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„Beraten, orientieren und Mut zum neuen Anfang“ – Erfreuliche Zwischenbilanz

28.01.2013 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Eine Gruppe präsentiert ihre Ergebnisse zum Thema „regionaler Arbeitsmarkt“. Foto: Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft

Über 50 Menschen konnten mit Hilfe des Projekts wieder eine Beschäftigung finden – Bildungswerk arbeitet im Auftrag des Kommunalen Jobcenters

"Diese Zahl macht Mut. Ich freue mich, dass so viele Menschen wieder eine berufliche Perspektive für sich entwickeln und eine Beschäftigung finden konnten“, kommentiert Sozialdezernent Landrat Görig das Zwischenergebnis einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen dem Kommunalen Jobcenter und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft.

Ein Großteil der mehr als 50 in Arbeit integrierten Menschen konnte ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis finden, auch Ausbildungsverhältnisse wurden begründet oder geringfügige Beschäftigungen aufgenommen.

„Seit April 2012 ist in diesem Projekt schon viel erreicht worden und wir wünschen uns, dass die Arbeit auch in diesem Jahr ebenso erfolgreich fortgeführt wird“, so René Lippert, Leiter des Fachdienstes Kommunaler Arbeitsmarkt des Kommunalen Jobcenters (KVA). Das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft führt an seinen Standorten Lauterbach und Alsfeld das Vermittlungsprojekt „BOMA – Beraten, orientieren und Mut zum neuen Anfang“ im Auftrag des Kommunalen Jobcenter (KVA Vogelsbergkreis) durch.

Eine Teilnehmerin aus Alsfeld war seit September in der BOMA-Maßnahme. Sie hat ihr Praktikum in einem Krankenhaus absolviert und war dabei so erfolgreich, dass sie dort voraussichtlich im Frühsommer in eine sozialversicherungspflichtige Anstellung einmünden wird. Geholfen habe ihr dabei die Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen des Bildungswerks, die gemeinsam mit ihr die Bewerbungsunterlagen erstellt und sie auf Vorstellungsgespräche vorbereitet haben.

Ein Teilnehmer aus Schlitz, der seit April am Projekt in Lauterbach teilnimmt, hat eine Teilzeitbeschäftigung bei einer Wäscherei gefunden. Auch er wurde intensiv betreut, zum Vorstellungsgespräch begleitet und konnte während eines längeren Praktikums den Betrieb von sich überzeugen. Die Beispiele zeigen die Bedeutung von betrieblichen Erprobungen bei der Integration in den Arbeitsmarkt.

Praktika haben nicht nur eine Orientierungsfunktion für die Menschen auf Arbeitssuche. Sie ermöglichen den Unternehmen eine gute Einschätzung des Bewerbers im Hinblick auf die Eignung für eine eventuelle Festanstellung. Die Bewerber haben die Gelegenheit ihre persönlichen Stärken wie auch ihre Motivation und Zuverlässigkeit unter Beweis zu stellen, der Betrieb kann sich im Praktikum ein Bild von der Leistungsbereitschaft und den Arbeitsergebnissen machen.
 
Zu den Bestandteilen der Maßnahme „BOMA“ gehört das Training von Schlüsselqualifikationen ebenso wie die Vermittlung von Praktikums- und Arbeitsstellen, Bewerbungstraining, Fachunterricht, die Unterstützung bei Alltagsproblemen und die gemeinsame Durchführung von Projekten. Diese können berufsfeldbezogene, allgemeinbildende oder auch gesundheitsbezogene Inhalte haben. Wichtig ist dabei, dass auch Ideen von der Gruppe eingebracht und umgesetzt werden, wie gemeinsames Adventsbasteln, Yoga, Töpfern, Englischunterricht oder das Projekt „Zeitstrahl Geschichte“.

Ein Praxisprojekt heißt „Firmengründung“: Die Teilnehmer haben fiktive Unternehmen gegründet und sind eigenständig für verschiedene Bereiche wie Marketing, Personal und Produktion zuständig. Sie müssen komplexe Aufgaben lösen und entwickeln ihre Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit eigenständig weiter.

Die Maßnahme richtet sich an Bezieher/-innen von Arbeitslosengeld II, die von der KVA in Lauterbach betreut werden. Eine Teilnahme ist in Teilzeit und Vollzeit möglich.