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Vereinbarkeitstag 2018: Familienorientierung ist mehr als eine nette Geste

10.12.2018 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Abschlussfoto nach dem Besuch in der Charité: Am Nachmittag hatten vier Berliner Unternehmen, darunter die Charité, die Gäste der Veranstaltung eingeladen, sich selbst ein Bild von der Umsetzung einer familienorientierten Unternehmenskultur zu machen. Fotos: Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“/Ingo Heine

Vertreter des Vogelsberger Familienbündnisses waren in Berlin

„Alles in allem empfand ich die Veranstaltung als sehr gelungen. Man hat viel Input bekommen, die gesamte Stimmung war richtig familiär, hat zum Austausch angeregt und man konnte richtig spüren, dass den Menschen das Thema sehr wichtig ist“, berichtet Katharina Barth. Sie war für das Handlungsfeld „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ in Berlin. Neben ihr hat auch Manfred Weber von der Handwerkskammer Wiesbaden am „Vereinbarkeitstag 2018“ teilgenommen. Er ist seit Jahren im selben Handlungsfeld des Vogelsberger Familienbündnisses aktiv.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hatte gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Dr. Eric Schweitzer rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum „Vereinbarkeitstag 2018“ in Berlin begrüßt. Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Fortschritt durch familienorientierte Unternehmenskultur“ standen Perspektiven und gute Beispiele für eine familienorientierte Arbeitswelt im Fokus der Podiumsdiskussionen und Workshops.

Sebastian Purps-Pardigol hat als Hauptredner das Publikum miteinbezogen: Beispiele „mitten aus dem Leben“ machten seine Thesen und Forschungsergebnisse anschaulich. Er ging den Fragen nach: Wie können wir das ungenutzte Potenzial von uns selbst, unserer Mitarbeitenden und der ganzen Organisationen noch besser entfalten? Welche Rahmenbedingungen brauchen wir, damit Menschen – wieder – über sich hinaus wachsen können?

Eine aktuelle Umfrage, deren Ergebnisse auf dem Vereinbarkeitstag vorgestellt wurden, zeigt: Knapp 80 Prozent aller Befragten schätzen eine familienfreundliche Unternehmenskultur für die Arbeitgeberattraktivität als wichtig oder sehr wichtig ein. 56 Prozent der Beschäftigten mit Kindern im Haushalt achten bereits heute auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur bei der Wahl ihres Arbeitgebers. Ein Drittel der Befragten (knapp 36 Prozent) ist mit der Familienfreundlichkeit des eigenen Arbeitgebers zufrieden.

„Die Zahl der Unternehmen, die ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen, hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Familienorientierung in der Wirtschaft ist längst nicht mehr nur eine nette Geste, sondern Standortfaktor und Notwendigkeit, um Fachkräfte zu gewinnen, zu halten und um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein.“, betonte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

Dieser Aussage pflichtete auch Dr. Eric Schweitzer (DIHK) bei: „In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine familienorientierte Unternehmenskultur ein wichtiger Teil der Arbeitgeberattraktivität. Dabei geht es um mehr als einzelne Maßnahmen, es geht letztlich um eine Haltung und eine strategische Ausrichtung des Betriebs. Gerade kleine und mittelständische Arbeitgeber können sich hierbei mit kreativen Ideen und im direkten Dialog mit den Belegschaften attraktiv aufstellen.“

Am Nachmittag konnten die Gäste der Veranstaltung sich in vier Berliner Betrieben selbst ein Bild davon machen, wie sich eine familienorientierte Unternehmenskultur umsetzen lässt. Katharina Barth hatte sich für den Besuch in der Charité entschieden. „Dort stellte sich die Direktorin des Klinikums Astrid Lurati den Fragen nach der Familienfreundlichkeit. Und die Leiterin des Familienbüros, Sabine Barleben, berichtete darüber, dass besonders die Kinderbetreuung ein wesentliches Anliegen der Beschäftigten der Charité ist.“

Dass sich ein Gehirn lebenslang verändern und neue Nervenzellen bilden kann und in welcher Umgebung dies möglich ist, erfuhr das Publikum in der Rede von Sebastian Purps-Pardigol.

Die Direktorin des Klinikums Charité nahm sich Zeit und stellte sich den Fragen nach der Familienfreundlichkeit.