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Wie bleiben Schulen, Ärzte und Märkte im ländlichen Raum erreichbar?

15.10.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Vogelsberg ist einer von 18 Landkreisen in Deutschland im Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität“. Mit diesen Themen müssen wir uns auseinandersetzen, wenn wir die Nahversorgung und die Erreichbarkeit von Infrastruktureinrichtungen auch zukünftig für alle Vogelsberger gewährleisten wollen.

Ich bin mit meinem Stellvertreter, dem Wirtschaftsdezernenten Dr. Jens Mischak einig, dass Städte und Gemeinden zur Zusammenarbeit aufgerufen sind. Es gibt einen Trend zum Leben auf dem Land – diese Liebhaber des „Landlebens am Wochenende“ wollen wir gerne auf Dauer bei uns haben. Aber: Dafür müssen wir etwas tun. Nämlich die Versorgung mit neuen Ideen so gestalten, dass das Landleben langfristig attraktiv bleibt.

Wir haben mit dem Modellvorhaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) besonders die Jugendlichen, zum Beispiel Auszubildende, ältere und/oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen und Familien mit Kindern im Blick. Wo gibt es Schulen? Wo Einkaufsmöglichkeiten? Wo Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser? Und wie gut oder schlecht sind diese Angebote erreichbar? Welche Kooperationsräume bieten sich an? Wie können Dörfer – auch über die Großgemeindegrenze hinweg – vernünftig angebunden und versorgt werden?

Das Bundesministerium stellt uns für Konzepte und deren Umsetzung bis zu 335.000 Euro zur Verfügung. Damit können wir an die Erfahrungen aus dem MORO-Projekt anknüpfen, das von 2011 – 2015 stattfand.  Ein Ergebnis war: auf neue Mobilitätsformen in Verbindung zum ÖPNV zu setzen. So konnten beispielsweise Bürgerinnen und Bürger in drei Gemeinden Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen und auch mit Car-Sharing machen.

Vertreter der Städte und Gemeinden, Wirtschafts- und Sozialpartner, Akteure aus Bildung und Wissenschaft, Fachexperten der Verwaltung sowie der jeweiligen Zielgruppen – Kreisjugendparlament, Seniorenvertretung und Bündnis für Familie – haben kürzlich über die Zukunft einzelner Bereiche der Daseinsvorsorge wie Bildung, Versorgung und Gesundheit sowie über neue Ansätze der Mobilität diskutiert. Im nächsten Jahr sollen neue Ansätze in einzelnen Teilbereichen des Vogelsbergkreises erprobt werden. Dabei werden selbstverständlich die Erfahrungen und Wünsche der Bürger einbezogen.