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"ONE BILLION RISING" - Tanzstreik gegen Gewalt in Alsfeld

15.02.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

"One Billion Rising" auf dem Alsfelder Marktplatz: Mit einem Tanz ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Fotos: Gaby Richter

In mehr als 180 Städten deutschlandweit haben sich gestern Frauen (und auch einige Männer) erhoben und tanzend protestiert: "One Billion Rising" ist eine weltweite Aktion, die immer am 14. Februar ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzt, inzwischen schon zum fünften Mal. Eine Premiere war der Protesttanz aber auf dem Alsfelder Marktplatz, zu dem Magdalena Pitzer, die Beauftragte für Migration, Inklusion und Gleichstellung, gemeinsam mit dem Frauennetzwerk aufgerufen hatte. Rund 50 Frauen und einige Männer waren dem Aufruf gefolgt, um ihre Solidarität mit Frauen, die Opfer von Gewalt werden, zu demonstrieren.

Über eine Milliarde Frauen weltweit seien von Gewalt betroffen, erklärte Pitzer den Hintergrund der Veranstaltung, daher der englische Titel "one billion rising". Hinter der Aktion steht die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler, die vor fünf Jahren zum ersten mal aufgerufen hatte, gemeinsam in der Öffentlichkeit zu tanzen und Solidarität mit weiblichen Gewaltopfern zu zeigen.

"Jede vierte Frau ist täglich Opfer häuslicher Gewalt, rund 40.000 Frauen fliehen jährlich mit ihren Kindern in Frauenhäuser", unterstrich Pitzer mit aktuellen Zahlen aus Deutschland, "jede dritte Frau ist sexueller Belästigung sowie Nötigung am Arbeitsplatz ausgesetzt, täglich werden 128,4 Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen und sexuellem Missbrauch - die Zahlen gehen nicht zurück, sondern sind steigend."

Alsfelds Stadtrat Heinrich Muhl ergänzte in seinem Grußwort: Gewalt gegen Frauen und Mädchen geschehe oft im häuslichen Umfeld und an einem Ort, wo man sich eigentlich sicher fühlen sollte. Es sei wichtig, ein kraftvolles, weltweites, demonstratives Zeichen gegen Gewalt zu setzen, "denn die ist demokratie- und menschenfeindlich". Und anschließend mischte er sich unter die Tanzenden und setzte dieses Zeichen.

Magdalena Pitzer hat Zahlen und Hintergründe der Aktion - viel zu viele Frauen sind weltweit und auch deutschlandweit Opfer von Gewalt

Stadtrat Heinrich Muhl fordert auf, bei Gewalt nicht wegzusehen. Er unterstützt die Aktion und tanzt selbst mit.

Marion Dahmer leitete die Tänzerinnen und Tänzer an.