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Vielleicht noch eine Krabbelgruppe im Waldorfkindergarten Schlitz

24.03.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Ein angeregter Austausch über Angebote und Möglichkeiten fand am Tisch des Schlitzer Waldorfkindergartens statt: Vorstandsmitglieder und Leitungskräfte suchten mit Jugenddezernent Dr. Mischak, Jugendamtsleiterin Scherer und Bürgermeister Schäfer nach neuen Wegen. Foto: Gaby Richter

Elke Hengst (Geschäftsführerin) und ihr Vorstandskollegium hatten Jugenddezernent Dr. Jens Mischak, Jugendamtsleiterin Dagmar Scherer und Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer eingeladen, um ihre Angebote vorzustellen und um gemeinsam nach neuen Wegen für die Zukunft zu suchen. Die Waldorfkindertagesstätte in Schlitz ging 1991 an den Start, schon damals wurde integrativ gearbeitet. Von anfangs zwei Tagesgruppen hat sich das Angebot weiterentwickelt: Heute gibt es neben den Kindergartengruppen nur noch eine Tagesgruppe und  zwei Hortgruppen, in denen Schulkinder eine pädagogische Nachmittagsbetreuung bis zum 14. Lebensjahr erhalten.

„In dieser Hinsicht hatte Schlitz Vorbildcharakter“, bestätigte Dr. Mischak, „es gab hier schon ein Hortangebot vor dem Pakt am Nachmittag.“ Allerdings mache das Hortangebot derzeit Schwierigkeiten: „Wir fangen viele Kinder auf – auch Gesamtschulkinder und Flüchtlingskinder – die mehr brauchen als ‚nur‘ Nachmittagsbetreuung“, berichtet Hortleiterin Christina Gerbig-Feick. Zum Teil nähmen mehr als 40 Schülerinnen und Schüler das Angebot bis 17:30 Uhr wahr, „uns fehlt definitiv Personal“. Doch das sei nicht finanzierbar.

In der verbliebenen Tagesgruppe werde tagesstrukturierend gearbeitet und die Eltern mit einbezogen, sagt die Verantwortliche Gabriele Schneider. Die Nachfrage nach Tagesgruppenangeboten sei jedoch rückläufig, was auch Jugendamtsleiterin Dagmar Scherer bestätigte. Und leider sei auch in letzter Zeit ein deutlicher Rückgang der Spenden zu verzeichnen, was insgesamt zu Finanzierungslücken führe.

Bürgermeister Schäfer regte Zweierlei an: Den Pakt für den Nachmittag zu nutzen und vielleicht ein Angebot für Unter-Dreijährige zu installieren. Zwar sei die Schule Organisatorin für die Nachmittagsbetreuung, die bisher in städtischen Einrichtungen stattfinde – aber vielleicht könnte hier eine Zusammenarbeit mit dem Hort zustande kommen. Und beim Angebot einer Krabbelgruppe sehe er große Chancen, „hier gibt es Bedarf an Plätzen“.