Kontakt
Hilfe in Einrichtungen
Herr Knöß
Goldhelg 20
36341 Lauterbach
Telefax: +49 6641 977-5005

Grundsätzliches zur Sozialhilfe

Was bedeutet Sozialhilfe?
Die Sozialhilfe soll im Einzelfall helfen, ein menschenwürdiges Leben führen zu können (§ 1 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch – SGB XII).
Bevor aber der Staat hilft, müssen alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sein.


Was heißt Nachrang der Sozialhilfe?
Sozialhilfe erhält nicht, wer sich selbst helfen kann oder die nötige Hilfe von anderen, besonders von Angehörigen erhalten kann. Sozialhilfe erhält auch der nicht, der andere Sozialleistungen in Anspruch nehmen kann (z.B. Pflegekasse, Krankenkasse, Deutsche Rentenversicherung, usw.). Sozialhilfe gibt es auch dann nicht, wenn Andere vertraglich verpflichtet sind, zu helfen oder Unterhalt zahlen müssen.

Deshalb gibt es Sozialhilfe nur, wenn

  • das eigene Einkommen nicht ausreicht
  • kein ausreichendes Vermögen vorhanden ist
  • kein Unterhalt eingeht oder andere Gelder fließen

Alleinstehende müssen grundsätzlich ihr gesamtes Vermögen einsetzen, wenn sie in ein Alten- oder Pflegeheim gehen. Über die Sozialhilfe kann ein Taschengeld gezahlt werden.

Ehegatten bleiben auch dann eine „Bedarfsgemeinschaft“, wenn ein Partner dauernd in einem Alten- oder Pflegeheim betreut werden muss (§ 19 Abs. 3 SGB XII). Das heißt, das Einkommen und das Vermögen beider Partner wird zugrunde gelegt, wenn berechnet wird, wie viel man zu den Heimkosten beitragen muss.

Selbstverständlich bleibt dem zu Hause lebenden Partner so viel, dass er selbst nicht hilfsbedürftig wird.

Von Dritten, die Unterhalt zahlen müssen oder per Vertrag eine Verpflichtung eingegangen sind, wird nur maximal das gefordert, was das Sozialamt tatsächlich gezahlt hat.

Wann beginnt die Hilfe?
Sozialhilfe wird gezahlt, wenn dem Sozialamt bekannt wird, dass eine Notlage besteht und Hilfe gebraucht wird (§ 18 SGB XII). Deshalb muss rechtzeitig vor einer Heimaufnahme der Hilfebedarf mitgeteilt werden.

Sozialhilfe gibt es nicht rückwirkend. Wenn Heimkosten schon selbst gezahlt worden sind, können sie nicht erstattet werden.

Wer ist für die Sozialhilfe zuständig?
Das Sozialamt des Vogelsbergkreises ist für alle Menschen über 65 Jahren zuständig, die unmittelbar vor der Heimaufnahme im Vogelsbergkreis gelebt haben (auch wenn das  Heim außerhalb des Vogelsbergkreises liegt).

Wer unter 65 Jahren alt ist und in einem Altenheim lebt, bekommt Sozialhilfe vom Landeswohlfahrtsverband (LWV).

Sozialhilfe kann es vom Vogelsbergkreis auch für ambulante Hilfen geben (z.B. häusliches Pflegegeld), wenn die Pflegekasse nicht zahlt.

Bei Fragen rund um die Pflege und Versorgung informiert Sie der Pflegestützpunkt Vogelsbergkreis .

Der Pflegestützpunkt ist wie folgt erreichbar:

 

 

Adresse:              
Pflegestützpunkt Vogelsbergkreis
Goldhelg 20
36341 Lauterbach

Öffnungszeiten:  
Montag und Dienstag               9 -12 Uhr
Donnerstag                           14–17 Uhr

Telefon: 06641 977 2091, -2092
Fax:       06641 977 2093, -2094
E-Mail:   pflegestuetzpunkt(at)vogelsbergkreis.de


Wie wird ein Antrag gestellt?
Zunächst reicht es aus, wenn dem Sozialamt telefonisch oder schriftlich mitgeteilt wird, dass Hilfe benötigt wird.

Auf jeden Fall muss aber noch ein schriftlicher Antrag gestellt werden. Das entsprechende Formular muss ausgefüllt und unterschrieben werden. Es kann beim Vogelsbergkreis telefonisch oder schriftlich angefordert werden.

Wo ist das Antragsformular erhältlich?

Adresse:               
Vogelsbergkreis
Amt für Soziale Sicherung
Goldhelg 20
36341 Lauterbach

Öffnungszeiten:
nach telefonischer Terminvereinbarung

Telefon: 06641 977   203, -204, -231, -3404
Fax:       06641 977  5005
E-Mail:   heimpflege(at)vogelsbergkreis.de


Was wird für den Antrag gebraucht?
Damit der Antrag bearbeitet werden kann, müssen einige Papiere beigefügt werden (Kopien reichen aus):

  • Rentenbescheide aller Renten, inkl. Betriebs- und sonstiger Zusatzrenten
  • Bescheid über Grundsicherungsleistungen
  • Alle Girokontoauszüge der letzten sechs Monate
  • Kopien aller Sparkonten (und sonstiger Geldanlagen) der letzten zehn Jahre (auch bereits aufgelöste)
  • Unterlagen über bestehende Lebens- und Sterbeversicherungen
  • Notarielle Verträge, sofern Grundstücke übergeben bzw. veräußert worden sind
  • Schwerbehindertenausweis (falls vorhanden)
  • Betreuerausweis oder privatrechtliche Betreuungsvollmacht (falls vorhanden)

Achtung:
Anspruch auf Leistungen der stationären Pflege (z.B. in Alten- und Pflegeheimen) besteht nur für Pflegebedürftige für die mindestens Pflegegrad 2 festgestellt wurde!Wenn Pflegebedürftigkeit festgestellt worden ist, wird der letzte Bescheid der Pflegekasse benötigt.

nach oben

 

 

Einsatz von Einkommen

Was bedeutet Einkommen?
Sozialhilfe kann erst dann gewährt werden, wenn

  • das gesamte Einkommen in Geld oder „Geldeswert“ nicht ausreicht und das eigene Vermögen aufgebraucht ist
  • und wenn trotz Unterhalt, vertraglicher Leistungen oder Rückforderung von Schenkungen immer noch ein Hilfebedarf besteht.

Einkommen in der Sozialhilfe ist nicht mit dem steuerrechtlichen Einkommen identisch (§ 82 SGB XII).


Ausnahmen
Zum Einkommen gehören nicht:

  • Leistungen nach dem SGB XII – Sozialhilfe
  • Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG)
  • Leistungen der Kindererziehung an Mütter der Geburtsjahrgänge vor 1921
  • Leistungen nach dem Bundesentschädigungsgesetz  (BEG) bis zur Höhe der vergleichbaren Grundrente nach dem BVG.

 

Welche Ausgaben können vom Einkommen abgezogen werden?

Vom Einkommen können z.B. abgezogen werden:

  • Steuern, die auf das Einkommen gezahlt worden sind
  • Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung einschließlich Arbeitslosenversicherung
  • Ausgaben, die anfallen, um Einkommen zu erzielen (z.B. Fahrtkosten zur Arbeitsstätte)


Was ist das „bereinigte“ Einkommen“?
Bei der Prüfung, ob ein Anspruch auf Sozialhilfe besteht, wird das so genannte „bereinigte Einkommen“ zugrunde gelegt. Das heißt, es werden vom Einkommen bestimmte Beträge abgezogen (z.B. Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung), bevor der Anspruch berechnet wird.

Alleinstehende Hilfeempfänger, die keine Unterhaltsverpflichtungen haben, müssen grundsätzlich ihr gesamtes Einkommen im Sinne des SGB XII zur Deckung der Heimkosten einsetzen.

Bei Ehepaaren und denen gleichgestellten Lebenspartnerschaften wird aus dem gemeinsamen Einkommen ein Kostenbeitrag errechnet.

nach oben

 

 

Einsatz von Vermögen (die Sozialhilfe wird als Darlehen gewährt)

Was ist, wenn Vermögen vorhanden ist?
Bei der Sozialhilfe wird das gesamte Vermögen des Hilfeempfängers und seines Ehegatten zugrunde gelegt (§ 90 Abs. 1 SGB XII). Dazu zählen insbesondere Kontoguthaben und alle Sparanlagen, Bausparverträge, Kapitalversicherungen (z. B. Lebensversicherungem), Wertpapiere, Immo-bilien und sonstige Sachwerte.

Folgende Vermögenswerte sind Schonvermögen und müssen nicht eingesetzt werden:

  • ein angemessenes Hausgrundstück, das von dem Hilfeempfänger, dem Ehegatten und deren minderjährigen Kindern selbst bewohnt wird (wird das zunächst geschützte Vermögen vererbt, kann es unter Umständen von den Erben als Ersatz für die Kosten heran gezogen werden, die dem Sozialamt entstanden sind).
  • kleinere Barbeträge oder sonstige Geldwerte bei einem alleinstehenden Empfänger bis zu 5.000,00 €. Bei Verheirateten erhöht sich der geschützte Betrag um weitere 5.000,00 €. Außerdem gibt es einen Zuschlag in Höhe von 500,00 € für jede Person, die der Hilfeempfänger und sein Ehegatte überwiegend unterhalten.


Wann wird Sozialhilfe als Darlehen gewährt?
Wenn Vermögen vorhanden ist, das aber nicht sofort verwertet werden kann, oder eine Verwertung wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre, kann die Hilfe auch als Darlehen gewährt werden (§ 91 SGB XII).
Bei Haus- und Grundvermögen wird das Darlehen über eine Grundschuld abgesichert.

Wenn das Vermögen zum Beispiel aus einer Kapitallebensversicherung besteht, wäre eine sofortige Verwertung zwar möglich, aber vielleicht nicht wirtschaftlich. In diesem Fall kann die Hilfe ebenfalls als Darlehen gewährt werden. Abgesichert wird es, indem die Versicherung an das Sozialamt abgetreten wird.

Bei Verheirateten werden die Vermögenswerte beider Ehepartner berücksichtigt, weil beide gegenseitig unterhaltspflichtig sind. Das Sozialamt spricht von einer „Bedarfsgemeinschaft“.

nach oben 

 

 

Beispiel für die Berechnung ungedeckter Heimkosten

Frau M., geboren am 05.05.1935, ist verwitwet. Neben einer eigenen Altersrente von 292,- € erhält sie noch eine Witwenrente von 629,- €.

Bei Frau M. wurde vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ein Grundpflegebedarf nach Pflegegrad 3 festgestellt. Sie wird in einem Pflegeheim betreut. Die Kosten hierfür belaufen sich auf durchschnittlich 2.700,00 € pro Monat. Ihr Sparvermögen muss Frau M. bis auf den Freibetrag von 5.000,00 € aufbrauchen, bevor Sozialhilfe einsetzt. Ihr gesamtes Renteneinkommen hat Frau M. zur Deckung der Unterbringungs- und Betreuungskosten in vollem Umfang einzusetzen; ebenso die Leistungen der Pflegekasse.

 

Heimkosten monatl.:2.700,- €
abzüglich Leistung der Pflegekasse (Pflegegrad 3):        1.262,- €
verbleibende Heimkosten monatl.:     1.438,- €
monatliches Einkommen von Frau M.:     921,- €
ungedeckte Heimkosten monatl.:       517,- €
zz. Barbetrag z. Zt. monatl. (Taschengeld):     110,43 €
Ergebnis:             627,43 €

Frau M. werden demnach im Rahmen ihrer stationären Pflegeheimbetreuung Sozialhilfeleistungen von monatlich 627,43 € gewährt.

nach oben

 

 

Ansprüche aus Übergabeverträgen

Allgemeines
Wenn ein Hilfeempfänger Ansprüche gegen eine andere Person hat, kann das Sozialamt diese Ansprüche auf sich überleiten. Das heißt, dass die andere Person nicht mehr an den Hilfeempfänger, sondern an das Sozialamt zahlen muss (§ 93 Abs. 1 SGB XII).

Was geschieht bei einem Übergabevertrag?
Oft werden noch zu Lebzeiten Regelungen getroffen, die das mögliche Erbe betreffen. Dann werden Grundstücke oder andere Vermögenswerte übertragen. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch handelt es sich hier um eine Schenkung.

Wenn ein Grundstück übergeben wird, werden häufig in einem notariellen Übergabevertrag genaue Regelungen getroffen. Beispiele dafür sind Wohnrechte oder Anspruch auf Versorgung. Wenn in diesen Fällen Hilfe beantragt wird, prüft das Sozialamt, ob

  • vertragliche Ansprüche bestehen (Artikel 7 ff. des Ausführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch - AG-BGB)
  • Schenkungen zurück gefordert werden können (§§ 516, 528 ff. BGB)


Wie wirkt sich die Übergabe eines Eigenheimes aus?
In der Praxis kommt es häufig vor, dass ein Eigenheim an die Kinder übergeben wird. Der Wert der Leistungen, die dem Übergeber vertraglich zustehen, werden bei Hilfsbedürftigkeit dann eingefordert,

  • wenn eine Erbschaft vorweggenommen wird und
  • wenn für den Übergeber im Gegenzug Grundbedürfnisse des Alters vertraglich abgesichert wurden.

Bei einer Heimunterbringung fordert das Sozialamt vom Übernehmer den Wert der ersparten Aufwendungen. Erst in einem weiteren Schritt werden Schenkungen rückgängig gemacht oder Unterhalt gefordert.

nach oben

 

 

Ansprüche aus Schenkungen (Bedürftigkeit nach Schenkung)

Wann muss eine Schenkung zurückgegeben werden?
Wenn Vermögen (z.B. Geld oder Haus- und Grundbesitz) verschenkt worden ist, kann es vom Sozialamt zurück gefordert werden, wenn der Schenker hilfsbedürftig geworden ist, weil er z.B. in einem Heim aufgenommen wurde (§ 528 Abs. 1 BGB).

Welche Fristen gibt es?
Sobald zwischen der Schenkung und dem Eintritt der Hilfsbedürftigkeit mehr als 10 Jahre liegen, kann das Geschenk nicht mehr zurück gefordert werden.

Wie wird die Rückforderung abgewickelt?
Um genau zu prüfen, ob ein Geschenk zurück gefordert werden kann, hört das Sozialamt den Beschenkten immer an. Erst wenn keine Gründe dagegen sprechen, fordert das Sozialamt den Beschenkten auf, die entsprechenden Beträge heraus zu geben. Gibt es mehrere Beschenkte, muss derjenige zuerst zahlen, der zuletzt beschenkt worden ist (§ 528 Abs.2 BGB).
Eventuell wird in einem weiteren Schritt Unterhalt gefordert.

nach oben

 

 

Unterhaltspflicht von Kindern, Eltern und Ehegatten

Was muss man grundsätzlich wissen?
Zahlt das Sozialamt an einen Hilfeempfänger, der Unterhalt beanspruchen kann, steht dieser Unterhalt dem Sozialamt zu (§ 94 Abs. 1 Satz 1 SGB XII). Das gilt allerdings nur für Unterhalt von Eltern bzw. Kindern (Verwandte 1. Grades) und von geschiedenen bzw. getrennt lebenden Ehegatten.

Die Ehegatten der unterhaltspflichtigen Kinder des Hilfeempfängers müssen zwar nicht direkt Unterhalt zahlen, ihr Einkommen wird aber bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt.

Damit der jeweilige Unterhalt berechnet werden kann, müssen die Beteiligten Angaben zu ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen machen. Auch Arbeitgeber und die Finanzbehörden unterliegen einer Auskunftspflicht (§ 117 Abs. 1, 4 SGB XII und § 21 Abs. 4 SGB X).


Wann muss Unterhalt gezahlt werden?
Das Sozialamt fordert dann Unterhalt, wenn es alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, Zahlungen für eine Heimbetreuung erstattet zu bekommen. Wie oben beschrieben, gehört dazu das Einkommen und das Vermögen des Hilfeempfängers, das Einfordern von vertraglichen Verpflichtungen und die Rückgabe von Schenkungen.

Unterhalt bei Ehegatten, die nicht getrennt leben
Für die Berechnung, ob und in welcher Höhe ein Beitrag zu den Heimkosten geleistet werden muss, wird das Einkommen und Vermögen beider Ehegatten zugrunde gelegt. Dabei wird darauf geachtet, dass dem weiterhin zu Hause lebenden Ehegatten genug vom laufenden, gemeinsamen Einkommen für eine angemessene Lebensführung verbleibt.

Vom gemeinsamen Vermögen bleibt zur Zeit ein Freibetrag in Höhe von 10.000,00 € unangetastet.

Diese Regelungen gelten nicht nur für Ehepaare, sondern auch für gleichgestellte Lebenspartnerschaften.

Unterhalt bei Kindern
Ob Kinder Unterhalt leisten müssen, richtet sich nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Sind Kinder alleinstehend, müssen ihnen vom laufenden Einkommen derzeit 1.800 € verbleiben, bei Verheirateten sind es 3.240 €. Werden eigene Kinder unterhalten, verbleiben zusätzlich die Bedarfssätze nach der Düsseldorfer Tabelle.

nach oben

 

 

Heranziehung zum Unterhalt aus Vermögen

Wie hoch ist der Freibetrag?
Wenn derjenige, der Unterhalt zahlen soll, Vermögen besitzt, wird errechnet, wie viel davon nicht angetastet wird. Dieser Freibetrag setzt sich zusammen aus einem Notgroschen für unvorhergesehene Ereignisse und einem angemessenen Betrag zur eigenen Alterssicherung. Wenn das bereinigte Einkommen einen bestimmten Wert unterschreitet (Selbstbehalt), wird der Freibetrag weiter erhöht, damit der bisherige Lebensbedarf gesichert bleibt.


Wie wird der Notgroschen berechnet?
Als Notgroschen für Unvorhergesehenes wird das 3-fache des monatlichen Bruttogehaltes berücksichtigt, mindestens aber 10.000 €.

Was gilt als Alterssicherung?
Jeder Unterhaltspflichtige ist frei in seiner Entscheidung, was er neben der gesetzlichen Rentenversicherung für seine Altersicherung tun will. Dabei kann grundsätzlich jede Form von Vermögen (Bargeld, Sparvermögen, Immobilien, Versicherungen, Wertpapiere, Beteiligungen etc.) der Alterssicherung dienen.

Insgesamt können alle Maßnahmen zur zusätzlichen Altersvorsorge bis zur Höhe von 5% des Bruttoeinkommens anerkannt werden, sofern diese nachgewiesen und tatsächlich erbracht werden.

Das selbst bewohnte Eigenheim (ein angemessenes Haus oder eine Eigentumswohnung) sind stets geschützt und müssen nicht eingesetzt werden.

nach oben

 

 

Ergänzende Informationen

Wie hilft die Pflegeversicherung bei der Betreuung im Pflegeheim?

Alle Versicherten, die pflegebedürftig sind, haben Anspruch auf Hilfe durch die Pflegekasse. Pflegebedürftig sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit und Fähigkeiten aufweisen und deshalb Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Belastungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können.

Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, d.h. für voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen.Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) stellt den Umfang der Pflegebedürftigkeit fest. Die Höhe der Leistungen richtet sich nach der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Pflegegrad. Für den Heimaufenthalt werden ab 01.01.2017 folgende monatlichen Beträge gezahlt:

Pflegegrad 1:                                                      125,00 €
Pflegegrad 2:                                                      770,00 €
Pflegegrad 3:                                                   1.262,00 €
Pflegegrad 4:                                                   1.775,00 €
Pflegegrad 5:                                                   2.005,00 €

Was zahlt die Pflegeversicherung bei einem vorübergehenden Heimaufenthalt (Verhinderungspflege)?
Wenn eine Pflegeperson verhindert ist, weil sie zum Beispiel Urlaub macht oder krank ist, zahlt die Pflegekasse den notwendigen Ersatz. Wird ein Pflegebedürftiger, der mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist, vorübergehend in einem Heim gepflegt, zahlt die Pflegekasse bis zu sechs Wochen im Jahr maximal 1.612,00 €. Außerdem kann bis zu 50 % des Leistungs-betrags für Kurzzeitpflege (das sind bis zu 806,00 €) zusätzlich für Verhinderungspflege ausgegeben werden.Wenn die Pflegeperson zum ersten Mal verhindert ist, zahlt die Pflegekasse nur, wenn vorher mindestens sechs Monate zu Hause gepflegt wurde.

Wann wird für Kurzzeitpflege gezahlt?

Stationäre Kurzzeitpflege ist möglich, wenn

der Pflegebedürftige nach einem Krankenhausaufenthalt noch stationäre Betreuung braucht
in Krisensituationen andere Hilfen nicht möglich oder nicht ausreichend sind (zum Beispiel auch bei Urlaub oder Erkrankung der Pflegeperson).

Die Pflegekasse zahlt für Pflegebedürftige in den Pflegegraden 2 bis 5 für bis zu acht Wochen pro Kalenderjahr maximal 1.620,00 €.Der im Kalenderjahr noch nicht verbrauchte Leistungsbetrag für Verhinderungspflege kann auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden. Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege sind nacheinander möglich.

Weitere Auskünfte zu Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherungerhalten Sie von der Pflegekasse.

nach oben 

 

 

Senioren- und Pflegeheime im Vogelsbergkreis

Anschriften und Kurzinformationen zu den Leistungsangeboten        (Stand: 01.04.2016)

Alten-und Pflegeheim 'Haus Stephanus'                                                 
(vollstationäre Pflege, vollstationäre Kurzzeitpflege)
Landgraf-Hermann-Str. 26, 36304 Alsfeld; Telefon: 06631/9684-11

Alten-und Pflegeheim 'Rambachhaus'
(vollstationäre Pflege, vollstationäre Kurzzeitpflege, teilstationäre Pflege)
In der Rambach 9, 36304 Alsfeld, Telefon: 06631/9780

Sozialstation Alsfeld/Romrod
(vollstationäre Kurzzeitpflege)
Schwabenröder Straße 81, 36304 Alsfeld, Telefon: 06631/981133

Alten-und Pflegeheim 'Freiensteinau'
(vollstationäre Pflege,vollstationäre Kurzzeitpflege)
An der Steinbach 7, 36399 Freiensteinau, Telefon: 06666/318

Cura Sana Pflegeheim Grebenau
(vollstationäre Pflege, Kurzzeitpflege, Tagespflege)
Borngasse 29, 36323 Grebenau, Telefon: 06646/917940

Senioren-und Pflegeheim Heel, 
(vollstationäre Pflege)
Waldstr. 29, 35355 Grebenhain, Telefon: 06643/1273

Cura Sana Pflegeheim Herbstein, 
(vollstationäre Pflege, vollstationäre Kurzzeitpflege)
Zum Thermalbad 5, 36358 Herbstein, Telefon: 06434/907740

Alten-und Pflegeheim Schottener Soziale Dienste gGmbH
(vollstationäre Pflege, vollstationäre Kurzzeitpflege)
Wingenhain 4, 35315 Homberg/Ohm, Telefon: 06633/96180
Verwaltung Schotten, T: 06044/60090

Seniorenzentrum Goldborn
PROCON Seniorenzentrum gGmbH
Mühltal 9, 35315 Homberg/Ohm, Telefon: 06633/6430200

Alten- und Pflegeheim 'Haus am Gleenbach’ 
Gemündener Str. 6, 36320 Kirtorf, Telefon: 06635/918030

Sozialzentrum der Arbeiterwohlfahrt
(vollstationäre Pflege, vollstationäre Kurzzeitpflege, teilstationäre Pflege)
Bilsteinweg 1, 36341 Lauterbach , Telefon: 06641/96340

Alten-und Pflegeheim ‚Haus Margarete’
(vollstationäre Pflege, teilstationäre Pflege)
Sonnenweg 14, 36341 Lauterbach, Telefon: 06641/4455

Seniorenzentrum "An der Lauter"
(vollstationäre Pflege, Kurzzeitpflege, Tagespflege)
Am Graben 88, 36341 Lauterbach, Telefon: 06641/91290

Kursana Domizil Mücke
(vollstationäre Pflege, Kurzzeitpflege)
Langhans 12, 35325 Mücke, Telefon: 06400/957160

Seniorenzentrum Schlitzerland
(vollstationäre Pflege)
Güntergasse 21, 36110 Schlitz, Telefon: 06642/880

Haus am Vier-Städte-Park
(vollstationäre Pflege, vollstationäre Kurzzeitpflege)
Parkstr. 10, 63679 Schotten, Telefon: 06044/96190

Seniorenhaus Waldfrieden GmbH, 'Haus Leonie'
(vollstationäre Pflege)
An der Drachenwiese 42, 63679 Schotten, Telefon: 06044/96030

Alten-und Pflegeheime 'Haus Sonnenblick' I u. II
(vollstationäre Pflege)
Zum Alten Feld 21 u. 23, 63679 Schotten, Telefon: 06044/964900

Alten-und Pflegeheim ‚Haus Martin’
(vollstationäre Pflege)
Obere Weinbergstr. 1-2; 63679 Schotten, Telefon: 06044/960690

Seniorenzentrum Betzenrod
(vollstationäre Pflege, vollstationäre Kurzzeitpflege) 
Falltorstr. 36-38, 63679 Schotten, Telefon: 06044/3354

'Best Care', Residenz 'Am Schlossberg'
(vollstationäre Pflege, teilstationäre Pflege) 
Erlenweg 8, 35327 Ulrichstein, Telefon: 06645/7800100

 

nach oben