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Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
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Thema: Gesundheitsregion Vogelsbergkreis

15.01.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die gesundheitliche Versorgung beschäftigt uns seit Jahren und ist ein Thema, das zunehmend wichtiger wird. Denn der demografische Wandel trifft das Gesundheitssystem von zwei Seiten gleichzeitig. Einerseits wächst in einer alternden Gesellschaft der Anteil chronisch und mehrfach kranker Menschen – dadurch steigt der medizinische und pflegerische Versorgungsbedarf. Auch der Betreuungsbedarf für an Demenz erkrankte Menschen wird steigen. Aber genauso trifft der demografische Wandel die Akteure in den Gesundheitsberufen: Die Altersstruktur der Ärzte führt dazu, dass in den nächsten Jahren einige in den Ruhestand gehen und die Nachfolge nicht immer einfach ist. Bereits jetzt ist in einigen Gesundheitsberufen ein Fachkräftemangel spürbar.

Wie können wir ärztliche Versorgung sicherstellen? Welche Unterstützung brauchen Demenzkranke und ihre Angehörigen? Welche Hilfen gibt es in der letzten Lebensphase? Welche fehlen? Was benötigen Menschen, um möglichst lange selbstständig zu Hause leben zu können? Wie können wir sicherstellen, dass Menschen zum Arzt kommen, wenn sie selbst nicht mehr Auto fahren können? Wie ist die Situation der Pflegekräfte? Auf der Gesundheitskonferenz im Herbst 2015 haben sich ehrenamtlich und professionell tätige Akteure aus den verschiedensten Bereichen des Gesundheitswesens sowie Betroffene diesen Fragen gestellt und zahlreiche Ideen entwickelt.

Koordiniert wird alles von der „Fachstelle Gesundheitliche Versorgung“, die wir seit 2013 mit Frau Dr. Sigrid Stahl besetzt haben. Dort existiert bereits das „Aus- und Weiterbildungspaket medizin+“ und macht angehenden Medizinerinnen und Medizinern an jedem Ausbildungsabschnitt ein spezifisches Angebot im Vogelsbergkreis. Im „Weiterbildungsverbund für Allgemeinmedizin“ sorgen Krankenhäuser und Allgemeinarztpraxen gemeinsam für den reibungslosen Ablauf der hausärztlichen Weiterbildung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Situation der Pflegekräfte. Hier gibt es die enge Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt wie auch weiteren Akteuren im Handlungsfeld Gesundheit und Pflege des Vogelsberger Familienbündnisses. Und das Projekt „Gutes Leben mit Demenz“ der Hochschule Fulda hat wichtige Erkenntnisse über Bedürfnisse und Versorgung der Erkrankten und der Angehörigen geliefert.

Wir werden an den Themen der Gesundheitskonferenz weiter arbeiten, Anregungen aufnehmen und gemeinsam auf deren Umsetzung hinarbeiten.