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Mischak: Nicht nur Peppa Wutz schauen

29.10.2018 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Elf Erzieherinnen aus sechs Kindergärten haben erfolgreich die Zertifizierung bewältigt: Das KiSS-Siegel ist ein Beleg dafür, dass eine Kita einen besonderen Schwerpunkt auf die sprachliche Entwicklung der Kinder legt. Jugenddezernent Dr. Jens Mischak und Dr. Henrik Reygers (Gesundheitsamt, v. l.) gratulierten und überreichten die Zertifikate. Rechts der Sprachheilbeauftragte Joachim Eisenträger, der regelmäßig Schulungen und Sprachberatung anbietet. Foto: Gaby Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis.

Elf Erzieherinnen erhalten Zertifikat fürs Kindersprachscreening

„Ich weiß, was alles bei Ihnen abgeladen wird und was Sie zu leisten haben. Umso mehr danke ich Ihnen dafür, dass Sie sich zusätzlich mit dem Kindersprachscreening befassen und dazu erfolgreich diese Qualifizierung abgeschlossen haben.“ Jugenddezernent Dr. Jens Mischak sprach den elf Erzieherinnen seinen herzlichen Dank für ihren Einsatz aus und überreichte die Zertifikate. Er kenne die Rückmeldung aus Grundschulklassen, dass die Sprachkompetenz der Kinder nicht so ausgebildet sei wie erwünscht – gerade auch von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache. Es sei vielleicht gar keine schlechte Idee, wieder öfter Märchen vorzulesen als kleine Kinder Peppa Wutz auf dem Tablet anschauen zu lassen, schlug Mischak mit einem Augenzwinkern vor.

Elf Erzieherinnen aus sechs Kindergärten erhielten das KiSS-Zertifikat, insgesamt 22 Vogelsberger Kindergärten nehmen schon am KiSS-Programm des Landes Hessen teil. Was ist KiSS? Das Kindersprachscreening "KiSS" ist ein systematisiertes Verfahren, mit dem pädagogische Fachkräfte die Sprechfähigkeit vier- bis viereinhalbjähriger Kinder überprüfen können. Sie sind damit in der Lage, ein diagnostisches Profil der überprüften Kinder zu erstellen, aus dem die Kompetenzen der Kinder abgelesen werden können. Diese Erkenntnisse werden dann in der Regel im Elterngespräch eingebracht – wo nötig, werden auch weitere Schritte eingeleitet, zum Beispiel die Vorsprache beim Kinderarzt oder Logopäden.

Für den kommissarischen Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Henrik Reygers, leisten die Erziehrinnen mit dem Sprachscreening eine wichtige Arbeit an der Schnittstelle zur Schule: „Sprache ist ein wichtiger Grundstein für Bildung und die weitere Entwicklung, sie ist die Voraussetzung dafür, später ohne Angst frei reden zu können.“ Folgende Erzieherinnen haben ihr Zertifikat erhalten: Karola Kammer, Simone Schildger, Nicole Adam, Christina Endisch, Desiree Wenzel, Natascha Heusohn (Schotten); Melanie Schäfer, Jasmin Beetz, Melanie Hattemer, Lisa Keipp, Simone Blöser (Grebenhain).