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Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum (AWLR)
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36341 Lauterbach
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Schnittnutzung zu Futterzwecken von Zwischenfrüchten oder Gründecke bei ÖVF-Flächen

Vor dem Hintergrund der durch die anhaltende Trockenheit in bestimmten Regionen bedingten Futterknappheit, hat das Land Hessen von der gem. § 31 Abs. 4 Direktzahlungen- Durchführungsverordnung bestehenden Ausnahmeregelung für das Jahr 2018 Gebrauch gemacht und eine Freigabe der Schnittnutzung zu Futterzwecken von Zwischenfrüchten oder Gründecke von Flächen, die als im Umweltinteresse genutzte Flächen angegeben wurden, für Hessen ab dem 29.09.2018 erteilt. Eine gesonderte Anzeige oder Genehmigung ist nicht erforderlich. Es gibt auch keine Einschränkung hinsichtlich eines Zeitraumes der zwischen Aussaat und Schnittnutzung eingehalten werden muss.

Für den Fall, dass eine rechtzeitige Aussaat (d.h. vor Ablauf des 01. Oktober) aufgrund höherer Gewalt/außergewöhnlicher Umstände, trotz der Regenfälle in der 2. Septemberhälfte nicht möglich gewesen ist, muss dies unverzüglich schriftlich mitgeteilt werden. Sollte ein entsprechender Fall vorliegen und durch das Amt anerkannt werden, ist eine Nachsaat zur Herstellung eines ordentlichen Bestands im Zusammenhang mit der anerkannten höheren Gewalt/ den außergewöhnlichen Umständen nach dem 01.10. noch durchzuführen. Ohne Anerkennung als Fall höherer Gewalt/außergewöhnlicher Umstände wird eine hiervon betroffene Fläche nicht mehr als ÖVF-Fläche anerkannt.

Erste Informationen zur Futtergewinnung mit Zwischenfrüchten von ÖVF-Flächen

Aufgrund der außergewöhnlichen Witterungssituation werden auf Bundesebene weitere Ausnahmemöglichkeiten der Futtererzeugung auf ökologischen Vorrangflächen beraten. Hierzu sind jedoch Anpassungen der nationalen Verordnungen erforderlich.

Vorbehaltlich noch möglicher Änderungen wird auf folgende Eckpunkte für die Nutzung von Zwischenfrüchten hingewiesen, die bei der weiteren Anbauplanung wichtig sind:

  • Die Regelung gilt nicht automatisch im gesamten Land, sondern die Regionen werden vom hessischen Landwirtschaftsminsiterium noch festgelegt.
  • Entsprechende Genehmigungen in diesen Regionen müssen voraussichtlich wieder einzelbetrieblich beantragt werden.
  • Der 8 Wochenzeitraum wird einzelbetrieblich festgelegt. Das heißt, der Zeitraum beginnt mit der Aussaat der letzten Kulturpflanzenmischung auf Flächen, die als ÖVF-Zwischenfruchtflächen im Gemeinsamen Antrag deklariert sind.
  • Welche Belege als Nachweise konkret anerkannt werden, ist noch nicht abschließend geklärt, allerdings empfiehlt es sich für Antragsteller, mittels aussagekräftiger Fotos die eine Identifizierung des Schlages mit Zeitangabe zulassen oder Aufzeichnungen in der betriebseigenen Ackerschlagkartei eine vollständige und nachvollziehbare Dokumentation zur Aussaat vorzunehmen.
  • Es wird wohl keine Ausnahme für die zulässigen Arten und die Zusammensetzung der Mischungen der Kulturpflanzenmischung nach Anlage 3 zu § 31 Direktzahlungen-Durchführungsverordnung geben.

Nutzung von ÖVF-Brachen durch Beweidung oder Schnittnutzung für Futterzwecke freigegeben

Zwischenzeitlich wurde für ganz Hessen die Möglichkeit eingeräumt, ÖVF-Brachen zur Futtererzeugung (Beweidung, Schnitt) zu nutzen. Eine einzelbetriebliche Genehmigung ist im Vogelsbergkreis nicht mehr erforderlich.

Neuerungen im Bereich der Direktzahlungen

- Landwirtschaftliche Mindesttätigkeit

- Pflugregelung bzw. Entstehung von Grünland bei Ackerfutter ohne Fruchtfolge

- "Honigbrache" als ÖVF (für Honigpflanzen genutztes Brachland)

- Junglandwirteförderung (Erstbewilligung in 2015, aber keine 5 Jahre Förderung)

- Änderungen bei den ÖVF (Ökologische Vorrangflächen)

Hinweise zu den Neuerungen

Schnellübersicht Ökologische Vorrangflächen (ÖVF)

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GIS Angebote des Land Hessen

Die verschiedenen GIS-Angebote des Land Hessen ermöglichen das Auffinden von Flurstücken über die Katasterdaten und umgekehrt das Auffinden der Katasterdaten über Luftbilder. Ausserdem ist es mit den angebotenen Werkzeugen möglich, die Koordinaten von Grenzen festzustellen und Vermessungen im Bereich von 0,1m Genauigkeit durchzuführen.

Hier die wichtigsten GIS-Layer für den landwirtschaftlichen Bereich aus dem Geodaten Angebot des Landes Hessen:

Geodaten online: (dem Link folgen, Produkte, Liegenschaftskarte) ist ein Angebot der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) und ermöglicht den Bezug von Produkten des Liegenschaftskatasters und der Landesvermessung.

Hier erhalten Sie vielseitig nutzbare Geobasisdaten und Informationen, unter anderem Auszüge aus dem Katasterbuch-, Katasterkarten- und Katasterzahlenwerk, sowie Luftbilder, CD-ROM Produkte, verschiedene topographische und historische Karten.

BORIS Hessen ist ein Angebot des Geoportal Hessen und ermöglicht die Bodenrichtwerte nach Gutachterausschuss für alle hessischen Flächen zu finden. Hier stehen unter anderem Messwerkzeuge zur Verfügung.

HALM Hessen: Dieser Viewer dient als rechtsunverbindliche Hilfestellung für die HALM-Antragstellung.