbetriebe und Azubis mit Nachteilen verbunden ist. Mir ist bewusst, dass durch die demografische Entwicklung das bisherige Angebot der Berufsschulen nicht gehalten werden kann. Dann war dies das geringere Übel gegenüber einer Verlagerung der Angebote in noch weiter entfernte Ballungsgebiete.

Ich habe mich für eine dauerhafte Stärkung der Ausbildung und unserer Berufsschulen bei Kultusminister Lorz stark gemacht und um Unterstützung in der Sache gebeten: Ein Ansatzpunkt wäre der Erhalt von Ausbildungsangeboten schon ab einer Klassengröße von acht Schülern statt 15 – das würde die regionalen Bedürfnisse berücksichtigen und die wohnortnahe Beschulung erhalten.

Auch die Einrichtung von Bezirksfachklassen sowie der Ausbau von Bezirksfachklassen zu Landesfachklassen gilt es zu forcieren, um unsere Berufsschulen durch solche Schwerpunktbereiche mittel- und langfristig abzusichern. Dies alles würde dabei helfen, die Ausbildung im ländlichen Raum attraktiv zu machen – für Lernende ebenso wie für ausbildungswillige Betriebe.

Mit herzlichem Gruß

Ihr Manfred Görig
Landrat