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Experte für Sozialraumorientierung lobt den Umbauprozess der Jugendhilfe im Vogelsbergkreis

08.11.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Professor Hinte (hinten links) lobte vor dem Fachpublikum in Landenhausen: „Das ist die hohe Schule der sozialräumlich orientierten Jugendhilfe“. Foto: Jugendamt Vogelsbergkreis

Professor Hinte: „Das ist die hohe Schule“

„Sie haben bereits einen hohen Wasserstand – das ist die hohe Schule der sozialräumlich orientierten Jugendhilfe!“ Das waren die lobenden und zugleich motivierenden Worte des deutschlandweit renommierten Wissenschaftlers Prof. Dr. Wolfgang Hinte aus Oberhausen an das Fachpublikum im Kreisjugendheim Landenhausen. Über hundert Praktiker aus der Vogelsberger Jugendhilfe waren gekommen, um den „Vater der Sozialräumlichkeit“ in seiner ihm eigenen humorvollen und pointierten Art zu erleben.

Hinte fasste noch einmal die fünf Prinzipien zusammen: 1. Konsequente Orientierung am Willen der Menschen als Experten ihres Lebens, 2. Unterstützung von Eigeninitiative und Selbsthilfe hat Vorrang vor betreuender Tätigkeit, 3. Konzentration auf die Fähigkeiten der Menschen und der Ressourcen des Sozialraums, 4. Zielgruppen- und bereichsübergreifende Aktivitäten, 5. Koordinierte Zusammenarbeit aller Akteure im Sozialraum.

Erster Kreisbeigeordneter und Jugenddezernent Dr. Jens Mischak betonte, dass er den Wissenschaftler sehr schätze und sein Fachkonzept sozialräumlicher Jugendhilfe im Vogelsbergkreis bereits in die Praxis übernommen würde.

Eingeladen hatte die AG 78, die Arbeitsgemeinschaft des Jugendamtes und der freien Jugendhilfeträger im Vogelsbergkreis. Vorsitzender Harry Bernardis zeigte sich in seiner Begrüßung sehr erfreut über das große Interesse an der Veranstaltung und dankte Herrn Professor Hinte für die Bereitschaft, nach einer Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr wieder in den Vogelsberg zu kommen und den Prozess weiter zu begleiten.

In einer sehr lebendigen Diskussion mit den Praktikern des Jugendamtes und der Freien Träger wurde der aktuelle Sachstand des sozialräumlichen Umbaus der Jugendhilfe im Vogelsbergkreis reflektiert. Alle Beteiligten erhielten wertvolle Anregungen für ihre Arbeit und den gemeinsamen Prozess der weiteren Umgestaltung.