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Dr. Jens Mischak: Digitalisierung unverzichtbar für Wirtschaft, Verwaltung und Bürger

10.02.2017 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Vogelsberger Baudezernent und GDI-Projektleiter Udo Harzer zu Gast im Nachbarlandkreis

Der Vogelsbergkreis entwickelt zusammen mit seinen 19 Kommunen eine Geo-Daten-Infrastruktur (GDI). Für Vizelandrat Dr. Jens Mischak ist die flächendeckende Digitalisierung der Geodaten unverzichtbar für Wirtschaft, Verwaltung und Bürger. Das Besondere im Vogelsbergkreis: sämtliche Kommunen des Kreises haben sich entschlossen, gemeinsam flächendeckende Geodaten zur Verfügung zu stellen, und zwar allen Beteiligten. Das Land Hessen unterstützt das Projekt.

Baudezernent Dr. Mischak und der Vogelsberger GDI-Projektleiter Udo Harzer nahmen vor Kurzem an einer Fachtagung in Homberg/Efze (Schwalm-Eder-Kreis) teil, wie die Pressestelle des Vogelsbergkreises mitteilt. Dort ging es um die Vernetzung und die Freischaltung der Bebauungspläne des GDI-Projektes in Nord- und Osthessen.

Wie in dem Geodateninfrastruktur-Projekt in Nord-Osthessen widmen sich auch die GDI-Fachleute des Vogelsbergkreises in einem ersten Projektschritt den Bebauungsplänen in den Städten und Gemeinden. Bereits zur Jahresmitte sollen die Daten über das Geoportal Hessen verfügbar und abrufbar sein.

„GDI ist ein unverzichtbarer Schritt in die digitale Zukunft der Prozessbearbeitung und auf dem Weg zum E-Government. Das ist nützlich für die Abläufe in Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Außerdem schafft GDI Transparenz für Bürgerinnen und Bürger“, hebt Dr. Mischak hervor.

Alle Redner in Homberg/Efze würdigten die gelungene interkommunale Kooperation, sowie die erwarteten Arbeitserleichterungen für Behörden und Verwaltungen, aber auch für Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft.

Was ist eine GDI – und wofür braucht man Geodateninfrastrukturen?

80% aller flächendeckenden Daten (öffentliche Gebäude,  Sporthallen, Sportstätten, Schwimmbäder, Liegenschaften,  Solarflächen, Photovoltaik-Anlagen, Straßen) liegen im Kommunalen Bereich. Raumbezogene Informationen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dazu gehören auch Stadtpläne, Luftbilder, Bebauungspläne oder Übersichten von Naturschutzgebieten oder Überschwemmungsgebieten.    

Eine Geodaten-Infrastruktur strebt an, diese Daten für Behörden, Unternehmen und Bürger sichtbar zu machen. Einfach per Mausklick. Wie bei Google-Maps.

Jeder kann sich vorstellen, Navigationssysteme im Auto zu haben, touristische Daten über Apps oder Google abzurufen oder GPS-Standortdaten zu nutzen oder Radtouren mit entsprechenden Navigationssystemen zu unternehmen.

Das alles wird durch Geodaten ermöglicht.In einer Geodateninfrastruktur haben wir viele Anbieter. Diese vielen Daten werden dann zusammengeführt in einer einzigen GDI, damit die Daten für den Nutzer einfach zu handhaben ist. Der besondere Nutzen: Diese Daten sind nach der Aufnahme überall im Internet präsent und können von allen abgerufen werden, das nennt man „Ubiquität“ oder „Omnipräsenz“.  

Geoportale können Antworten liefern, wenn Entscheidungen anstehen. Beim „Geoportal Hessen“ stehen zum Beispiel Bebauungspläne einzelner Kreise, Rettungspunkte in Hessen oder das Lärmkataster Hessen zur Verfügung. Diese Daten können gescannt und übers Handy bzw. Tablet-PC aufgerufen werden. Somit hat man gleichzeitig einen mobilen Einsatz vor Ort zur Verfügung. Der Weg vom Bürger zu den Verwaltungen kann dadurch deutlich verkürzt werden.

Hauptvorteil von GDI: Nutzerfreundlichkeit und Kosteneinsparung

  • Geschäftsprozesse werden optimiert
  • Dienststellen greifen auf die gleichen aktuellen Daten zu
  • Genehmigungen werden beschleunigt
  • Kostenreduzierung treten durch digitale Haltung der Daten auf (keine Papier-Akten mehr)
  • Kein Suchen in analogen (gedruckten) Plänen – alles geht per Mausklick
  • Die Auskunftsmöglichkeiten bei Nachfragen werden über Portale verbessert und beschleunigt
  • Kommunen erhalten Zugang zu Daten des Landkreises und umgekehrt
  • Erfüllung der EU-Vorschrift „Inspire“
  • Verteilt vorliegende Geodaten werden innerhalb eines Portals zusammengeführt und einem breiten Nutzerkreis zur Verfügung gestellt
  • Daten-Server müssen nur einmal aufgebaut werden – somit enorme Kostenreduzierung im Verwaltungsbereich und dadurch langfristig Senkung der Ausgaben von Steuergeldern.

Anwendungsbeispiele:

Zum besseren Verständnis die GDI-Info-Tour und einige Geoportale:

https://www.gdi-infotour.de/startseite/willkommen

Geoportal Hessen: http://www.geoportal.hessen.de

Bürgerportale: http://www.geoportal.metropolregion.hamburg.de

Geoportal Kreis Lippe: http://geo.kreislippe.de/startseite.html

Geoportal Märkischer Kreis: http://www.maerkischer-kreis.de/buergerinfo/infoseiten/bauen/geodatenportal.php