Kontakt
Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341 Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 977-5 333

Plötzlich ein Pflegefall – was nun?

09.02.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

plötzlich gibt es einen Pflegefall in der Familie – eine Situation, in die jeder von uns kommen kann und die uns dann vor neue Herausforderungen stellt. Ich bin deshalb sehr froh darüber, dass wir in unserer Kreisverwaltung die beiden Expertinnen des Pflegestützpunktes haben. Sie beraten schon seit sechs Jahren unabhängig, neutral und kostenfrei mit fundiertem Fachwissen. Die Mitarbeiterinnen sind mit den aktuellen Änderungen, die seit Januar 2017 in Kraft sind, bestens vertraut.

Im Rahmen einer Vortragsreihe hat die Beratungsstelle an verschiedenen Orten im Landkreis Station gemacht und über den neuen ganzheitlichen Ansatz zur Pflegeeinstufung referiert. Einem großen Publikum konnten die beiden Fachfrauen die Voraussetzungen vorstellen, die zur Gewährung eines Pflegegrades nötig sind. Dabei stellt die Pflegereform niemanden schlechter, im Gegenteil: Die bisherigen Pflegebedürftigen mit Pflegestufe erhalten durch eine großzügige Überleitung in das neue System größtenteils mehr finanzielle Unterstützung. Aus den bisher drei Pflegestufen wurden fünf Pflegegrade, die einer größeren Anzahl von hilfsbedürftigen Bürgern den Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung ermöglichen sollen. Pflegebedürftige mit Pflegestufe müssen übrigens keinen neuen Antrag stellen.

Wie die Regelungen im Detail aussehen weiß unser Pflegestützpunkt. Die neue Definition von Pflegebedürftigkeit legt den Fokus auf die Selbständigkeit und auf die vorhandenen Fähigkeiten des hilfsbedürftigen Menschen. Dabei finden die körperlichen und kognitiven Fähigkeiten gleichermaßen Berücksichtigung. Begutachtet werden Mobilität, Bewältigung des Alltagslebens und sozialer Kontakte, Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen, die Selbstversorgung, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen. Auch äußerliche Aktivitäten sowie die Haushaltsführung fließen mit ein. Die Pflegeeinstufung erfolgt nach einem Punktesystem anstatt nach Zeiteinheiten.

Sicher wird der Beratungsbedarf weiter zunehmen, um sich im weiten Feld zum Thema Pflege zurecht zu finden. Mit unserem Pflegestützpunkt, der allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Fragen zur Verfügung steht, sind wir für die Zukunft bestens gerüstet. Hier können Sie sich informieren: www.pflegestuetzpunkt-vogelsbergkreis.de, Telefon 06641 977-2091.