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Neue Förderphase von LEADER - Landrat Marx und Vogelsberg-Consult-Geschäftsführer Schaumberg rufen auf: Mitmachen in den Arbeitsgruppen

06.04.2007 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Schaumberg: „Von Anfang an die
regionalen Experten einbinden“

Neue Förderphase von LEADER eingeleitet:
2007 bis 2013 –
Am 23. April Workshop der
Vogelsberg Consult GmbH

VOGELSBERGKREIS. 5. April 2007.

„Um für die Region das Beste heraus zu holen, ist es unverzichtbar, von Anfang an die regionalen Experten einzubinden.“ Diese Auffassung vertritt der Geschäftsführer der Vogelsberg Consult GmbH, Thomas Schaumberg. In diesen Tagen beginnt europaweit eine neue Förderphase für die Entwicklung ländlicher Räume, die bereits seit 1991 mit dem Begriff „LEADER“ verknüpft ist und in dieser Zeit rund sechs Millionen Euro für die Region nutzbar gemacht hat. In der bereits dritten, jeweils sechsjährigen Staffel, stehen nun erneut rund 1,7 Millionen Euro für Projekte zur Verfügung, die die Beschäftigung und die Struktur der Region stärken sollen.

Der Beirat der Vogelsberg Consult – Vorsitzender ist Landrat Rudolf Marx – ist zugleich das „Regionale Entwicklungsforum“, das die Prioritäten besonders wirksamer Projekte – etwa im Bereich des Tourismus und neuer Einkommensquellen für die Landwirtschaft – festlegt und abschließend über die Verteilung der EU-Fördergelder befindet. Der Beirat und der Aufsichtsrat haben kürzlich getagt und dabei eine Workshop-Reihe beschlossen, die am 23. April in Alsfeld beginnt.

Landrat Marx und Geschäftsführer Schaumberg rufen alle Interessierten aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Kultur, Politik und der Verbände auf, an diesen Workshops teilzunehmen, um zu einer möglichst umfassenden und passgenauen Zieldefinition zu kommen, für was die Millionenförderung aus Brüssel in den kommenden Jahren verwandt werden soll. „Dabei ist der Mehrwert von LEADER nicht nur das Verwenden von Fördergeldern, sondern auch das In-Gang-Setzen und das In-Gang-Halten eines kommunal übergreifenden Entwicklungsprozesses“, betont Schaumberg.

Struktur- und Regionalpolitik spiele für die EU neben der klassischen Landwirtschaftsförderung nach wie vor – auch nach der Ausweitung auf 27 Mitgliedsstaaten – eine zentrale Rolle, erläutert Thomas Schaumberg. Neben den beiden großen Säulen EFRE (Fonds für Regionale Entwicklung) und ESF (Sozialfonds) sei auch ELER relevant. ELER bedeutet „Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“.

Einer von vier Bausteinen bei ELER ist LEADER (wie seit 1991). Schwerpunkte von LEADER sind aus Sicht der EU: Umsetzung von lokalen Strategien der ländlichen Entwicklung, Umsetzung regionaler Projekte, die kontinuierliche Arbeit lokaler Aktionsgruppen (hier im Vogelsberg der Beirat der VBC), Kompetenzentwicklung und Animation in der Region. Diese Zieldefinition zeige erneut die Richtigkeit der seit fast zwei Jahrzehnten praktizierten „Verzahnung von Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung“ im Vogelsberg, hebt Schaumberg hervor.

Für Hessen insgesamt stehen im Bereich EFRE und ESF 450 Millionen Euro zur Verfügung, für ELER weitere 218 Millionen, davon rund 12 Millionen für LEADER.

Die Nähe und das gute Einvernehmen der politischen und wirtschaftlichen Akteure seien im Vogelsberg besonders gut entwickelt. Auch die neue Phase werde dies erneut dokumentieren, ist sich der Geschäftsführer der Regionalentwicklungsgesellschaft sicher. Man könne auf einem stabilem Fundament des Dialogs und der Effizienz aufbauen. Noch stärker solle man bis 2013 regionale „Wertschöpfungsketten“ ins Visier nehmen. Die Potenziale heimischer Produkte und Dienstleistungen müssten stärker herausgestellt und möglicherweise Unternehmernetzwerke zur Gewinnsteigerung etabliert werden. Es seien weitere Konzepte nötig, möglichst viel Kaufkraft in der Region zu halten.

Die Workshopreihe ab 23. April wolle die Aktivitäten der vergangenen Förderperiode bewerten, somit die Ausgangslage (Stärken/Schwächen) definieren und danach in drei Arbeitsgruppen die neuen Ziele und Projektprioritäten festlegen. Dabei sei die zuverlässige Einbindung von heimischen Fachleuten unabdingbar. Landrat Marx und Geschäftsführer Schaumberg sind den ehrenamtlichen Akteuren im Beirat sowie in den Fachforen sehr dankbar für das in den vergangenen Jahren gezeigte Engagement und den zielgerichtet eingebrachten Sachverstand sowie für „das beispielhaft hohe Maß an Konsensfähigkeit zum Nutzen unseres Vogelsberges“. Beide hoffen auf eine weitere Mitarbeit und freuen sich auch über „Verstärkung“.

Die Arbeitsgruppe eins beschäftigt sich mit „Lebensqualität/Interkommunale Zusammenarbeit“. Inhalte sind hier Daseinsvorsorge, Flurneuordnung, Dorferneuerung und auch das Großprojekt BioRegio Holz. Die Arbeitsgruppe zwei „Ländliche Wirtschaft“ beschäftigt sich unter anderem mit den regionalen Produkten und Dienstleistungen sowie mit Ernährung und Tourismus. „Standort- und Gewerbeförderung“ ist das Leitthema der Arbeitsgruppe drei. Hier soll es um Innovationsförderung und Vermarktungsinitiativen gehen.

Die Arbeitsgruppen eins und zwei starten im April, die dritte AG nimmt im Mai ihre Arbeit auf. Der erste Entwurf soll dann alsbald dem Land Hessen vorgelegt werden, das die EU-Fördergelder steuert. Die Endfassung der Konzeption bis 2013 soll bis Oktober 2007 vorliegen.

Informationen zu „LEADER-plus-plus“ und die Aktivitäten in den Regionalforen und den Arbeitsgruppen gibt es hier:

Vogelsberg Consult GmbH, Telefon 06641 / 9646-0.

schaumberg@vogelsberg-consult.de