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Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
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Rettungswagen schneller zur Stelle – Mehr Sicherheit

15.01.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Menschen, die auf dem Land wohnen, haben das gleiche Recht, genauso schnell mit einem Rettungswagen oder einem Notarztwagen versorgt zu werden wie die Bewohner des Ballungsraums. Die Topografie im Vogelsbergkreis und die große Fläche mit 186 Ortschaften macht die Zielerreichung nicht einfach. 131 Orte haben weniger als 500 Einwohner.

Großstädte sind hier klar im Vorteil: Besiedlung dichter – Anfahrtstrecken kürzer. Aber wir müssen es trotzdem hinbekommen. Der Rettungsdienst ist die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe des Landkreises. Für die Sicherheit der Bürgerinnen  und Bürger sind wichtige Reformen umgesetzt worden. Dazu zählt auch die personelle Verstärkung beim vorbeugenden Brandschutz und beim Katastrophenschutz. Im gesamten Sachgebiet Gefahrenabwehr wurde personell, fachlich, organisatorisch und technisch „nachgerüstet“.

Durch die angeordneten Maßnahmen haben sich die Zahlen bei der Hilfsfrist bereits erheblich verbessert. Mein Ziel ist es, die Hilfsfrist von 10 Minuten überall einzuhalten. Hierfür wurde zum Beispiel das Personal in der Rettungsleitstelle im Landratsamt in Lauterbach verdoppelt – denn die Koordination mehrerer Einsätze gleichzeitig erfordert höchsten Einsatz. Es geht auch um die Anwendung modernster Technik bei Kommunikation, Navigation, um Optimierung der Einsatztaktik und der Alarmierungsabläufe. Vor allem aber brauchen wir mehr Rettungswagen, damit durch kürzere Wege auch kürzere Zeiten entstehen.

Bereits im Oktober 2015 wurde in Lauterbach und Alsfeld je ein zusätzlicher Rettungswagen stationiert. Und im Januar kam ein großer Durchbruch: die AOK Hessen und die anderen Krankenkassen gaben grünes Licht für zwei neue Wachen, die in Herbstein und Kirtorf installiert werden sollen, und zwar noch in diesem Jahr. Das ist ein wichtiger Lückenschluss beim Einsatz der dann 19 Fahrzeuge von dann 13 Standorten aus.

Koordiniert von der Leitstelle in der Kreisverwaltung werden zurzeit 17 Rettungswagen und 3 Notarztwagen auf den Weg geschickt. Die Wachen sind in Lauterbach, Alsfeld, Grebenhain, Freiensteinau, Schlitz, Grebenau, Nieder-Ohmen, Köddingen, Homberg, Schotten und Ulrichstein.