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Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
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Vogelsbergbahn: Rückgrat zwischen Gießen und Fulda

05.03.2018 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Leserinnen und Leser,

der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird gerne einmal kritisiert: Wie soll man in unserem flächenmäßig großen Landkreis von A nach B kommen? Fahren genügend Busse? Wie oft fährt ein Zug? Könnten die nicht öfter fahren? Und warum hält die Bahn nicht mehr am Bahnhof X? Wir hatten zu diesem wichtigen Thema kürzlich einen Fachmann vom Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) zu Gast, um mögliche Verbesserungen zu diskutieren.

Ich weiß, dass für uns die Vogelsbergbahn zwischen Gießen und Fulda das Rückgrat im Personennahverkehr darstellt – diese Verkehrsader ist immens wichtig, ganz besonders für pendelnde Schülerinnen und Schüler wie auch für Berufsanfänger. Und dass diese Zugverbindung durch unseren Landkreis zuverlässig und stabil bleibt, dafür setze ich mich immer wieder gerne im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ein.

Aber es ist auch klar, dass die Zahl der Nutzer hier bei uns nur einen Bruchteil derer im Rhein-Main-Gebiet ausmacht: Etwas mehr als tausend Vogelsberger nutzen die Vogelsbergbahn, gut die Hälfte davon fährt zwischen Alsfeld und Gießen, auf dem Abschnitt zwischen Lauterbach und Fulda sind es etwa 230. Etwa 400 weitere Pendlerinnen und Pendler kommen aus Orten, die nicht direkt an der Bahnlinie liegen.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Vogelsbergbahn haben wir in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die technischen Voraussetzungen für etliche Verbesserungen geschaffen werden konnten: Rund 25 Millionen Euro wurden investiert, damit zwischen Gießen und Fulda stündlich ein Zug fährt – und das streckenweise sogar mit einer erhöhten Geschwindigkeit. Dadurch ist die Fahrt auf dieser Strecke wesentlich attraktiver geworden.

Dafür, dass sich auch die Anschlüsse in Gießen und Fulda in Richtung Rhein-Main und Kassel verbessern, werde ich mich auch weiter gerne einsetzen. Inwieweit solche Verbesserungen ohne Kreuzungsbahnhöfe und zweigleisigen Ausbau machbar sind, soll demnächst geprüft werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Manfred Görig
Landrat