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Landrat Manfred Görig besucht Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle der Vogelsberger Lebensräume

18.04.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Im Gespräch über die Arbeit in der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle (v. l.): Klaus Schmidtkunz (Vogelsberger Lebensräume Alsfeld), Landrat Manfred Görig, Claudia van den Berg (Vogelsberger Lebensräume Lauterbach), Harry Bernardis (Leiter der Vogelsberger Lebensräume) und Hans Dieter Herget (Sachgebietsleiter im Amt für Soziale Sicherung beim Vogelsbergkreis). Foto: Gaby Richter

Kostenfreie Beratung bei vielschichtigen Problemen

Die Vogelsberger Lebensräume sind seit rund 25 Jahren einziger Träger im Kreis, der eine „Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle“ (PSKB) für Menschen mit Beratungsbedarf vorhält. Das Besondere daran ist: Jeder Mensch mit psychischen Problemen oder Erkrankungen – auch deren Angehörige – können sich dorthin wenden. Es gibt keine Zugangsvoraussetzungen, die Beratung ist kostenfrei und erfolgt auf Wunsch auch anonym. Landrat Manfred Görig besuchte die Einrichtung in Lauterbach mit der jährlichen Zuwendung des Kreises im Gepäck, um sich vor Ort über die Arbeit zu informieren.

„Ich möchte mir gerne selbst ein Bild machen und hören, wie die Lage vor Ort ist, wie sich die Arbeit im Laufe der Jahre verändert hat“, eröffnete Landrat Görig das Gespräch. Der Kreis gibt jährlich 30 Tausend Euro an die Beratungsstelle, die außerdem vom Landeswohlfahrtsverband und den Gemeinden mitfinanziert wird. An den Standorten Alsfeld und Lauterbach werden Beratung, Gruppen- und Freizeitangebote vorgehalten, außerdem finden in Grebenhain, Schlitz, Mücke, Schotten und Homberg Termine nach Vereinbarung statt. Im Jahr 2016 ließen sich knapp 400 Personen telefonisch beraten, 460 nutzten das Angebot zur persönlichen Beratung, es gab 344 Neuanmeldungen und 127 Personen wurden vom Vorjahr weiter betreut.

Laut Claudia van den Berg, der Beraterin in der PSKB Lauterbach, hat es im Laufe der Zeit Veränderungen gegeben: „Heute sind es meist multiple Probleme, mit denen ein Mensch in die Beratung kommt, oft auch familiäre“, erklärt sie, „früher kamen eher Menschen mit einer festen Diagnose wie einer Depression oder einem Waschzwang.“ Es könne zwar jede Bürgerin und jeder Bürger das Beratungsangebot nutzen, dennoch seien es sehr viele aus dem Hartz-IV-Bezug, es gebe eine enge Kooperation mit dem kommunalen Jobcenter KVA. Der Anteil derjenigen, die einen Wert- und Sinnverlust durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Alter erlebten, habe zugenommen. Ziel sei es, mit diesen Menschen Wege aus ihrer schwierigen Situation zu finden und neue Perspektiven zu entwickeln.

Weitere Themen waren die Umsetzung des neuen Bundesteilhabegesetzes, das Konzept der Sozialraumorientierung sowie eine stetige Verbesserung der Zusammenarbeit in allen Bereichen der Daseinsvorsorge.