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Vogelsbergkreis führt als erste Kommune Hessens das RAL-Siegel „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“

04.12.2012 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Freude über die Verleihung des RAL-Gütesiegels „Mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung“, die der Vogelsbergkreis als erste Kommune Hessens führen darf. Unser Foto zeigt von links: IHK-Geschäftsführer Dr. Frank Wendzinski, Dr. Claudia Beverungen (Geschäftsführerin der Gütegemeinschaft Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen e.V.), Landrat Manfred Görig, IHK-Vizepräsident Norbert Jäger und Projektleiter in der Kreisverwaltung, Richard Schaap. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Görig: Ein sehr starkes Argument im Standortwettbewerb

VOGELSBERGKREIS.   4. Dezember 2012.

Planungssicherheit, Transparenz, Kundenorientierung sind der Wirtschaft im Kontakt mit Behörden wichtig – deutschlandweit gibt es 50 Kommunen mit dem Zertifikat „Mittelstandsfreundlich“. In Hessen ist der Vogelsbergkreis die erste Kommune, die sich erfolgreich dem RAL-Audit stellte. Darüber freuten sich Landrat Manfred Görig (SPD) und die Vertreter der IHK Gießen-Friedberg, Geschäftsführer Dr. Frank Wendzinski und Vizepräsident Norbert Jäger: „Ein guter Tag für die regionale Wirtschaft.“

„Mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung“ – dieses durch RAL (TÜV NORD CERT) zertifizierte Siegel darf ab sofort der Vogelsbergkreis führen. „Das ist ein sehr starkes Argument im Standortwettbewerb“, sagte der Landrat, als er am Dienstag die Urkunde aus den Händen von Dr. Claudia Beverungen entgegennahm. Sie ist Geschäftsführerin der Gütegemeinschaft „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen“.

Dr. Beverungen hob anlässlich der Überreichung der Urkunde hervor, der Vogelsbergkreis halte alle 14 definierten Service-Versprechen ein. Für die Wirtschaft gehe es vor allem um Verlässlichkeit und Planungssicherheit, um Schnelligkeit, Flexibilität und Transparenz. Das Siegel schaffe eine klar sichtbare Alleinstellung und Erkennbarkeit im Standortmarketing. RAL lege hohe Standards an. Der Kreis bleibe „im Prozess“, denn die Einhaltung der strengen Regeln werden alle zwei Jahre erneut unter die Lupe genommen.

Die Geschäftsführerin der Gütegemeinschaft nannte drei Beispiele der geprüften Kriterien: nicht länger als 40 Tage bis zur Baugenehmigung, nicht mehr als 15 Tage zwischen Rechnungsstellung an die Verwaltung bis zum Bezahlen, Reaktion auf Beschwerden und Anfragen in längstens drei Tagen. Dabei muss dem Kunden stets ein Ansprechpartner genannt werden.

„Für den Vogelsbergkreis hat die Verleihung der RAL-Urkunde durch die Gütegemeinschaft Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung eine herausragende Bedeutung“, hob Landrat Görig in einer Pressekonferenz mit großem Medieninteresse hervor. Man sei sehr stolz auf diese Auszeichnung, wichtiger sei jedoch die Tatsache, dass hierdurch zum Ausdruck komme, welche Wertschätzung der Vogelsbergkreis den Unternehmen in der Region als gesellschaftsgestaltender Kraft zuteil werden lasse. Das Siegel sei insoweit „ein Beweis, wie leistungsstark unsere Verwaltung ist“.

Dies werde auch durch die aktuell in Kraft gesetzte Verwaltungsreform untermauert. Darin finde sich beispielsweise im Dezernat Bauen und Umwelt der gesamte Planungsbereich, also Bauaufsicht, Naturschutz und Wasserrecht unter einem Dach wieder.

Schnelligkeit, Flexibilität, Transparenz und eingehaltene Ablauf-Versprechen – das seien die Grundlagen für eine wirksame Wirtschaftsorientierung, zum Wohle von Entwicklung und zur Sicherung von Arbeitsplätzen. „Wir wollen Partner der Unternehmen sein“, betonte Görig. Die Wirtschaft habe mit dem Projektleiter der Zertifzierung, Richard Schaap, auch künftig einen zuverlässigen direkten Ansprechpartner, der auch als „Behörden-Lotse“ fungiere. Dr. Wendzinski hob die Qualität der RAL-Zertifzierung hervor, denn sie biete Instrumente, die den Erfolg messbar machten.

Richard Schaap berichtete von den hohen Anforderungen bei Dokumentation und Darlegung der Betriebsabläufe. Technische Verknüpfungen müssten den Anforderungen standhalten und gegebenenfalls verändert werden. Dies sei ein Dauerauftrag. Entscheidend sei die Haltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Aufgabe insgesamt. „Wir leisten hier etwas für die heimische Wirtschaft und für ihre Stabilität“. Dies sei durchgängig die Einstellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Landrat Görig bezeichnete das RAL-Siegel als „Meilenstein für die Wirtschaftsförderung“ und sagte zu, über den im Audit vereinbarten Zwei-Jahres-Rhythmus eines Runden Tisches von regionaler Wirtschaft und Kreisverwaltung hinaus, diese Zusammenkunft einmal jährlich zu veranstalten. Ihm sei es wichtig, schnell mitgeteilt zu bekommen, wenn etwas nicht optimal laufe.

„Der Vogelsbergkreis braucht Chancen – und hier ist eine ergriffen worden“, sagte IHK-Vizepräsident Norbert Jäger im Kreishaus in Lauterbach. Der Anstoß zum Audit sei aus dem Regionalausschuss der IHK gekommen. Vor rund drei Jahren habe es eine Umfrage bei den Unternehmen gegeben, die bereits eine 77-Prozent-Zufriedenheits-Quote mit der Kreisverwaltung erbracht habe. So sei das Audit eine konsequente Fortsetzung gewesen. Die Kreisverwaltung zeige eine verlässliche Kundenorientierung. „Das Landratsamt ist ein verlässlicher Partner“, sagte der Chef der Duo Plast AG in Lauterbach. Er drückte seine Hoffnung aus, dass der Impuls des Kreises auch auf alle seine Städte und Gemeinden ausstrahle.

Die Urkunde mit RAL-Gütezeichen.

Dr. Claudia Beverungen überreicht Landrat Manfred Görig die Urkunde.

Großes Medieninteresse - Vogelsbergkreis führt als erste Kommune in Hessen das RAL-Gütesiegel. Fotos: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis