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Integriertes Energie und Klimaschutzkonzept für den Vogelsberg (IEKK) – Ergebnispräsentation für die Kommunen

01.09.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (rechts) erläutert den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern die Erkenntnisse aus dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK). Links neben ihm die Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung und den ländlichen Raum, Dipl.-Ing. Anja Püchner, und Energie-Projektleiter Dipl.-Ing. Lorenz Kock. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis

Vogelsberger Stromverbrauch: Deckungsgrad aus erneuerbarer Energie bei 120 Prozent – Bundesweit herausragend

Wesentliche Erkenntnisse aus dem Energiegutachten:

  • 195 Millionen Euro fließen jährlich aus dem Kreis hinaus. Grund: Nutzung fossiler Energieträger
  • 370 Millionen Euro Jahreskosten für Strom und Wärme
  • 121 % Deckungsgrad durch klimaschonende Stromproduktion
  • Etwa je ein Drittel der Energie wird von den Sektoren private Haushalte, Verkehr und Unternehmen verbraucht
  • Energieformen: 54 % fließen in Wärme, 31 % in die Mobilität und 15 Prozent in den Stromverbrauch
  • Eine Energieeinsparung von mindestens 12 Prozent bis zum Jahr 2030 wird für möglich gehalten

In Alsfeld-Leusel und in Lauterbach wurde in zwei Präsentationsveranstaltungen das neue Energiegutachten vorgestellt. Mit dabei waren die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bzw. Stadträte aus allen 19 Städten und Gemeinden des Vogelsbergkreises. Sie wurden von Wirtschaftsdezernent Dr. Mischak über das IEKK (Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept) informiert und erhielten einen „Energiesteckbrief“ für ihre Kommunen. "In zwei Wochen geht der Konzeptentwurf beim Kreis in die Ausschussberatung", kündigte Mischak an, "wir streben eine Beschlussfassung noch in diesem Jahr an, voraussichtlich im November."

Seit April 2015 wurde das vom Vogelsbergkreis beauftragte und vom Bund geförderte Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) unter Einbindung aller 19 Kommunen des Kreises aufgestellt. Energiebezugs- Produktions- und Verbrauchsdaten für die Region wurden erhoben und in einer Energie- und CO-2-Bilanz zusammengeführt.
 
Als „wichtige Besonderheit“ hob Dr. Mischak in Leusel hervor: „Unabhängig von den weiteren möglichen Maßnahmen zur Einsparung von Geld und Energie ist die vertragliche Kooperation des Kreises mit all seinen 19 Kommunen ein gutes Signal.“

Einspar- und Effizienzressourcen wurden durch beauftragte Energieexperten herausgearbeitet und den Potenzialen für eine klimaschonende Energiebereitstellung gegenüber gestellt worden. Klar ist bereits jetzt: Der Vogelsbergkreis leistet einen großen Beitrag zur Energiewende.
 
Begleitet von Informationsveranstaltungen und Arbeitssitzungen unter Beteiligung der Öffentlichkeit und Experten wurden im Verlauf der vergangenen Monate Projektansätze und Handlungsoptionen erarbeitet und bewertet. Auf dieser Grundlage entstand ein Maßnahmenkatalog als Fahrplan für Sofortmaßnahmen sowie längerfristig anzugehende Vorhaben mit einem Zeithorizont bis 2030.
 
Das IEKK bietet Strategien an und benennt auch konkrete mögliche  Projekte, die zu Einsparungen führen können. Das Gutachten verdeutlicht, was in den nächsten Jahren auf diesem Gebiet getan werden soll und kann, so Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak in seinem Eingangsstatement.

„Wir wollen den Kapitalabfluss aus dem Kreisgebiet, bedingt durch die fossilen Energieträger, nicht weiter unbemerkt geschehen lassen“, so Dr. Mischak zur wirtschaftlichen Dimension des Energiethemas für den Vogelsberg. Wichtige Detailergebnisse wurden in Leusel von den Fachbüros referiert.
 
Die Energie- und Klimaschutzziele sollen im weiteren Ablauf auf der Grundlage des IEKK passgenau und realistisch für den ländlich strukturierten Vogelsbergkreis von den Kreisgremien bewertet und beschlossen werden.

Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak (links) überreichte in Leusel die ersten acht von 19 „Energiesteckbriefen“ an Bürgermeister Stephan Paule (Alsfeld), Stadtrat Karl-Heinrich Laudon (Kirtorf), Bürgermeister Dietmar Krist (Antrifttal), Bürgermeister Matthias Weitzel (Mücke), Bürgermeisterin Claudia Blum (Homberg), Bürgermeister Timo Georg (Schwalmtal) und Bürgermeister Dietmar Schlosser (Feldatal). Nicht auf dem Bild ist der Gemündener Bürgermeister Lothar Bott. Rechts: Energie-Projektleiter im Amt für Wirtschaftsförderung und den ländlichen Raum, Dipl.-Ing. Lorenz Kock. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis

Auftakt der Lauterbacher Informationsveranstaltung (v. l.) Anja Püchner (Amtsleiterin Amt für Wirtschaftsförderung und den ländlichen Raum), Lorenz Kock (Energie-Projektleiter), Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak und Lauterbachs Bürgermeister Vollmöller.

Auch bei der Präsentation in Lauterbach gab es aus den Händen von Herrn Dr. Mischak "Energiesteckbriefe" für die Stadt- und Gemeindeoberhäupter.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen werden von den Fachleuten im Detail informiert