Kontakt
Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341 Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 977-5 333

„Die Arbeit des Handwerks wertschätzen“

03.04.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

in der kommenden Woche möchte ich bei der Bäckerei Karl in Storndorf in Erfahrung bringen, was es heißt, Nacht für Nacht die Versorgung mit Brot und Backwaren sicherzustellen. Dazu werde ich den Betrieb nicht nur besuchen, sondern eine ganze Nachtschicht als „Helfer“ mitarbeiten. Ich möchte vor Ort Erfahrungen sammeln und neue Erkenntnisse gewinnen. Gleichzeitig will ich zum Ausdruck bringen, wie sehr ich die Arbeit des Handwerks ganz allgemein in unserem Heimlandkreis wertschätze.

Ich möchte nicht nur in Erfahrung bringen, wie die Abläufe im Betrieb sind und was der Chef denkt, entscheidet und anordnet. Ich möchte „mittendrin“ mitarbeiten, um besser verstehen zu können, wie es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Arbeitsplatz geht. 

Das Handwerk ist im Vogelsbergkreis ein wesentlicher Wirtschaftssektor. In den 1506 Handwerksbetrieben sind 7155 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Das ist eine stolze Zahl. 501 Auszubildende sind – mit Stichtag 31.12.2016 im Handwerk dabei – sich auf den Weg in eine stabile Zukunft zu machen. 

Allgemein gilt im Vogelsbergkreis: Hier gibt es sehr viele sehr kleine aber sehr stabile Unternehmen. Das gilt für die Handwerksbetriebe in besonderem Maße. Die meisten Unternehmen im Landkreis haben deutlich unter zehn Beschäftigte. Aber das ist kein Nachteil – sondern es ist genau der Vorteil. Denn die Beschäftigten fühlen eine hohe Bindung zu „ihrem“ Betrieb, sie sind zuverlässig, gut ausgebildet und flexibel. Und diese Zuverlässigkeit ist auch ein Garant für hohe Arbeitsplatz-Stabilität und ein Schutz gegen Arbeitslosigkeit. 

Um eine Sache mache ich mir gemeinsam mit den Vertretern aller Innungen Sorgen: die Nachwuchsgewinnung. Daher möchte ich auch herausfinden, was im Einzelnen unternommen wird oder unternommen werden könnte, damit genügend Azubis die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Handwerks erkennen und ihre Chance ergreifen. Außerdem komme es mir darauf an, niemanden zurückzulassen. Jeder und jede muss eine Chance bekommen – wenn nötig eine Zeitlang auch mit einer Unterstützung von außen, damit Jugendliche mit schlechten Start-Chancen in den Betrieben erst einmal Fuß fassen können. 

Eine Region mit Zukunft – das bedeutet für mich zwei Ziele gleichzeitig erreichen: Wirtschaftskraft ausbauen und sozialen Zusammenhalt sichern.