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Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
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Thema Gleichberechtigung: Frauen in der Kreisverwaltung

19.03.2018 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Leserinnen und Leser,

kurz nach dem Internationalen Frauentag und inmitten der Frauenwochen will ich mich ebenfalls zum Thema Gleichberechtigung äußern. Wie steht es um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen innerhalb meiner Verwaltung? Was tun wir, damit Frauen – genauso wie Männer – ihre Berufstätigkeit mit Kindererziehung oder Pflegearbeit vereinbaren können?

Im öffentlichen Dienst haben wir das  Hessische  Gleichberechtigungsgesetz, für dessen Umsetzung bei mir Conny Hentz-Döring und Elisabeth Lippert als Frauenbeauftragte mit je einer halben Stelle zuständig sind. Sie sorgen in enger Zusammenarbeit mit allen Beschäftigten dafür, dass die Ziele des Gesetzes – dazu zählen beispielsweise die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie – in der Kreisverwaltung umgesetzt werden. Hier haben wir gemeinsam schon sehr viel erreicht.

Von insgesamt 879 Beschäftigten in der Kreisverwaltung sind 609 weiblich, von 67 Führungskräften sind 30 Frauen – das ist schon eine gute Quote von 43 Prozent, die wir aber weiter ausbauen werden. Mir ist klar, dass die Möglichkeit zur optimalen Vereinbarkeit von Familie oder Pflege und Beruf ein sehr wichtiger Faktor ist, wenn es um das Gewinnen und Halten von Fachkräften geht. Das ist nicht nur für die gesamte Region wichtig, sondern auch für jeden einzelnen Arbeitgeber.

In meiner Verwaltung gibt es deshalb alle Arbeitszeitmodelle, die arbeitsrechtlich möglich sind, bis hin zur Telearbeit und individuellen Vereinbarungen. Ich begrüße außerdem, dass die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit vermehrt auch von Männern in Anspruch genommen wird – aktuell von 42. Dies entspricht dem Wandel hin zu einer modernen, gleichberechtigten Gesellschaft.

Und weil mir daran liegt, stabile und verlässliche Beschäftigungsverhältnisse für Frauen anzubieten, habe ich auf den Weg gebracht, dass wir wieder Reinigungskräfte direkt beim Landkreis anstellen und zukünftig unsere Minijobs im Bereich der Mittagessensausgabe oder Nachmittagsbetreuung an den Schulen abbauen werden. Hiermit wirken wir aktiv einer drohenden Altersarmut entgegen – darauf bin ich stolz.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Manfred Görig
Landrat