Kontakt
Eingliederungshilfe für behinderte Menschen
Frau Füg
Goldhelg 20
36341 Lauterbach
Telefax: +49 6641 977-252

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Die Leistungen der Eingliederungshilfe umfassen unter anderem:

  • Leistungen der Medizinischen Rehabilitation,
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben,
  • Leistungen im Arbeitsbereich,
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft,
  • Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung sowie
  • Hilfen zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf.

Voraussetzung für alle Leistungen der Eingliederungshilfe ist, dass die Person durch eine Behinderung in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben eingeschränkt oder von einer solchen Behinderung bedroht ist. Aufgabe der Eingliederungshilfe ist dabei, die drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft einzugliedern.

Die Zuständigkeit für diese Leistungen teilen sich zwischen vorrangig zuständigen Rehabilitationsträgern (z.B. Krankenkasse, Bundesagentur für Arbeit, Rentenversicherung), dem LWV als überörtlichem Sozialhilfeträger und dem Amt für Soziale Sicherung als örtlicher Sozialhilfeträger auf.

Das Amt für Soziale Sicherung übernimmt dabei folgende Aufgaben:


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Integrationsmaßnahmen in Kindertageseinrichtungen

Kinder, die nicht nur vorübergehend körperlich, geistig oder seelisch wesentlich behindert sind oder denen eine nicht nur vorübergehende wesentliche Behinderung droht und die auf Grund ihrer Behinderung zusätzlicher Hilfen bedürfen, haben Anspruch auf Gewährung eines Förderzuschusses für die Schaffung von einer Integrationsmaßnahme in einer Kindertageseinrichtung. Gesetzliche Grundlage für eine Integrationsmaßnahme ist §§ 53, 54 SGB XII, § 55 SGB IX i.V. m. der "Rahmenvereinbarung Integrationsplatz" vom 01.08.2014.

Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des Hessischen Städtetages.

http://www.hess-staedtetag.de/aktuelles/arbeitsfelder/artikelansicht/article/neue-rahmenvereinbarung-integrationsplatz-unterzeichnet.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=61&cHash=93022118b3805f31cced073f08de04a3

Ziel und Aufgabe einer Integrationsmaßnahme ist die drohende Behinderung zu verhüten oder eine vorhandene Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und den Behinderten in die Gesellschaft einzugliedern.

 

Der Neuantrag auf Schaffung einer Integrationsmaßnahme besteht aus „drei Teilen“:

- dem „Antrag der/des Erziehungsberechtigten auf Gewährung eines Förderzuschusses für die Schaffung einer Integrationsmaßnahme in der Kindertageseinrichtung“ (Elternantrag)

- dem "Antrag auf Gewährung von Maßnahmepauschalen für Integrationsplätze im Rahmen der Angebote für Kinder mit Behinderung vom 1. Lebensjahr bis Schuleintritt in Tageseinrichtungen für Kinder" (Trägerantrag)

- der „Stellungnahme der Kindertageseinrichtung zum Neuantrag auf Gewährung eines Förderzuschusses für die Schaffung einer Integrationsmaßnahme“.

Die Anträge sind formgebunden. Bitte füllen Sie die Formular-Anträge vollständig aus, fügen eventuell vorhandene ärztliche Befunde in einem verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „für das Gesundheitsamt“ bei und reichen die Unterlagen beim Amt für Soziale Sicherung ein.

Weitere Informationen über das Antrags- und Bewilligungsverfahren bei Neuanträgen entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt für Eltern und dem Schaubild.

Der Folgeantrag besteht ebenfalls aus „drei Teilen“:

- dem „Antrag der/des Erziehungsberechtigten auf Gewährung eines Förderzuschusses für die Schaffung einer Integrationsmaßnahme in der Kindertageseinrichtung“ (Elternantrag)

- dem „Antrag auf Gewährung von Maßnahmenpauschalen für Integrationsplätze im Rahmen der Angebote für Kinder mit Behinderung vom vollendeten 1. Lebensjahr bis Schuleintritt in Tageseinrichtungen für Kinder“ (Trägerantrag)

- der Hilfeplanfortschreibung der Kindertageseinrichtung

Bei Folgeanträgen werden keine „Individuellen Hilfeplanungen“ (s. Erläuterungen zum Antrags- und Bewilligungsverfahren bei Neuanträgen im Informationsblatt für Eltern) in unserem Haus durchgeführt. Die Hilfeplanfortschreibungen werden von der Kindertageseinrichtung in Zusammenarbeit mit den Eltern und ggf. sonstigen Beteiligten erstellt und sind Bestandteil des Folgeantrages.

Im Hilfeplan können weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Integrationsmaßnahme vereinbart werden, ohne die über den Folgeantrag für das neue Kindergartenjahr nicht entschieden werden kann. Im eigenen Interesse ist es deshalb notwendig sich nach dem Hilfeplangespräch zeitnah um die Erledigung unterstützender Maßnahmen zu kümmern. Die Nachweise sind umgehen einzureichen oder den aktuellen Stand beim Amt für Soziale Sicherheit mitzuteilen, um eine Verzögerung der integrativen Betreuung Ihres Kindes zu verhindern.

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Leistungen zur pädagogischen Frühförderung

Kinder, die nicht nur vorübergehend körperlich, geistig oder seelisch wesentlich behindert sind oder denen eine nicht nur vorübergehende wesentliche Behinderung droht und die auf Grund ihrer Behinderung zusätzlicher Hilfen bedürfen, haben Anspruch auf heilpädagogische Leistungen oder Komplexleistungen. Gesetzliche Grundlage für die pädagogische Frühförderung sind §§ 53, 54 SGB XII i. V. m. §§ 55 und 56 SGB IX.  

Im Vogelsbergkreis ist die Frühförder- und Beratungsstelle für frühkindliche Entwicklung der bhvb Anlaufstelle für die pädagogische Frühförderung. Sie berät und unterstützt Familien mit Kindern im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulalter.

Eltern und Erziehungsberechtigte, die sich wegen der Entwicklung ihres Kindes Sorgen machen oder sich fragen, ob sich ihr Kind altersgemäß entwickelt, können sich an die Mitarbeiter/innen der Frühförder- und Beratungsstelle wenden.

Die Leistungen zu pädagogischen Frühförderung werden erbracht, wenn nach fachlicher Erkenntnis zu erwarten ist, dass hierdurch eine drohende Behinderung abgewendet oder der fortschreitende Verlauf einer Behinderung verlangsamt oder die Folgen einer Behinderung beseitigt der gemildert werden können.

Der Antrag auf pädagogische Frühförderung besteht aus einem Elternantrag, der gemeinsam mit dem Förder- und Behandlungsplan und einem Bericht für das Gesundheitsamt von der Frühförder- und Beratungsstelle bei dem Amt für Soziale Sicherung eingereicht wird.

Kontakt:

Frühförder- und Beratungsstelle Alsfeld   

Theodor Heuss Straße 9

36304 Alsfeld 

Tel.: 06631 4732, Fax: 06631 801331 

E-Mail: ff-bs(at)bhvb.de

Frühförder- und Beratungsstelle Lauterbach 

Bahnhofstraße 82a

36341 Lauterbach

Tel.: 06641 5523, Fax: 06641 6459660 

E-Mail: ff-bx(at)bhvb.de   

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.bhvb.de.

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Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung

Die Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung umfassen die Betreuung während des Unterrichts, die Begleitung während der Fahrt zu Schule und die Beförderung, sofern die Leistungen notwendig sind.

Liegt eine körperliche und oder eine geistige Behinderung vor, ist das Amt für Soziale Sicherung zuständig. Sofern ausschließlich eine seelische Behinderung vorliegt, ist die Zuständigkeit des Jugendamtes gegeben.

Um die Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung zu beantragen, sind folgende Unterlagen notwendig:

  • Ein formloser Antrag auf die notwendige Leistung
  • Ärztliche Bescheinigungen über die vorliegende Behinderung
  • Befunde des Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
  • Beurteilung der Schule

Wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen, wird ein amtsärztliches Gutachten über die Notwendigkeit der Leistung angefordert. Wird durch dieses Gutachten eine Leistung befürwortet, erfolgt eine Bewilligung der Leistung und ein Leistungsträger wird beauftragt, die bewilligte Leistung vor Ort zu erbringen.

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Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

Die Hilfen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft richten sich nach § 55 SGB IX und umfassen vor allem die Finanzierung von Hilfsmittel oder behindertengerechten Umbauten. Ein Anspruch auf die Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft besteht jedoch nur, wenn die Leistung nicht aus eigenen Einkommen und Vermögen beschafft werden kann. Für die Bearbeitung dieser Leistungen sind daher eine Vielzahl von Unterlagen notwendig. Es werden unter anderem benötigt:

  • Ein formeller Antrag auf die Leistungen nach dem SGB XII
  • Einkommensnachweise des Antragstellers und aller im Haushalt lebenden Angehörigen
  • Kosten der Unterkunft
  • o   Bei Miete: Mietvertrag und letzte Nebenkostenabrechnung
  • o   Bei Hauseigentum: Nachweise über Nebenkosten
  • o   Bei Übergabe: ebenfalls den Übergabevertrag
  • Kontoauszüge des letzten halben Jahres (lückenlos)
  • Nachweise über das Sparvermögen
  • Schwerbehindertenbescheid des Versorgungsamtes, Kopie des Schwerbehindertenausweises sowie ärztliche Befundberichte
  • Nachweise über Versicherungen (Hausrat, Haftpflicht, Kfz., Leben, Sterbegeld)
  • Bescheid der Pflegeversicherung über Pflegegeld
  • Drei Kostenvoranschläge

Im Rahmen der Antragsbearbeitung können weitere Unterlagen notwendig werden.

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Finanzierung von Plätzen in Tagesstätten für psychisch kranke Menschen

Bei dieser Leistung für wesentlich seelisch Behinderte Menschen handelt es sich um eine teilstationäre Betreuung. Im Vogelsberg werden durch die Vogelsberger Lebensräume in Alsfeld und in Lauterbach Tagesstättenplätze angeboten. Die Finanzierung dieser Plätze teilt sich zwischen dem Vogelsbergkreis als örtlicher Sozialhilfeträger und dem Landeswohlfahrtsverband auf. Der Landeswohlfahrtsverband ist dabei für Personen bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres und der Vogelsbergkreis ab Vollendung des. 65. Lebensjahres zuständig.

Zur Beantragung dieser Leistungen setzen Sie sich bitte direkt mit den Vogelsberger Lebensräumen in Verbindung. Dort wird mit dem Antragsteller ein Hilfeplan aufgestellt und mit den notwendigen Unterlagen an den Vogelsbergkreis zur Prüfung abgegeben.

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