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Erich Ruhl-Bady, Presse/Kommunikation
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Dr. Jens Mischak: Hessen schaut auf die Artenvielfalt im Vogelsberg

11.04.2018 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Freude über die große Artenvielfalt und die innovativen Ideen zu deren Erhalt bei gleichzeitiger Stärkung der Landwirtschaft: Sie stehen hinter dem Projekt „Bergmähwiesen-Meisterschaft“. Das Foto zeigt den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak (links) sowie (von rechts) Markus Stengel (REWE) und Günter Berz-List (Schwälbchen). Foto: Erich Ruhl-Bady

Jetzt bis 7. Mai anmelden und mitmachen bei der "1. Bergmäh-Wiesen-Meisterschaft" - Am 17. Juni ist wieder "Bergmäh-Wiesen-Fest" - Diesmal in Eichelhain - Pressekonferenz in der Vogelschmiede auf der Herchenhainer Höhe

„Hessen schaut auf den Vogelsberg – hier gibt es die meisten Bergmähwiesen mit einer unglaublichen Artenvielfalt“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (CDU) im Berggasthaus „Vogelschmiede“ auf der Herchenhainer Höhe. Dort fand eine Pressekonferenz statt, die nicht nur auf die Neuauflage des Bergmähwiesenfestes im Juni hinwies, sondern zugleich der Startschuss für einen neuartigen Wettbewerb war: die „Erste Bergmähwiesen-Meisterschaft im Hohen Vogelsberg“.

Der Vogelsberger Landwirtschaftsdezernent Mischak und die Leiterin des Amtes für Wirtschaft und den ländlichen Raum, Anja Püchner, konnten eine Vielzahl von Landwirten begrüßen, die bereits ihr Interesse an der Teilnahme des Wettbewerbs bekundeten.

„Nähe ist gut“

Möglich wird der Wettbewerb durch die Zusammenarbeit des Landkreises mit der Nachhaltigkeits-Initiative „Nähe ist gut“ (getragen von Schwälbchen, REWE und Hassia). Günter Berz-List, Vorstand der Schwälbchen Molkerei, und Markus Stengel von REWE freuten sich über die Umsetzung einer weiteren innovativen Idee zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen im Vogelsberg. „Nähe ist gut“ hatte bereits im vergangenen Jahr zum Gelingen des Bergmähwiesen-Pfades in Herchenhain beigetragen.

Unterstützung findet das Vorhaben auch beim Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg, beim Kreisbauernverband, beim NABU und beim BUND.

Das Ziel des Wettbewerbs, so Vizelandrat Dr. Mischak: den Landwirten, die nachhaltig ihren Beitrag an der Erhaltung der Kulturlandschaft leisten, „ein Gesicht geben“.

Mitmachen können Landwirte in den fünf Kommunen Herbstein, Ulrichstein, Schotten, Lautertal und Grebenhain. Anmeldeschluss ist der 7. Mai. Es ist ein Preisgeld von 5000 Euro ausgelobt – gestiftet von „Nähe ist gut“.

Bürgermeister Heiko Stock (Lautertal) warb für die bevorstehende Neuauflage des Bergmähwiesenfestes, das am 17. Juni in Eichelhain stattfinden wird.

 

Alle Informationen
zur Bergmähwiesen-Meisterschaft
einschließlich Anmeldeformular
gibt es HIER

 


HINTERGRUND

•    Die Bergmähwiesen im Vogelsberg

•    Der Pfad

•    Der Wettbewerb


Die Bergmähwiese ist die Bezeichnung eines zu schützenden Lebensraumtyps von dem rund 1.000 Hektar im Vogelsberg zu finden sind. Sie umfassen damit die Hälfte aller Wiesen dieser artenreichen Art in Hessen. Aufgrund der außerordentlichen Artenvielfalt besteht ein hohes Interesse am Erhalt dieses Lebensraums.

Der im Sommer 2017 eröffnete Bergmähwiesen-Pfad in Grebenhain-Herchenhain hat bereits zahlreiche Wanderer angezogen. Hierbei wurden über die Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ für jeden, der den rund 9 Kilometer langen Bergmähwiesen-Pfad erwandert hat, 14 Euro gespendet. Zusätzlich fand eine dreiwöchige Tour durch insgesamt 16 REWE-Märkte in Hessen statt, wo auf einem Laufband mit Hilfe der Aktion „100 Schritte, 10 Cent, 1 Vielfalt“ einzelne Besucher im Supermarkt zum Schutz der Bergmähwiesen im Vogelsberg beitragen konnten.

Unter Federführung des Vogelsbergkreises findet in diesem Jahr erstmals eine Bergmähwiesen-Meisterschaft in Kooperation mit der Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ und dem Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg statt. Weitere Beteiligte werden der Kreisbauernverband Vogelsberg und Naturschutzverbände sein.

„Nähe ist gut“, die Nachhaltigkeitsinitiative von Schwälbchen, REWE und Hassia, stiftet für die Meisterschaft Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.000 Euro.

Bei dem Wettbewerb werden Wiesen prämiert, die nicht nur aus ökologisch-botanischer Sicht wertvoll sind, sondern die sich zugleich für die landwirtschaftliche Nutzung eignen. Neben der Artenvielfalt an Pflanzen und der ökologischen Bedeutung werden daher auch der Futterertrag und die Futterqualität für das Vieh bewertet.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Mischak erläutert:

Die Wiesenmeisterschaft soll auch unserer Bevölkerung zeigen, dass von den artenreichen Wiesen im Vogelsberg gesunde und wohlschmeckende Lebensmittel erzeugt werden. Die prämierten Landwirte schaffen das „Kunststück“ ihre Wiesen und Weiden so zu bewirtschaften, dass diese eine hohe Artenvielfalt und zugleich eine akzeptable Futtermenge und -qualität aufweisen"

Mit der Bergmähwiesen-Meisterschaft wollen wir die Verdienste der Landwirte würdigen, die mit ihrer Arbeit die Vogelsberger Kulturlandschaft pflegen. Der Wettbewerb richtet sein besonderes Augenmerk auf die Mähwiesen.

Die Wiesenmahd ist in der Viehhaltung notwendig, um das Winterfutter für die Tiere zu gewinnen. Nur durch regelmäßiges Mähen, wie es auf vielen Flächen schon seit Generationen durchgeführt wird, konnten diese wertvollen und bunten Bergmähwiesen entstehen.



Zeitlicher Ablauf des Wettbewerbs


Ende der Anmeldefrist: 7. Mai 2018

Im Mai werden die gemeldeten Wiesen (selbstverständlich mit dem Einverständnis der Landwirte und Landwirtinnen) aufgesucht und bewertet.

Mitte Mai erfolgt eine Bonitierung der gemeldeten Flächen von einer unabhängigen Person. Nach dieser Bewertung wird eine Vorauswahl getroffen.

Die Begehung der besten Flächen durch die Jury findet Ende Mai 2018 statt.

Die Jury setzt sich aus Experten der Bereiche Landwirtschaft und Ökologie/Naturschutz zusammen.

Bis zum 11. Juni 2018 werden die Sieger benachrichtigt, bis zum 31. Juli erhalten alle Einsender ihre Ergebnisse.

Die Sieger werden im Rahmen des Bergmähwiesenfestes am 17. Juni in Eichelhain bekanntgegeben.

Wettbewerbsgebiet und Teilnahmebedingungen

Landwirtschaftliche Betriebe (Haupt-, Zu-, Nebenerwerb) mit Grünland in den Gemeinden Grebenhain, Lautertal, Stadt Herbstein, Stadt Schotten und Stadt Ulrichstein.

Die Wiese sollte blüten- und artenreich und mindestens 0,3 Hektar groß sein (mindestens 4 Kennarten der Bergmähwiese sollten auf der ganzen Fläche vorkommen).

Der Aufwuchs soll im landwirtschaftlichen Betrieb genutzt werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die ersten 40 Anmeldungen werden in jedem Fall berücksichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Anmeldung kann ab sofort bei Vogelsbergkreis, Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum, Sachgebiet Landschaftspflege, Adolf-Spieß-Str. 34 in 36341 Lauterbach erfolgen. Abruf über die Internetseite oder fordern Sie die Unterlagen per Post beim Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum an. Den Anmeldebogen ausfüllen, eine Lagekarte beifügen und absenden (per E-Mail, Fax oder per Post).

Das Amt benötigt exakte Angaben zur Lage der Flächen sowie Name und Adresse des Bewirtschafters. Maximal kann eine Fläche pro Bewirtschafter gemeldet werden.

Die feierliche Siegerprämierung findet am 17.06. 2018 in Lautertal-Eichelhain anlässlich des Bergmähwiesenfestes statt.

Es werden pro Gemeinde/Stadt bis zu drei Gewinnerpreise bereitgestellt.

Insgesamt stehen 5000 Euro aus der Spendenaktion der Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ zur Verfügung.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak auf der Pressekonferenz auf der Herchenhainer Höhe. Foto: Erich Ruhl-Bady

Günter Berz-List (Vorstand Molkerei Schwälbchen) und Markus Stengel (REWE) freuten sich, das neue Projekt mit der Initiative „Nähe ist gut“, zu der auch Hassia-Sprudel gehört, unterstützen zu können. Foto: Erich Ruhl-Bady

Bürgermeister Heiko Stock (Lautertal) warb für den Besuch des Bergmähwiesen-Festes, das in diesem Jahr am 17. Juni in Eichelhain stattfinden wird. Foto: Erich Ruhl-Bady