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Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum (AWLR)
Adolf-Spieß-Str. 34
36341 Lauterbach
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Die Direktzahlungen haben mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in 2015 die Betriebsprämienregelung abgelöst.
Die Direktzahlungen werden flächenbezogen gewährt und sind grundsätzlich von der landwirtschaftlichen Produktion entkoppelt.

Die Direktzahlungen bestehen aus den folgenden Bausteinen:

  • Basisprämie:
    Voraussetzung für die Gewährung der Basisprämie ist die Aktivierung der 2015 neu zugewiesenen Zahlungsansprüche (ZA). Je Hektar beihilfefähiger Fläche wird ein ZA zugewiesen. Der Wert eines ZA und damit der Betrag der Basisprämie je Hektar liegt 2016 bei 156,02 € und wird bis 2019 dann in ganz Deutschland auf 176 € ansteigen.
    Wer Zahlungen im Rahmen der Basisprämienregelung erhalten will, muss die für seinen Betrieb relevanten Greeningverpflichtungen erfüllen. Bei Erfüllung der Greeningverpflichtungen wird 2016 in Deutschland pro Hektar zusätzlich zur Basisprämie ein Betrag von 87,31 € gezahlt.
  • Umverteilungsprämie:
    Die Umverteilungsprämie kann zusätzlich, aber immer nur im Zusammenhang mit der Basisprämie beantragt werden und wird für maximal 46 Hektar, gewährt. Der Prämienbetrag liegt in 2016 für die ersten 30 Hektar bei 50,14 € und für die weiteren 16 Hektar bei 30,08 €.
  • Junglandwirteprämie:
    Junglandwirtinnen und Junglandwirte, die einen Betrieb übernehmen oder neu gründen, können die Junglandwirteprämie beantragen. Die Prämie wird für maximal 90 Hektar und maximal 5 Jahre ab dem Zeitpunkt der Übernahme/Gründung eines Betriebes gewährt. Sie beträgt 2016 pro Hektar 44,27 €.
  • Kleinerzeugerregelung:
    Die Teilnahme an der Kleinerzeugerregelung konnte einmalig im Jahr 2015 beantragt werden. Die Zahlung je Betrieb (also für Basisprämie, Umverteilungsprämie und ggf. Junglandwirteprämie zusammen) ist auf 1.250,- € im Jahr begrenzt.