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Naturdenkmal entdecken: der Heinzemann

03.05.2018 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Foto/Karte: Vogelsbergkreis

Eine Sphinx oberhalb von Ehringshausen

Der Heinzemann – ein neuer und sehr abwechslungsreicher Wanderweg rund um Ehringshausen soll nach ihm benannt werden. Und: Wer sich aufmacht zur 13 km langen Tour entdeckt vielleicht die 12 Hühner, die der Sage nach aus dem sich öffnenden Fels gackernd um den Fels herumlaufen, um kurz darauf wieder in das sich schließende Gestein schlüpfen. Aber nur, wenn er genau um 12 Uhr am Felsen vorbeischaut.

Das Flüsschen Felda hat im Laufe der Zeit eine große Arbeit vollbracht: Eine basaltische Felsformation herauspräpariert, wie sie kein Künstler hätte schaffen können. Bereits in der jüngeren Steinzeit und in der Bronzezeit wurde der Menhir als Fruchtbarkeits- und astronomischer Stein genutzt. Heute steht er geheimnisvoll in einem Waldstück, das von Hessen Forst aus der Nutzung genommen wurde und als Kernfläche Prozessschutz genießt. Hier bleiben Wald und Natur sich selbst überlassen und bringen eine erstaunliche Artenvielfalt hervor.

Der Heinzemann ist mit seinen rund 10 Metern beeindruckend hoch – und im Detail ist er nicht weniger aufregend, weil die kleinen Bläschen im Basanit teilweise mit Zeolithmineralen ausgekleidet sind und Drusen bilden. Wer genau hinschaut, erkennt grünliches Erdmantelgestein, vom Fachmann Peridotit genannt, und Einschlüsse älterer Nebengesteine aus der Erdkruste.

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