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Hochachtung vor dem Krankenhauspersonal

24.07.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Zusammen mit Nina Bockshorn (rechts) holt der Landrat im Hol- und Bringedienst Patienten in den Zimmern ab und fährt sie in die Untersuchungsräume.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wieder einmal war ich „mittendrin“ und habe bemerkenswerte Einblicke gewonnen, diesmal als Hospitant im Alsfelder Kreiskrankenhaus. Das kenne ich zwar gut aus der Warte des Aufsichtsratsvorsitzenden, aber da sehe ich nur die Zahlen, jetzt weiß ich, welche Arbeit dahintersteckt.  Um kurz nach vier hat der Wecker geklingelt, kurz vor sechs habe ich mich in der Geriatrie zum Dienst gemeldet.  Alte Menschen werden auf dieser Station  behandelt, oft mit Mehrfacherkrankungen, viele von ihnen haben eine Operation hinter sich und sollen soweit stabilisiert werden, dass sie zu Hause wieder einigermaßen selbstständig zurechtkommen.

Dann die Übergabe im kleinen Schwesternzimmer, heißt: jede Menge Informationsaustausch zwischen Nachtschicht und Frühschicht. Wer war unruhig? Wer hat durchgeschlafen? Auf wen muss besonders geachtet werden? Alles wird genau dokumentiert. Dann geht es auf den morgendlichen Rundgang mit Blutdruck- und Temperaturmessung, die Medikation wird überprüft. Übrigens liegen auf der Station auch Patienten aus umliegenden Kreisen, vor allem aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Den guten Ruf und die positive Entwicklung konnte ich schon anhand der Zahlen verfolgen, die Geriatrie hier ist eine prima Einrichtung.

Und danach ging es für mich weiter in die Zentrale Aufnahme, zum Röntgen, zum Funktionsdienst und ins Labor. Die Kolleginnen und Kollegen hatten alles bestens im Griff, lotsten die Patienten durch die Räume und auf die Behandlungsliegen. Auch das neu angeschaffte Röntgengerät durfte ich in Aktion sehen, während die Fachfrau einen Patient nach dem nächsten durchleuchtet hat.  Ein Blick in die Notaufnahme noch, wo viel los war und auch Patienten für ambulante Eingriffe aufgenommen werden mussten. Danach durfte ich im Hol- und Bringdienst des Hauses assistieren, mit Rollstuhl oder Bett ging es von der Station zum Röntgen oder wieder hoch ins Zimmer.

Wissen Sie, was mir richtig gut gefallen hat? Dass ich den Arbeitsalltag der Pflegekräfte ein stückweit selbst erleben konnte. Ich wusste natürlich auch vorher, wie vielfältig und verantwortungsvoll die Arbeit in einem Krankenhaus ist – aber so ein persönliches Erleben ist doch nochmal anders. Ich weiß den Einsatz unseres Krankenhauspersonals noch mehr zu schätzen, als ich das ohnehin schon getan habe: Mit diesem Personal sind wir bestens für die Zukunft aufgestellt, da besteht kein Zweifel.

Mit freundlichem Gruß

Ihr

Manfred Görig
Landrat