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Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum (AWLR)
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36341 Lauterbach
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Die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (AGZ) ist ein Förderinstrument zum Erhalt der flächendeckenden Landwirtschaft auch in den sogenannten benachteiligten Gebieten und wurde aus dem Bergbauernprogramm der EWG entwickelt. Benachteiligte Gebiete zeichnen sich beispielsweise durch Höhenlagen, Hangneigungen, Erreichbarkeit, besondere klimatische Voraussetzungen oder auch geringe Bodenqualitäten aus. Ziel der Förderung ist es, in benachteiligten Gebieten eine standortgerechte und möglichst flächendeckende Landbewirtschaftung zu sichern.

Antragsberechtigt sind aktive Betriebsinhaber im Sinne von Artikel 9 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013, die in hessischen benachteiligten Gebieten wirtschaften und ihren Betriebssitz in Hessen haben. Eine Zahlung erfolgt erst ab einem Mindestförderbetrag von 250 Euro je Zuwendungsempfänger.

Die Ausgleichszulage beträgt im Falle der Grünlandnutzung jährlich mindestens 25 Euro je ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF). In Gemarkungen mit besonders hoher Benachteiligung (niedrige Landwirtschaftliche Vergleichszahl) kann der Fördersatz auf bis zu 136 Euro je ha LF ansteigen. Im Falle der Ackernutzung werden jährlich 25 Euro je ha LF gezahlt.

Bestimmte Ackerkulturen (z.B. Weizen) und aus der Produktion genommenen Flächen werden nicht gefördert.

Bis zu einer Betriebsgröße von 100,00 ha förderfähiger Fläche beträgt die Zahlung 100 %, von 100,01 bis 250,00 ha 80 % und von 250,01 bis 500,00 ha 60 % der errechneten Ausgleichszulage. Keine Förderung erfolgt bei über 500,00 ha AGZ-Flächen je Betrieb.

Die Beantragung erfolgt jährlich im Rahmen des Gemeinsamen Antrages mit den anderen Förderprogrammen (Direktzahlungen, HALM).

Für Ackerland gilt 2016 ein einheitlicher Fördersatz von 25,00 €/ha.

Grünland wird 2016 mit einem Mindestbetrag von 50,00 €/ha (bei LVZ ≥ 25,0) und einem Höchstsatz von 77,17 € (bei LVZ ≤ 16,0) gefördert.