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Landrat Görig begrüßt Stärkung der Kriminalitäts-Vorbeugung

07.09.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Polizeihauptkommissar Wolfgang Keller, Landrat Manfred Görig, Polizeipräsident Günther Voß und Kriminaldirektor Andreas Böhm (von links) bei der Übergabe der Urkunden an die neuen sechs Sicherheitsberater für Senioren. Fotos: Erich Ruhl-Bady

Polizeipräsident Voß überreicht Urkunden an sechs Sicherheitsberater für Senioren

„Der Anfang ist gemacht“, sagte Landrat Manfred Görig, als Polizeipräsident Günther Voß (Polizeipräsidium Osthessen) erstmals im Vogelsbergkreis Urkunden an ehrenamtliche Berater überreichte. Der Landrat hält eine Stärkung der Kriminalitäts-Vorbeugung für sehr wichtig. Sechs der 19 Kommunen im Landkreis haben jetzt einen Sicherheitsberater für Senioren. Franz Richter (Schotten), Ralf Seibert (Lauterbach), Ewald Hofmann (Schwalmtal), Gregor Alt (Grebenhain), Hubert Röhrig (Grebenau) und Hans-Otto Hühnergarth (Ulrichstein) sind ab sofort vor Ort in ihrer Gemeinde Ansprechpartner für Seniorinnen und Senioren.

Die Polizei hatte das Konzept im vergangenen Jahr im Kreis-Seniorenbeirat (KSB) vorgestellt. Es war dort auf fruchtbaren Boden gefallen. KSB-Vorsitzender Dr. Bernd Liller und die Kreisseniorenbeauftrage Rosemarie Müller begrüßten während der Urkundenüberreichung im Lauterbacher Kreishaus den Beginn des Präventionsprojekts.

Über 50 Fälle von schwerem Trickbetrug zu Lasten von Seniorinnen und Senioren hat es im vergangen Jahr im Vogelsbergkreis gegeben, berichtete der Chef der Polizeidirektion Vogelsbergkreis, Kriminaldirektor Andreas Böhm. „Am besten ist es, wenn man so gut informiert und sensibilisiert ist, dass eine Trick-Masche gar nicht erst greift“, sagte Böhm. Deshalb ist die Vorbeugung gegen Trickbetrüger ein wichtiges Tätigkeitsfeld für die neuen ehrenamtlichen Berater.

Die ehrenamtliche Unterstützung durch Senioren-Berater sei eine gute Ergänzung der eigentlichen Aufklärungs-, Vorbeugungs- und Ermittlungsarbeit der Hessischen Polizei. Die ehrenamtliche Arbeit habe klare Grenzen: Strafanzeigen aufnehmen und Ermittlung seien selbstverständlich weiterhin ausschließlich Aufgabe der Polizei, betonte der Kriminaldirektor.

Ein weiteres Feld der Beratung im Ehrenamt könne sich der Frage „Mobilität im Alter / Teilnahme am Straßenverkehr“ widmen. Dr. Liller und Kreisbeigeordnete Müller wünschen sich in diesem Zusammenhang eine zentrale Anlaufstelle, wo es möglich sein könnte, Auffrischungs-Kurse und Reaktionstests durchzuführen.

Ziel der Präventionsarbeit ist es, Seniorinnen und Senioren vor Kriminalität zu schützen, ihre Lebensqualität durch eine Verbesserung des Sicherheitsgefühls zu steigern, ihre Hilfe zur Selbsthilfe und zur Hilfe anderen gegenüber zu aktivierenbei gleichzeitiger Mobilitätssicherung eine größtmögliche Verkehrssicherheit für Seniorinnen und Senioren zu erreichen, erläuterte Polizeipräsident Günther Voß in Lauterbach.

Die neuen Sicherheitsberater, die sich von der Polizei haben schulen lassen, stehen in engem Kontakt mit der Polizeidirektion Vogelsberg. Sie können daher zeitnah über aktuelle Kriminalitätsformen, Unfallrisiken und die darauf abgestellten Vorbeugungsmöglichkeiten informieren.

Je nach persönlicher Neigung und Erfahrung kann die Vermittlung sehr unterschiedlich gestaltet werden. Grundsätzlich seien folgende Aufgaben denkbar, so Kriminaldirektor Böhm: Initiieren, vorbereiten und unterstützen von themenspezifischen Informationsveranstaltungen, Fachtagungen oder Vortragsveranstaltungen bei denen die jeweiligen Kenntnisse zu den örtlichen Netzwerken aber auch die persönlichen Fachkenntnisse der Sicherheitsberaterinnen und Sicherheitsberater genutzt werden können, um die polizeilichen Berater zu unterstützen bzw. deren Fachvorträge zu ergänzen.

Die Schulung der Seniorenberater erfolgt durch die Fachstelle Prävention des Polizeipräsidiums Osthessen in enger Zusammenarbeit mit dem kriminalpolizeilichen Berater der Polizeidirektion Vogelsberg, Polizeihauptkommissar Wolfang Keller, der ebenfalls in Lauterbach bei der Urkundenaushändigung dabei war. Themenfelder für die neuen Berater sind auch Neue Medien/Cyberkriminalität, interkulturelle Kompetenz, Einbruchschutz, Opferschutz sowie die Mitarbeit im „Netzwerk gegen Gewalt“, in dem beispielsweise der Landkreis und die Polizei eng zusammenarbeiten.

Wer sich als Seniorin oder Senior für diese ehrenamtliche Arbeit als Sicherheitsberater interessiert, erhält hier entsprechende Informationen:Polizeipräsidium Osthessen, Fachstelle Prävention, Telefon 0661/105-0, Mail: praevention.ppoh(at)polizei.hessen.de

„Der Anfang ist gemacht“, sagte Landrat Manfred Görig bei der Überreichung der Urkunden. Sechs der 19 Kommunen im Landkreis haben jetzt einen Sicherheitsberater für Senioren. Das Foto zeigt von links: Franz Richter (Schotten), Ralf Seibert (Lauterbach), Ewald Hofmann (Schwalmtal); Gregor Alt (Grebenhain), Hubert Röhrig (Grebenau) und Hans-Otto Hühnergarth (Ulrichstein).

Übergabe der Teilnahmeurkunden für die neuen Sicherberater für Senioren (SFS) im Kreishaus in Lauterbach. Das Foto zeigt von links: Polizeihauptkommissar Wolfgang Keller, Sozialamtsleiter Werner Köhler, Kriminaldirektor Andreas Böhm, Hubert Röhrig (SFS in Grebenau), Ewald Hofmann (SFS in Schwalmtal), Franz Richter (SFS in Schotten), Landrat Manfred Görig, Gregor Alt (SFS in Grebenhain), Polizeipräsident Günther Voß, Dr. Bernd Liller (Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats), Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller (Seniorenbeauftragte des Kreisausschusses), Hans-Otto Hühnergarth (SFS in Ulrichstein) und Ralf Seibert (SFS in Lauterbach).