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Vogelsberg ist eine von fünf neuen Ökomodellregionen

28.06.2018 Von: HMUKLV / Pressestelle Vogelsbergkreis

Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (in der Mitte) mit Vertreterinnen und Vertretern der fünf neuen Ökomodellregionen; Foto: HMUKLV

Dr. Mischak: Vor allem die Vermarktung von Getreide und Fleisch optimieren

Die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz hat die Gewinnerlandkreise aus dem Wettbewerb zur Ausweitung der Ökomodellregionen (ÖMR) bekannt gegeben: Neben dem Vogelsbergkreis gehören auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf, Landkreise Odenwald und Darmstadt-Dieburg (als Träger) mit den Partnern Landkreis Groß-Gerau und der Stadt Darmstadt = ÖMR-Südhessen, Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie die Landkreise Lahn-Dill und Gießen = Lahn-Dill-Gießen dazu.

„Der Ökolandbau bietet den schonendsten Umgang mit der Umwelt. Boden, Wasser und Luft werden geringer belastet und es gelten die höchsten Standards beim Tierwohl. Ein starker Ökolandbau hilft aber auch den landwirtschaftlichen Betrieben, da sie mehr Geld am Verkauf ihrer Produkte verdienen. Zudem wollen wir auch die Direktvermarktung und die lokale Wertschöpfung im ländlichen Raum dadurch steigern, dass mehr Öko aus Hessen auch in Hessen bleibt“, erläuterte Hinz. Für ihre Arbeit erhalten die ausgewählten Regionen zur Umsetzung ihrer Entwicklungskonzepte eine finanzielle Förderung für eine Projektmanagerin oder Projektmanager für zwei Jahre mit bis zu 75 Prozent der Personalkosten, bei einem maximalen Zuschuss von 50.000 Euro pro Jahr.

Dr. Jens Mischak hat die Region vorgestellt. Dabei hat er darauf hingewiesen, dass der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche im Vogelsbergkreis schon jetzt bei knapp 22 Prozent liegt. Zum Vergleich: Der Landesdurchschnitt liegt bei 13,5 Prozent. Ziel im Bund bis 2030 ist es, auf 20 Prozent der Flächen ökologischen Landbau zu betreiben. Also liegt der Vogelsbergkreis schon jetzt über diesem für 2030 anvisierten Wert. Im Vogelsbergkreis hat es in den letzten Jahren eine starke Zunahme von ökol. bewirtschafteten Flächen gegeben (2010 waren es 14,4 Prozent, jetzt fast 22 Prozent). Herausforderung der Zukunft wird sein, den Ökolandbau zu vermarkten. Vor allem der Optimierung der Vermarktung von Getreide und Fleisch soll während der Projektphase und darüber hinaus Rechnung getragen werden.

In Zusammenarbeit mit der Vermarktungsgesellschaft eines ökologischen Anbauverbandes ist es Ziel, den Ökobetrieben langfristige Abnahmen für Getreide und Fleisch zu fairen Preisen zu garantieren. Ziel ist es, mindestens eine zentrale Annahmestelle für Öko-Getreide aus dem Vogelsberg zu installieren und zu etablieren. Außerdem sollen an allen ausgewiesenen Wanderrouten des Vogelsbergkreises gastronomische Einkehrmöglichkeiten angeboten werden, die es den Wanderern ermöglichen, sich nach einer Tour zu stärken. Dabei kann ihnen die Region mit einem Steak des Vogelsberger Höhenvieh oder anderen Regionalgerichten schmackhaft gemacht werden. Besondere Idee: Wo es keine gastronomischen Angebote gibt, könnten Regiomaten aufgestellt werden, an denen sich der Wanderer mit regionalen und ökologischen Produkten selbst versorgt.