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Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
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Sprache und Arbeit sind die Schlüssel zur Integration

15.11.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es ist eine umfangreiche und langfristige Aufgabe, Menschen bei uns zu integrieren, die vor Krieg und Gewalt zu uns geflohen sind. Diese Herausforderung kann gelingen, wenn Institutionen und Bürger gut zusammenwirken. Bei uns im Vogelsbergkreis ist das der Fall.

Unsere Volkshochschule bietet erstklassige Deutschkurse an, und unser Amt für soziale Sicherung organisiert nicht nur Unterkunft und Existenzsicherung – seit einem halben Jahr gibt es auch das „Integrationsbüro“. Dort arbeiten Fachleute aus unserem Kommunalen Jobcenter KVA und der Bundes-Arbeitsagentur prima zusammen. Sie sind Lotsen und Ratgeber: einerseits für Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtlich mit Flüchtlingen arbeiten – und andererseits für Unternehmen, die nach Arbeitskräften suchen. Und natürlich sind sie Ratgeber für die Migranten selbst. Die ersten Erfahrungen sind ermutigend. Denn eines ist klar: Deutsche Sprache und Arbeit sind die Schlüssel zu jeder gelungenen Integration.

Die meisten Migranten haben eine hohe Motivation, hier zu arbeiten und ihre Existenz selbst zu sichern. Dabei unterstützen wir sie aktiv. Hierbei kann die Arbeit der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, zum Beispiel an den „Runden Tischen“ in Orten mit Asylbewerber-Unterkünften, gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich bin für dieses Engagement sehr dankbar. Denn die Verwaltung allein kann die beschriebene Aufgabe nicht bewältigen.

Die freiwilligen Flüchtlingsbegleiter vor Ort kennen „ihre“ Flüchtlinge, kennen aber auch direkt den Handwerksbetrieb „um die Ecke“, der vielleicht gerade eine Stelle frei hat. Unsere Fachleute sind bei den Runden Tischen dabei und stellen ihre Lotsenfunktion auch direkt in den Sprachkursen vor. Der enge Kontakt unserer KVA zu den heimischen Firmen zahlt sich hier einmal mehr aus.

Ich bin den vielen Unternehmerinnen und Unternehmern für ihre Aufgeschlossenheit dankbar, Menschen mit fremder Herkunft eine echte Chance zu geben. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir brauchen einen langen Atem und Geduld.