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Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
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Wir informieren junge Menschen, damit der spätere Beruf auch wirklich passt

15.12.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Vogelsberg ist eine Ausbildungsregion: 150 verschiedene Berufe können junge Leute hier bei uns lernen, etwa 30 Unternehmen bieten auch Duale Studiengänge an. Das ist sehr attraktiv. Diese Tatsache bekannt zu machen, ist das eine. Noch wichtiger ist es jedoch für die Jugendlichen herauszufinden, welcher Beruf am besten zu ihnen passt.

Wann fängt die Berufswahl an? Kurz vor dem Ende der Schulzeit oder doch besser schon einige Jahre früher? Den Übergang von der Schule in den Beruf verbessern, nennen das die Fachleute. Im Vogelsberg kümmern sich die Kommunale Vermittlungsagentur (KVA) und die Wirtschaftsfördergesellschaft Vogelsberg Consult GmbH um dieses wichtige Thema.

Praktika als Schlüssel zum richtigen Beruf

Der Türöffner zur Berufsausbildung ist das Praktikum. Daher hat die Vogelsberg Consult GmbH (VBC) seit 2010 gemeinsam mit den wichtigsten Ausbildungsmarktpartnern der Region das Internetportal www.ausbildung-vogelsberg.de aufgebaut. Dessen Kernstück ist die regionale Praktikumsbörse mit derzeit mehr als 200 Plätzen. Hier stellen die Unternehmen aus Handel, Handwerk, Industrie und dem Gesundheitsbereich ihre Praktikumsplätze ein. Die Schüler können dort erfolgreich stöbern und Kontakte knüpfen.

Eine tolle Idee ist auch die „Berufe-Rallye“. Unternehmen kommen hier schon sehr frühzeitig in Kontakt mit ihren späteren Azubis. Das Ganze ist ein Ferienangebot für Schüler der 7. und 8. Klassen. Sie besuchen mehrere Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Praxis statt Theorie. Ein guter Ansatz. Die VBC koordiniert alle „Übergangs-Maßnahmen“.

Ab Januar 2016 startet sie gemeinsam mit unseren beiden beruflichen Schulen sowie dem Jugendamt des Kreises eine weitere Initiative. Sie heißt „Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule“ und hat das Ziel zu verhindern, dass junge Leute ihre Ausbildung abbrechen. Die Berater in der Kommunalen Vermittlungsagentur bei uns in der Kreisverwaltung schauen nach den Wünschen der Jugendlichen und nach den Möglichkeiten am ersten Arbeitsmarkt. Neu: bei schwierigen Fällen wird die Hilfe verstärkt – Sozialarbeiter gehen in die Familien, reden mit Eltern, Verwandten und Beratungsstellen, um optimal zu helfen und zu motivieren.

Auch hier spielen vielfältige Praktika die entscheidende Rolle. Persönlich gemachte Erfahrungen sind der beste Ratgeber. Gleichzeitig kümmert sich die KVA auch darum, bei Arbeitgebern dafür zu werben, den jungen Leuten Chancen zu geben, auch wenn es am Anfang erst mal „klemmt“. Das große Thema „Fachkräftesicherung“ verlangt von Politik und Wirtschaft gleichermaßen: Wir dürfen keinen jungen Menschen zurücklassen. Aus sozialen Gründen nicht, aber auch nicht aus wirtschaftlichen.